30 spannende Fakten über Absinth
Erst etwas Neues lernen, dann im Quiz testen.
Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Alles gewusst? Beweis es.
Quiz mit 30 Fragen spielenUnter welchem Beinamen ist Absinth wegen seiner Farbe bekannt?
Im Französischen heißt der Beiname „La fée verte“; wegen der bitteren Kräuter zählt das Getränk zu den Bitterspirituosen, obwohl es nicht unbedingt bitter schmeckt.
Welche drei Zutaten prägen den typischen Geschmack von Absinth?
Der teure Anis wird teilweise durch den günstigeren Sternanis ersetzt; weitere Gewürze dienen nur der geschmacklichen Abrundung.
Wie nannte man um 1860 in Frankreich die Zeit des nachmittäglichen Absinthgenusses?
Absinthtrinken zwischen 17 und 19 Uhr galt als „chic“; aus Algerien heimgekehrte Soldaten hatten die Gewohnheit in die Pariser Cafés gebracht.
Wie heißt der Bestandteil des ätherischen Wermutöls, der Absinth seinen schlechten Ruf einbrachte?
Die Substanz ist ein Nervengift, das in hoher Dosis Verwirrtheit und Krämpfe auslösen kann – die Menge im Getränk reicht dafür aber nachweislich nicht aus.
Warum wird Absinth heute gelegentlich rot, schwarz oder blau gefärbt?
Viele günstige Absinthe entstehen heute, indem Absinthessenz in hochprozentigen Alkohol gegeben wird; erst die gehobene Mittelklasse setzt wieder auf Mazeration.
In welchem Bereich liegt der Alkoholgehalt von Absinth üblicherweise?
Damit gehört das Getränk zum oberen Bereich der Spirituosen und wird wegen der Stärke traditionell mit Wasser verdünnt getrunken.
Woher stammt die grüne Farbe vieler Absinthsorten?
Pontischer Wermut, Ysop, Melisse und Minze liefern den Farbstoff; bei altem Absinth zersetzt er sich, und das Getränk wird gelblich bis bernsteinfarben.
Wie nannte man die hohen Wasserbehälter mit mehreren Hähnen auf den Tischen Pariser Cafés?
Aus den Hähnen tropfte etwa ein Tropfen Wasser pro Sekunde auf einen gelochten Löffel mit Zucker, bis der Absinth milchig-grünlich wurde.
Was geschieht bei der klassischen Absinthherstellung nach dem Mazerieren der Kräuter im Alkohol?
Dieser Schritt trennt die schwer flüchtigen Bitterstoffe des Wermuts ab; eine unverhältnismäßige Bitterkeit verrät oft einen minderwertigen oder unechten Absinth.
Wogegen sollten die täglichen Absinthrationen französischer Soldaten in Algerien helfen?
Die Nachfrage ließ die Firma Pernod ihre Produktion auf täglich 20.000 Liter steigern; Konkurrent Berger baute eine Brennerei bei Marseille, um die Transportwege zu verkürzen.
In welchem Schweizer Kanton liegt das Val de Travers, die Wiege des Absinths?
Im 18. Jahrhundert wurde der Wermutschnaps dort zunächst als Heilmittel hergestellt, bevor er in Frankreich zum Modegetränk wurde.
Wie wird klarer, ungefärbter Absinth, wie ihn Schweizer Schwarzbrenner herstellten, auch genannt?
Der Verzicht auf die typische Färbung erleichterte den heimlichen Verkauf, solange das Getränk in der Schweiz verboten war; ein zweiter Name lautet „La Bleue“.
Welcher französische Landarzt in Couvet gilt als einer der Urheber des Absinth-Rezepts?
Der Arzt war aus politischen Gründen ins preußische Fürstentum geflohen; nach seinem Tod verkaufte die Familie Henriod das Elixier als Heilmittel über Apotheken.
Mit welcher giftigen Substanz färbten minderwertige Hersteller ihren Absinth im 19. Jahrhundert grün?
Auch Anilingrün, Kupferacetat und Indigo wurden zum Färben eingesetzt; die in historischen Proben gefundenen Mengen waren jedoch gesundheitlich unauffällig.
In welche französische Stadt verlegte Henri Louis Pernod 1805 seine Absinth-Destillerie?
Der Umzug über die Grenze sparte umständliche Zollformalitäten; am neuen Standort wurden anfangs täglich 400 Liter produziert.
Als Mittel wogegen empfahl Hildegard von Bingen Wermutabkochungen in Wein?
Wermutweine, bei denen Wermutblätter gemeinsam mit Trauben vergoren wurden, galten im 16. Jahrhundert als besonders wirksame Magenmittel.
Ab welchem Jahr war Absinth in einigen europäischen Staaten und in den USA verboten?
Moderne Studien fanden keine Schädigung über die Wirkung des Alkohols hinaus; die damaligen Folgen gelten heute als Ergebnis schlechter Alkoholqualität und großer Trinkmengen.
Auf welches altgriechische Wort geht der Name Absinth über das Lateinische zurück?
Das französische „absinthe“ bedeutete ursprünglich schlicht „Wermut“; die deutsche Form ist eine Eindeutschung davon.
Seit welchem Jahr ist Absinth in den meisten europäischen Staaten wieder erhältlich?
Die Schweiz, das Ursprungsland, erlaubte Herstellung und Verkauf erst einige Jahre später wieder.
Was garantierte die Bezeichnung „Absinthe Supérieure“ im 19. Jahrhundert vor allem?
Die „Supérieure“-Qualitäten hatten klassischerweise 65 bis 68 Prozent Alkohol, was die natürliche grüne Farbe gut konservierte.
In welcher altägyptischen Schrift finden sich bereits Hinweise auf Beifuß-Arten als Heilmittel?
Die Schrift enthält Texte aus der Zeit von 3550 bis 1550 vor Christus; auch das Alte Testament nimmt mehrfach auf die Bitterkeit der Artemisia-Kräuter Bezug.
Worauf verwies die historische Qualitätsbezeichnung „Absinthe Suisse“?
Die Bezeichnung war gleichbedeutend mit „Absinth Fine“ und sagte nichts über das Herstellungsland aus.
Bei welcher Krankheit brachte Wermut laut einer deutschen Doppelblind-Studie von 2007 eine Verbesserung?
Schon Theophrast und Hippokrates erwähnten Artemisia-Kräuter in Tinkturen und Extrakten.
Wie viel reinen Alkohol konsumierten erwachsene Franzosen 1914 pro Kopf und Jahr?
Zum Vergleich: Moldau führte 2013 laut WHO die Weltstatistik mit 18,22 Litern reinem Alkohol pro Erwachsenem an.
Wie viel Absinth produzierte die 1797 gegründete Brennerei von Dubied und Pernod anfangs pro Tag?
Der größte Teil der frühen Produktion ging ins nahe gelegene Frankreich; Major Dubied hatte die Rezeptur von einem Mitglied der Familie Henriod erworben.
Auf wie viel mg/kg begrenzt die EU den Thujongehalt in Getränken aus Artemisia-Arten?
Untersuchungen von Absinth nach historischen Rezepten und einer Probe von 1930 fanden jeweils weniger als 10 mg/kg – entgegen früheren Berichten von bis zu 350 mg je Liter.
Welchen Beinamen trug Suzanne-Marguerite Motta, die als Urheberin des Absinth-Rezepts gilt?
Die heilkundige Frau war mit dem Gastwirt Henry-Francois Henriod verheiratet; der Historiker Helmut Werner vermutet, dass der Arzt Ordinaire ihr Familienrezept nur optimierte.
Welchen Alkoholgehalt hatte ein „Absinthe Demi Fine“ im Frankreich um 1900?
Die einfachste Stufe, der „Absinthe Ordinaire“, kam auf 40 bis 45 Prozent; ein „Absinthe Fine“ wurde mit 70 bis 73 Prozent abgefüllt.
Welcher Zusatz sollte in billigem Absinth des 19. Jahrhunderts die milchige Trübung vortäuschen?
Der Alkohol jener Zeit war oft minderwertig und enthielt viel Amylalkohol, andere Fuselöle und sogar Methanol, das bis zur Erblindung führen kann.
Ab welchem Jahr ist im Val-de-Travers der Konsum von mit Wermut versetztem Wein belegt?
Während der Herstellungsort gesichert ist, nennen die Quellen unterschiedliche Urheber der ursprünglichen Rezeptur – darunter eine Henriette Henriod, die schon um 1750 ein Wermutelixier destilliert haben soll.