30 spannende Fakten über Bier
Erst etwas Neues lernen, dann im Quiz testen.
Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Alles gewusst? Beweis es.
Quiz mit 30 Fragen spielenWelches Mischgetränk ist in Deutschland mit über 40 Prozent Anteil das absatzstärkste?
Biermischgetränke bestehen meist zu mindestens 50 % aus Bier; lange wurden sie erst im Lokal gemischt, heute kommen sie zunehmend als Fertigprodukt in den Handel.
Wie wird Weizenbier vermarktet, bei dem die Hefe vor der Abfüllung entfernt wurde?
Dieser zusätzliche Schritt wurde in den 1920er Jahren in Baden-Württemberg eingeführt; solche Biere sind meist von sehr heller Färbung.
Mit welchem Schritt beginnt der eigentliche Brauprozess nach dem Schroten des Malzes?
Dabei kommt das geschrotete Malz in erwärmtes Wasser und wird unter ständigem Rühren auf bis zu etwa 75 °C erhitzt, damit Enzyme die Stärke in Malzzucker umsetzen.
Welches dieser Biere wird mit obergäriger Hefe gebraut?
Neben ober- und untergärigen Bieren gibt es spontangärige, bei denen die Hefe nicht gezielt zugesetzt wird, sondern aus der Luft über dem offenen Gärbottich stammt.
Bis zu welchem Restalkohol gilt Bier gesetzlich noch als „alkoholfrei“?
Viele Fruchtsäfte oder Kefir enthalten durch natürliche Gärprozesse vergleichbare Alkoholmengen; für Alkoholkranke gilt alkoholfreies Bier aus psychologischen Gründen dennoch als nicht unbedenklich.
Wann wird seit 2008 der Internationale Tag des Bieres gefeiert?
Die Schweiz hat seit dem 19. April 2012 zusätzlich ihren eigenen Tag des Schweizer Bieres.
Welche Speise mit Bier war bis ins 19. Jahrhundert ein beliebtes Frühstück?
Bier galt früher sogar als Kindergetränk: Es hatte wenig Alkohol und war durch das Kochen der Würze weitgehend keimfrei – anders als das damalige Trinkwasser.
Aus welchem Land stammt das älteste überlieferte Bierrezept?
Das Rezept ist rund 5000 Jahre alt. Frühe Nachweise für Bier gibt es außerdem aus Mesopotamien, wo halbfertig gebackenes Brot mit Wasser vergoren wurde.
Welche Fracht beförderte die Ludwigseisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth als erste?
Gezogen wurde der Wagen der Dritten Klasse nicht vom berühmten Adler, sondern frühmorgens von einem Ackergaul; der Mythos vom Adler-Tender stammt aus dem Marketing der Lederer-Brauerei.
Wer braute am 5. Oktober 1842 den ersten Sud nach Pilsner Brauart?
Öffentlich ausgeschenkt wurde der Sud erstmals am 11. November 1842 – der Beginn des weltweiten Siegeszugs der Spezialität, die als Original Pilsner Urquell vertrieben wird.
Welche belgische Bierspezialität wird spontan vergoren?
Gebraut wird die Spezialität mit Weizen und Gerstenmalz; bei der Spontangärung wirken die örtlichen Hefen und Milchsäurebakterien aus der Luft über dem offenen Gärbottich.
Wofür übernahmen Mönche im 17. Jahrhundert den Begriff „Flüssiges Brot“?
Die Logik dahinter: Flüssige Nahrung bricht das Fasten nicht. Unterernährte Wöchnerinnen bekamen damals sogar alkoholfreies „Heil-Bier“ auf Rezept.
Ab welcher Stammwürze gilt ein Bier in Deutschland als Starkbier?
Die Bierverordnung kennt vier Gruppen: Bier mit niedrigem Stammwürzegehalt unter 7 %, Schankbier, Vollbier und ganz oben das Starkbier.
In welchem heutigen Land lag der älteste bekannte Braubetrieb der Natufien-Kultur?
Der Fund in der Rakefet-Höhle ist rund 13.000 Jahre alt – Bier gibt es damit praktisch so lange, wie es Ackerbau gibt.
Womit wird belgisches Witbier meist gewürzt?
Witbier, auch Witte genannt, ist vor allem in Belgien und den Niederlanden verbreitet und wird obergärig mit Weizenmalz gebraut; dazu kommt traditionell Grut.
Welche Zutat enthielt die keltische cervisia neben Weizen?
Die cervisia war das Getränk der wohlhabenderen Bevölkerung; das einfache Volk trank eher korma oder curma, ein schlichtes Gerstenbier. Vom Namen leitet sich das spanische Wort cerveza ab.
Mit welchem Gerät wird der Stammwürzegehalt eines Bieres bestimmt?
Angegeben wird der Wert in Gewichtsprozent; der Alkoholgehalt wird im Brauverfahren ebenfalls in Massenprozent bestimmt, auf Etiketten aber in Volumenprozent ausgewiesen.
Unter welchem Namen ist der Weizenradler, also Weizenbier mit Zitronenlimonade, auch bekannt?
Weizenbier mit Cola heißt Colaweizen, mit Bananennektar Bananenweizen; die Goaß kombiniert Weizen mit Cola oder Spezi und Kirschlikör oder Weinbrand.
Wo gründete Herzog Maximilian I. 1607 das älteste noch bestehende Weiße Brauhaus?
Nachdem die Degenberger 1602 im Mannesstamm ausgestorben waren, fiel das Weizenbierprivileg an den Herzog zurück – das Monopol wurde zu einer Hauptquelle der bayerischen Staatseinnahmen.
Wer braute 1841 in Schwechat bereits untergäriges Lagerbier?
Mit dem Schwechater Lagerbier wurde Österreich zu einem der bedeutendsten Bierexportländer; bei der Weltausstellung Paris 1867 räumten die österreichischen Brauer zahlreiche Preise ab.
Welche Erfindung Adolf Ignaz Mautners veränderte das Brauen in Österreich schlagartig?
Mautner entwickelte auch Kühlhäuser nach dem „System Mautner“, in denen Bier bei niedrigen Temperaturen lagern konnte – so setzte sich die untergärige Brauweise bald durch.
Welches Adelsgeschlecht erhielt 1548 das Privileg, nördlich der Donau Weizenbier zu sieden?
Herzog Wilhelm IV. wollte so das Geschlecht enger an sich binden, denn die Landeshoheit über dessen Gebiet war umstritten; als Gegenleistung waren jährliche Zahlungen fällig.
Wie hoch lag der Marktanteil alkoholfreier Biere in Deutschland 2009?
Bis 2025 stieg der Anteil auf über 10 % – ein klarer Trend, während der Absatz alkoholhaltigen Biers in Deutschland seit Jahren zurückgeht.
Welcher bayerische Kurfürst hob 1798 das Weizenbiermonopol auf?
Im 18. Jahrhundert war der Marktanteil des Weizenbiers stetig gesunken; danach konnte jeder gegen eine Ablösung und jährliche Zahlungen das Recht zum Weizenbierbrauen erwerben.
Wie viel Bier stand babylonischen Hohepriestern nach dem Codex Hammurapi täglich zu?
Den Hofdamen des Königs standen immerhin noch drei Liter zu, jedem Tempelarbeiter fünf Brote und zwei Krüge Bier – auf diese Zeit geht die Tradition des Haustrunks zurück.
Seit welchem Jahr braut die Brauerei Hofstetten in Oberösterreich gewerblich Bier?
Im weiteren Mittelalter entstanden in Österreich zahlreiche Klosterbrauereien, die erst im 15. und 16. Jahrhundert von Hausbrauereien zurückgedrängt wurden.
Wer erwarb 1872 vom Hofbräuamt das Weizenbierbraurecht des Hofbräuhauses in München?
Er war von 1855 bis 1873 der letzte Pächter des Weißen Hofbräuhauses und gründete mit dem erworbenen Recht eine eigene Weizenbierbrauerei in München.
Welcher Stoff sorgt im Weizenbier für den leichten Geschmack nach Banane?
Eine wärmere Reifung begünstigt die Esterbildung, mit steigender Temperatur und Warmlagerdauer wächst allerdings auch die Gefahr der Hefe-Autolyse.
Welche Säure in der „Speise“ fördert beim Weizenbier die an Gewürznelken erinnernde Note?
Die „Speise“ aus Vorder- oder Ausschlagwürze oder Kräusen wird dem Jungbier zugesetzt, damit es in der Flasche genügend Kohlensäure bildet und schneller reift.
Welche Hefe spielt beim Entstehen der Geschmacksstoffe im Weizenbier eine wichtige Rolle?
Obergärige Hefe fördert eher die Bildung von Aromastoffen, untergärige bildet weniger Gärungsnebenprodukte; am Ende der Reifung setzen sich beide durch den Flaschendruck am Boden ab.