Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Bier gibt es praktisch so lange wie den Ackerbau: Der älteste bekannte Braubetrieb ist rund 13.000 Jahre alt, und schon der Codex Hammurapi regelte, wer wie viel davon bekam. Heute ist Bier in Deutschland und Österreich das meistgetrunkene alkoholische Getränk. Dieses Quiz führt vom Maischen über die Gärung bis zur Biergattung, von den Kelten über Josef Groll bis zum bayerischen Weizenbiermonopol – mit Zahlen, Namen und Kuriositäten aus der Welt des Brauens. Einige Fragen sind leicht, andere fordern auch Bierkenner heraus. Prost!
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welches Mischgetränk ist in Deutschland mit über 40 Prozent Anteil das absatzstärkste?
Radler
Biermischgetränke bestehen meist zu mindestens 50 % aus Bier; lange wurden sie erst im Lokal gemischt, heute kommen sie zunehmend als Fertigprodukt in den Handel.
Q 02Wie wird Weizenbier vermarktet, bei dem die Hefe vor der Abfüllung entfernt wurde?
Kristall-Weizen
Dieser zusätzliche Schritt wurde in den 1920er Jahren in Baden-Württemberg eingeführt; solche Biere sind meist von sehr heller Färbung.
Q 03Mit welchem Schritt beginnt der eigentliche Brauprozess nach dem Schroten des Malzes?
Maischen
Dabei kommt das geschrotete Malz in erwärmtes Wasser und wird unter ständigem Rühren auf bis zu etwa 75 °C erhitzt, damit Enzyme die Stärke in Malzzucker umsetzen.
Q 04Welches dieser Biere wird mit obergäriger Hefe gebraut?
Kölsch
Neben ober- und untergärigen Bieren gibt es spontangärige, bei denen die Hefe nicht gezielt zugesetzt wird, sondern aus der Luft über dem offenen Gärbottich stammt.
Q 05Bis zu welchem Restalkohol gilt Bier gesetzlich noch als „alkoholfrei“?
0,5 Vol.-%
Viele Fruchtsäfte oder Kefir enthalten durch natürliche Gärprozesse vergleichbare Alkoholmengen; für Alkoholkranke gilt alkoholfreies Bier aus psychologischen Gründen dennoch als nicht unbedenklich.
Q 06Wann wird seit 2008 der Internationale Tag des Bieres gefeiert?
Am ersten Freitag im August
Die Schweiz hat seit dem 19. April 2012 zusätzlich ihren eigenen Tag des Schweizer Bieres.
Q 07Welche Speise mit Bier war bis ins 19. Jahrhundert ein beliebtes Frühstück?
Biersuppe
Bier galt früher sogar als Kindergetränk: Es hatte wenig Alkohol und war durch das Kochen der Würze weitgehend keimfrei – anders als das damalige Trinkwasser.
Q 08Aus welchem Land stammt das älteste überlieferte Bierrezept?
China
Das Rezept ist rund 5000 Jahre alt. Frühe Nachweise für Bier gibt es außerdem aus Mesopotamien, wo halbfertig gebackenes Brot mit Wasser vergoren wurde.
Q 09Welche Fracht beförderte die Ludwigseisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth als erste?
Zwei Fässer Bier
Gezogen wurde der Wagen der Dritten Klasse nicht vom berühmten Adler, sondern frühmorgens von einem Ackergaul; der Mythos vom Adler-Tender stammt aus dem Marketing der Lederer-Brauerei.
Q 10Wer braute am 5. Oktober 1842 den ersten Sud nach Pilsner Brauart?
Josef Groll
Öffentlich ausgeschenkt wurde der Sud erstmals am 11. November 1842 – der Beginn des weltweiten Siegeszugs der Spezialität, die als Original Pilsner Urquell vertrieben wird.
Q 11Welche belgische Bierspezialität wird spontan vergoren?
Lambic
Gebraut wird die Spezialität mit Weizen und Gerstenmalz; bei der Spontangärung wirken die örtlichen Hefen und Milchsäurebakterien aus der Luft über dem offenen Gärbottich.
Q 12Wofür übernahmen Mönche im 17. Jahrhundert den Begriff „Flüssiges Brot“?
Für ihr Fastenbier
Die Logik dahinter: Flüssige Nahrung bricht das Fasten nicht. Unterernährte Wöchnerinnen bekamen damals sogar alkoholfreies „Heil-Bier“ auf Rezept.
Q 13Ab welcher Stammwürze gilt ein Bier in Deutschland als Starkbier?
16 %
Die Bierverordnung kennt vier Gruppen: Bier mit niedrigem Stammwürzegehalt unter 7 %, Schankbier, Vollbier und ganz oben das Starkbier.
Q 21Welche Erfindung Adolf Ignaz Mautners veränderte das Brauen in Österreich schlagartig?
Presshefe
Mautner entwickelte auch Kühlhäuser nach dem „System Mautner“, in denen Bier bei niedrigen Temperaturen lagern konnte – so setzte sich die untergärige Brauweise bald durch.
Q 22Welches Adelsgeschlecht erhielt 1548 das Privileg, nördlich der Donau Weizenbier zu sieden?
Die Degenberger
Herzog Wilhelm IV. wollte so das Geschlecht enger an sich binden, denn die Landeshoheit über dessen Gebiet war umstritten; als Gegenleistung waren jährliche Zahlungen fällig.
Q 23Wie hoch lag der Marktanteil alkoholfreier Biere in Deutschland 2009?
3,5 %
Q 14In welchem heutigen Land lag der älteste bekannte Braubetrieb der Natufien-Kultur?
Israel
Der Fund in der Rakefet-Höhle ist rund 13.000 Jahre alt – Bier gibt es damit praktisch so lange, wie es Ackerbau gibt.
Q 15Womit wird belgisches Witbier meist gewürzt?
Koriander und Orangenschalen
Witbier, auch Witte genannt, ist vor allem in Belgien und den Niederlanden verbreitet und wird obergärig mit Weizenmalz gebraut; dazu kommt traditionell Grut.
Q 16Welche Zutat enthielt die keltische cervisia neben Weizen?
Honig
Die cervisia war das Getränk der wohlhabenderen Bevölkerung; das einfache Volk trank eher korma oder curma, ein schlichtes Gerstenbier. Vom Namen leitet sich das spanische Wort cerveza ab.
Q 17Mit welchem Gerät wird der Stammwürzegehalt eines Bieres bestimmt?
Bierspindel
Angegeben wird der Wert in Gewichtsprozent; der Alkoholgehalt wird im Brauverfahren ebenfalls in Massenprozent bestimmt, auf Etiketten aber in Volumenprozent ausgewiesen.
Q 18Unter welchem Namen ist der Weizenradler, also Weizenbier mit Zitronenlimonade, auch bekannt?
Russ
Weizenbier mit Cola heißt Colaweizen, mit Bananennektar Bananenweizen; die Goaß kombiniert Weizen mit Cola oder Spezi und Kirschlikör oder Weinbrand.
Q 19Wo gründete Herzog Maximilian I. 1607 das älteste noch bestehende Weiße Brauhaus?
Kelheim
Nachdem die Degenberger 1602 im Mannesstamm ausgestorben waren, fiel das Weizenbierprivileg an den Herzog zurück – das Monopol wurde zu einer Hauptquelle der bayerischen Staatseinnahmen.
Q 20Wer braute 1841 in Schwechat bereits untergäriges Lagerbier?
Anton Dreher
Mit dem Schwechater Lagerbier wurde Österreich zu einem der bedeutendsten Bierexportländer; bei der Weltausstellung Paris 1867 räumten die österreichischen Brauer zahlreiche Preise ab.
Bis 2025 stieg der Anteil auf über 10 % – ein klarer Trend, während der Absatz alkoholhaltigen Biers in Deutschland seit Jahren zurückgeht.
Q 24Welcher bayerische Kurfürst hob 1798 das Weizenbiermonopol auf?
Karl Theodor
Im 18. Jahrhundert war der Marktanteil des Weizenbiers stetig gesunken; danach konnte jeder gegen eine Ablösung und jährliche Zahlungen das Recht zum Weizenbierbrauen erwerben.
Q 25Wie viel Bier stand babylonischen Hohepriestern nach dem Codex Hammurapi täglich zu?
Rund fünf Liter
Den Hofdamen des Königs standen immerhin noch drei Liter zu, jedem Tempelarbeiter fünf Brote und zwei Krüge Bier – auf diese Zeit geht die Tradition des Haustrunks zurück.
Q 26Seit welchem Jahr braut die Brauerei Hofstetten in Oberösterreich gewerblich Bier?
1229
Im weiteren Mittelalter entstanden in Österreich zahlreiche Klosterbrauereien, die erst im 15. und 16. Jahrhundert von Hausbrauereien zurückgedrängt wurden.
Q 27Wer erwarb 1872 vom Hofbräuamt das Weizenbierbraurecht des Hofbräuhauses in München?
Georg Schneider
Er war von 1855 bis 1873 der letzte Pächter des Weißen Hofbräuhauses und gründete mit dem erworbenen Recht eine eigene Weizenbierbrauerei in München.
Q 28Welcher Stoff sorgt im Weizenbier für den leichten Geschmack nach Banane?
Isoamylacetat
Eine wärmere Reifung begünstigt die Esterbildung, mit steigender Temperatur und Warmlagerdauer wächst allerdings auch die Gefahr der Hefe-Autolyse.
Q 29Welche Säure in der „Speise“ fördert beim Weizenbier die an Gewürznelken erinnernde Note?
Ferulasäure
Die „Speise“ aus Vorder- oder Ausschlagwürze oder Kräusen wird dem Jungbier zugesetzt, damit es in der Flasche genügend Kohlensäure bildet und schneller reift.
Q 30Welche Hefe spielt beim Entstehen der Geschmacksstoffe im Weizenbier eine wichtige Rolle?
Torulaspora delbrueckii
Obergärige Hefe fördert eher die Bildung von Aromastoffen, untergärige bildet weniger Gärungsnebenprodukte; am Ende der Reifung setzen sich beide durch den Flaschendruck am Boden ab.