30 spannende Fakten über Etymologie
Erst etwas Neues lernen, dann im Quiz testen.
Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Alles gewusst? Beweis es.
Quiz mit 36 Fragen spielenAus welcher Sprache stammt das Fremdwort „Etymologie“?
Im umfassenderen Sinn bedeutet das Wort so viel wie „Erklärung der einem Wort innewohnenden Wahrheit“.
Welcher deutsche Begriff wird als Synonym für Etymologie verwendet?
Die Disziplin gehört zur historischen Sprachwissenschaft; ihre Ergebnisse werden in etymologischen Wörterbüchern gesammelt und auch in Lexika anderer Art aufgenommen.
Aus welcher Sprache stammt das Wort „robota“, auf das „Roboter“ zurückgeht?
Im Spätmittelhochdeutschen gab es mit robāter oder robatter einen ganz ähnlichen Begriff für einen zur Fronarbeit verpflichteten Arbeiter.
Mit welchem deutschen Wort ist „Roboter“ über die indogermanische Wurzel verwandt?
Die rekonstruierte Wurzel *h₃órbʰos bezeichnete so Verschiedenes wie Waise, Diener, Sklave oder Arbeiter.
In welchem Theaterstück Karel Čapeks trat das Wort „Roboter“ erstmals auf?
Das Stück gilt als Beispiel für die Wechselwirkung zwischen Fiktion und realem technischen Fortschritt; Roboter sind seither ein Dauerthema der Science-Fiction.
In welchem Dialog Platons geht es eingehend um die Richtigkeit der Namen?
Platon lässt dort die These, Wörter hätten ihre Bedeutung von Natur aus, gegen die Auffassung antreten, sie beruhe auf willkürlicher Festlegung durch den Menschen.
Was bedeutet der Bestandteil „étymos“ des griechischen Wortes „etymología“?
Der zweite Bestandteil ist logos, hier im Sinne von „Wort“. Die Verbindung beider Teile ist im Griechischen seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. belegt.
Welche beiden Kulturen mit langer Schrifttradition befassten sich früh mit Etymologie?
Die Beschäftigung mit dem Ursprung der Wörter sollte dort unter anderem ein tieferes Verständnis überlieferter Texte ermöglichen.
Welcher Philosoph fragte um 500 v. Chr., ob ein Name die Wahrheit einer Sache widerspiegelt?
Die antike Etymologie arbeitete ohne verlässliche Methodik; viele ihrer Herleitungen gelten heute als Pseudetymologien.
Welchen Kurztitel trägt das enzyklopädische Hauptwerk des Isidor von Sevilla?
Der vollständige Titel lautet „Etymologiarum sive originum libri“, zu Deutsch „Etymologien oder Ursprünge“; viele der Herleitungen darin gelten heute als zweifelhaft.
Auf welchen Sprachwissenschaftler beruft sich die Linguistik beim Prinzip der Arbitrarität?
Nach dieser Auffassung ist das Verhältnis zwischen Form und Bedeutung eines Zeichens willkürlich und nur durch gesellschaftliche Konvention bedingt.
Was leitet die historische Linguistik aus wiederkehrenden Erscheinungen des Sprachwandels ab?
Diese Regeln erleichtern es, die Veränderungen eines Wortes im Verlauf der Geschichte zu verfolgen; Namen bilden dabei ein eigenes Forschungsgebiet.
Wer betrieb die Etymologie in der Antike neben den Philosophen vornehmlich?
Ihre Herleitungen beruhten auf vagen Analogien in Klang oder Schriftbild und halten einer Prüfung durch die moderne Sprachwissenschaft meist nicht stand.
Von welchem lateinischen Verb leitet sich das Wort „Dichten“ tatsächlich ab?
Solche Volksetymologien spielen bis heute außerhalb der Wissenschaft eine Rolle und werden nicht selten sogar als Argument eingesetzt.
Auf welche Nachbarwissenschaft werden etymologische Ergebnisse ebenfalls übertragen?
Sprachgeschichtliche Verhältnisse liefern dort etwa Anhaltspunkte für die Rekonstruktion frühzeitlicher Wanderungsbewegungen.
Wann erreichte die „wahrheitssuchende Etymologie“ mit Isidor von Sevilla ihren Höhepunkt?
Isidor nutzte Etymologien, um Dinge verständlich zu erklären – historisch gesehen sind viele davon zu bezweifeln.
Wie heißt das rhetorische Argument, das sich auf die vermutete Herkunft eines Wortes beruft?
Der Hinweis auf die ursprüngliche Bedeutung soll der eigenen Argumentation einen objektiven sprachlichen Sachverhalt unterlegen und sie überzeugender machen.
Welcher Literat prägte die Bezeichnung „robot“, die sein Bruder Karel im Theater verwendete?
Der Dramatiker selbst hatte für seine menschenähnlichen Kunstgeschöpfe zunächst einen anderen Namen vorgesehen – sie könnten heute als Androiden gelten.
Welche Eigenschaft vieler sprachlicher Aspekte hebt die Natürlichkeitstheorie hervor?
Die Natürlichkeitstheorie ergänzt damit die Lehre von der Arbitrarität: Zeichen sind demnach nicht ausschließlich willkürlich.
Bei welchem Römer ist die lateinische Entlehnung „etymologus“ schon früh belegt?
Die lateinische Form ist so alt wie der griechische Erstbeleg aus dem 1. Jahrhundert v. Chr.; Isidor von Sevilla machte den Begriff später zum Titel seiner Enzyklopädie.
In welchem Zeitraum erschien die Fachzeitschrift „Studia Etymologica Cracoviensia“?
Das mehrsprachige Fachblatt befasste sich ausschließlich mit etymologischen Themen; heute ist es nur noch im Internet Archive zugänglich.
Welchen lateinischen Begriff verwendet Petrus Helie für die etymologische Wortbedeutung?
Wer etymologisiert, zeigt nach Petrus Helie den „wahren, d. h. den ersten Ursprung des Worts“ an – ganz in der Tradition der wahrheitssuchenden Etymologie.
Wer verfasste nach Diogenes Laertios schon im 3. Jahrhundert v. Chr. etymologische Schriften?
Seine Werke „Über etymologische Themen“ und „Etymologisches“ sind nur durch das spätere Zeugnis des Diogenes Laertios bekannt.
Wie heißt Wiard Ravelings 2024 erschienene Einführung in die Etymologie für Laien?
Das Buch erschien im res publica Wissenschaftsverlag in Eberswalde und richtet sich ausdrücklich an interessierte Laien.
Welches Motiv der Prager jüdischen Mystik griff Čapek mit seinen künstlichen Menschen auf?
Seine Kunstgeschöpfe könnten als Androiden, also künstliche Menschen, bezeichnet werden.
Welche Wortgruppe bildet in der Etymologie ein besonderes Forschungsgebiet?
Personennamen, Pflanzennamen und Flurnamen gehören dazu.
Was bedeutet der linguistische Fachbegriff „arbiträr“?
Für sich genommen hat ein Wort demnach keine Bedeutung außer der, die sich aus der üblichen Verwendung in der Gegenwart ergibt.
Mit welchem Fachwort wird die sprachgeschichtliche Ausrichtung der Etymologie bezeichnet?
Die Ergebnisse landen in etymologischen Wörterbüchern und als Zusatzinformation auch in Lexika anderer Art.
Welches Produkt von Otto Berning & Co. war 1934 eines der ersten mit der Bezeichnung Robot?
Ursprünglich wurde das Wort nur für humanoide Roboter verwendet, später fast beliebig für verschiedene Geräte.
Wer verfasste das Lexikon „Täuschende Wörter“ über Volksetymologien?
Das Bändchen erschien 2004 bei Philipp Reclam jun. in Stuttgart.
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