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30 Fakten

30 spannende Fakten über Mythos und Mythenforschung

Erst etwas Neues lernen, dann im Quiz testen.

Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.

Alles gewusst? Beweis es.

Quiz mit 30 Fragen spielen
1

Wie heißt das Ensemble aller Mythen eines Volkes oder einer Religion?

Das griechische μυθολογία bedeutet „Sagendichtung“; man spricht etwa von der Mythologie der Griechen, der Römer oder der Germanen.

2

Aus welcher Sprache stammt das Wort „Mythos“ ursprünglich?

Das griechische μῦθος bedeutete ursprünglich „Laut, Wort, Rede, Erzählung“; bis ins 19. Jahrhundert war daneben die Verdeutschung „die Mythe“ gebräuchlich.

3

Welcher Begriff steht bei den Sophisten im Gegensatz zum Mythos?

Kritik am Wahrheitsanspruch der Mythen gab es schon bei den Vorsokratikern, etwa bei Xenophanes um 500 v. Chr.

4

Unter welchem Namen kennt man den Affenkönig Sun Wukong in Japan?

So heißt auch die Hauptfigur der „Dragon Ball“-Mangas und -Animes; in Korea nennt man den Affenkönig dagegen Son Ogong.

5

Worin sah C. G. Jung den Mythos gespiegelt?

Archetypen sind für Jung zeitlose, in verschiedenen Kulturen übereinstimmende Muster; Mythen sind deren bewusste, „sekundäre“ Elaborationen.

6

Welches Videospiel zum Roman um den Affenkönig erschien im August 2024?

Anspielungen auf den Affenkönig finden sich auch in League of Legends, Dota 2 und Smite sowie in Mangas wie Naruto und One Piece.

7

In welchem klassischen chinesischen Roman ist Sun Wukong der König der Affen?

Der Roman rankt sich um die historische Pilgerfahrt des Mönchs Xuanzang, der im 7. Jahrhundert nach Indien zog, um buddhistische Schriften zu holen.

8

Wie lange hält Buddha den Affenkönig Sun Wukong unter einem Berg gefangen?

Zuvor hatte der Affenkönig allein die Armeen des Jadekaisers besiegt und diesen gezwungen, ihn zu einem himmlischen Gott zu machen.

9

Welches finnische Werk steht für die Sammlung nationaler Mythen in der Nationalromantik?

Das estnische Gegenstück Kalevipoeg gilt als Fiktion, der angeblich keltische Ossian-Mythos gar als Fälschung.

10

Auf wie viele verschiedene Weisen kann sich der Affenkönig Sun Wukong verwandeln?

Bei daoistischen Meistern lernt der Affenkönig auch das Kämpfen und das hohe Springen; dazu erlangt er einen Stab, der seine Größe beliebig ändern kann.

11

Wer gilt laut Samuel Salzborn als gründungsmythische Referenzgestalt Europas?

Humanisten stritten einst darüber, ob Karl ein Deutscher oder ein Franzose gewesen sei – für Salzborn ein Beispiel für politische Mythen als symbolisches Konfliktmanagement.

12

Wie nennt man Mythen, die Entstehung und Gestalt der Welt erklären?

Anthropogene Mythen handeln dagegen von der Erschaffung des Menschen; bei komplexen Mythensystemen sind solche Abgrenzungen schwer zu treffen.

13

In welchem Jahr erschien Albert Camus’ Essay „Der Mythos des Sisyphos“?

Camus deutet Sisyphos als potenziell selbstbestimmten, glücklichen Menschen: In der Sinnlosigkeit seiner Arbeit zeige sich Freiheit eher als in Ergebenheit.

14

Um welches Jahr entstand Hesiods „Theogonie“?

Die Vermenschlichung der Götter war darin schon so weit fortgeschritten, dass Xenophanes und Hekataios von Milet die Göttergeschichten für lächerliche Erfindungen hielten.

15

Bei welchem Philosophen verengte sich „Mythos“ auf den griechischen Götter- und Heldenmythos?

Er verstand Mythos als Nachahmung von Handlung, sah seinen Text als Gebrauchsanleitung für Dichter und den Mythos als Merkmal einer gelungenen Tragödie.

16

Welchen Kult in Australien untersuchte Émile Durkheim für seine Mythosforschung?

Kern des Religiösen ist für Durkheim die Trennung zweier Sphären, des Heiligen und des Profanen; in der Moderne trete die Gesellschaft an die Stelle der Religion.

17

In welchem Jahr erschien Nietzsches „Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik“?

Nietzsche nannte den Mythos eine „Abbreviatur der Erscheinung“ und sah im Unbehagen der Moderne den Ausdruck eines Mythosverlusts.

18

In wie viele Funktionsklassen gliedert Georges Dumézil die Mythen der Indoeuropäer?

Priester, Krieger und Bauern – die Dreiteilung passt allerdings nicht zur nordischen Mythologie, die keine Priester, dafür aber Sklaven kennt.

19

Welcher antike Denker führte die Göttermythen auf vergöttlichte Könige zurück?

Das Muster kannte die Antike aus der Praxis: Im hellenistischen und später im römischen Herrscherkult wurden Herrscher tatsächlich vergöttlicht.

20

Was symbolisiert Sun Wukong auf der philosophischen Ebene des Romans?

Anfangs egoistisch und genusssüchtig gleicht er den Dämonen, die er später bekämpft – am Ende wird er selbst zum Buddha.

21

Wie heißt das vierbändige Hauptwerk von Claude Lévi-Strauss aus den Jahren 1964 bis 1971?

Lévi-Strauss zufolge ordnet das „wilde Denken“ die Welt in Gegensatzpaaren – etwa Himmel und Erde oder wilde und gezähmte Tiere – ähnlich modernen Systematiken.

22

In welchem Dialog schuf Platon einen Mythos von der Entstehung der Welt?

Wesentliche Aspekte dieser Kosmogonie wurden über den Neuplatonismus bis hin zu Georg Friedrich Creuzer rezipiert.

23

Wer beschrieb den Mythos als eigene „Denkform“ neben Sprache, Kunst und Wissenschaft?

Für Cassirer kennt mythisches Denken keine scharfe Trennung zwischen Traum und Wacherlebnis oder zwischen Leben und Tod – alles hat „Dingcharakter“.

24

Welcher Ethnologe wollte 1914 neben „Mythos“ auch die Gattungsbegriffe der Erzähler nutzen?

Er erforschte die Mythen der indigenen Völker Nord- und Südamerikas und sah in ihnen einen Kulturspiegel, dessen Geschichten über weite Räume wandern.

25

Wie viele Jahre dauerte die Indienreise des Mönchs Xuanzang im 7. Jahrhundert?

Sein ausführlicher Reisebericht gilt bis heute als eines der wichtigsten historischen Zeugnisse vom Leben in jener frühen Zeit.

26

Wie definierte Thomas Mann 1928 das Wesen des Mythos?

Für Mann war der Mythos „vorbewusst“ und „Lebensgründung“: das zeitlose Schema, in das das Leben eingeht, indem es aus dem Unbewussten seine Züge reproduziert.

27

Wer begriff die antiken Mythen als Erster als ernstzunehmende kulturelle Konstrukte?

Für ihn war der Mythos die „wahre und strenge Geschichte der Sitten bei den ältesten Völkern Griechenlands“ und integraler Bestandteil der Kultur.

28

Von wem wurde Europa nach der Deutung des Palaiphatos entführt?

Palaiphatos führte die griechischen Mythen auf historische Ereignisse zurück und verfiel dabei in rationalistische Spekulationen – der „Stier“ wurde so zum Menschen.

29

Aus welchem Sanskrit-Wort leitete Friedrich Max Müller die Namen Zeus und Jupiter ab?

Müller lehrte in Oxford; er hielt Mythen für vorwissenschaftliche Naturerklärungen, die durch sprachliche Verzerrung ihre personifizierte Form erhielten.

30

Welcher spätantike Philosoph unterschied zwischen poetischen und philosophischen Mythen?

Die poetischen Mythen Homers und Hesiods hielt er für absurd und anstößig, obwohl er das Christentum ablehnte – er suchte ihre verborgene allegorische Wahrheit.

Kennst du dich mit Mythos und Mythenforschung aus?

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30 Fakten über Mythos und Mythenforschung