Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Insulin ist das einzige Hormon, das den Blutzuckerspiegel senken kann. Es entsteht im Pankreas und ist für alle Wirbeltiere lebenswichtig. Dieses Quiz fragt nach der Wirkung im Körper, nach Bildung, Speicherung und Abbau des Hormons und nach den Forschern, die es entdeckt und entschlüsselt haben. Dazu kommen Fragen zur Insulintherapie: Pen, Pumpe, Therapieformen und die Geschichte der Behandlung des Diabetes mellitus.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01In welchem Organ des Menschen wird das Hormon Insulin gebildet?
Bauchspeicheldrüse
Gebildet wird es dort in den β-Zellen; die genetische Information dafür liegt auf nur einem einzigen Genort.
Q 02Welche Verabreichungsart von Insulin ist die häufigste und älteste?
Injektion unter die Haut
Dafür gibt es kurz-, mittel- und langwirkende Humaninsuline und Insulinanaloga. Inhalierbare Präparate konnten sich auf dem Markt nicht behaupten.
Q 03Was bedeutet das lateinische Wort „insula“, von dem sich der Name Insulin ableitet?
Insel
Gemeint sind die Zellgruppen, in denen das Hormon entsteht. Bekannt ist es seit 1921.
Q 04Welches Hormon gilt als Gegenspieler des Insulins und erhöht den Blutzuckerspiegel?
Glucagon
Beide Hormone bilden einen Regelkreis und werden abhängig von der Blutzuckerkonzentration ausgeschüttet. Auch Adrenalin und Kortisol lassen den Blutzucker steigen.
Q 05In welcher Form speichern Leber- und Muskelzellen die aus dem Blut aufgenommene Glucose?
Glycogen
Durch die Speicherung sinkt die Glucosekonzentration im Blut. Die Leberzellen nehmen den Zucker dabei unabhängig von Insulin über den Transporter GLUT2 auf.
Q 06Warum ist Insulin unwirksam, wenn man es als Tablette schluckt?
Enzyme im Magen-Darm-Trakt bauen es ab
Geforscht wird daran, Insuline in Nanopartikel zu verkapseln, damit sie unverdaut in den Blutkreislauf gelangen.
Q 07Welche unerwünschte Nebenwirkung hat die Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes häufig?
Gewichtszunahme
Das höhere Körpergewicht kann wiederum die Insulinresistenz verstärken. Deshalb soll die nötige Insulindosis so niedrig wie möglich gehalten werden.
Q 08Welcher Mediziner entdeckte 1869 besondere Zellgruppen im Gewebe des Pankreas?
Paul Langerhans
Dass diese Zellen ein Hormon bilden, wurde erst rund 20 Jahre später vermutet. Sie tragen bis heute seinen Namen.
Q 09In welchem Jahr führte Frederick Banting die erste Insulintherapie an einem Diabetiker durch?
1922
Behandelt wurde ein Mensch mit Diabetes mellitus Typ 1. Im selben Jahr begann in Kanada auch die industrielle Herstellung des Hormons.
Q 10Durch welchen Vorgang gelangt Insulin aus der β-Zelle ins Blut?
Exozytose
Dabei verschmelzen die insulinhaltigen Vesikel mit der Zellmembran, und die gespeicherten Hexamere werden aufgetrennt.
Q 11Mit wem teilte sich Frederick Banting 1923 den Nobelpreis für die Entdeckung des Insulins?
John Macleod
Ausgezeichnet wurden beide mit dem Preis für Physiologie oder Medizin – nur zwei Jahre nach der Isolierung des Hormons.
Q 12Zur Behandlung welcher Krankheit wird Insulin als Nasenspray untersucht?
Alzheimer-Krankheit
Als Nasenspray gelangt das Hormon in direkten Kontakt mit dem ZNS, also mit Gehirn und Rückenmark.
Q 13Welche Phase kann bei Typ-1-Diabetikern nach Beginn einer Insulintherapie auftreten?
Honeymoon-Phase
Der englische Name bedeutet Flitterwochen: Das Pankreas produziert vorübergehend wieder mehr eigenes Insulin, sodass weniger zugeführt werden muss.
Q 21In welcher Form ist Insulin im Körper tatsächlich wirksam?
Einzelmolekül
Bei schnellwirkenden Präparaten ist ein zu langsamer Zerfall der Molekülverbände deshalb unerwünscht; man sucht nach Wegen, ihn zu beschleunigen.
Q 22Aus welchem Land stammte Hans Christian Hagedorn, der 1936 das NPH-Insulin entwickelte?
Dänemark
Er kombinierte Protamin mit Schweine-Insulin zum ersten langwirkenden Präparat. Die Abkürzung steht für Neutral Protamine Hagedorn.
Q 23Wie heißt das erste schnellwirkende Insulinanalogon, das 1996 auf den Markt kam?
Lispro
Sein Handelsname ist Humalog. Das erste langwirksame Analogon folgte im Jahr 2000 mit Insulin glargin, das erste Insulin-Biosimilar 2015.
Q 14Welche Bindungen verknüpfen die A-Kette und die B-Kette des Insulinmoleküls?
Disulfidbrücken
Das Enzym Insulinase spaltet sie in Leber und Niere auf; das Hormon zerfällt dann in zwei Teile und wird wirkungslos.
Q 15Welches Metall bindet Insulinmoleküle in der β-Zelle zu stabilen Speicherkomplexen?
Zink
Die Moleküle lagern sich dabei zu Hexameren zusammen. Langwirkende Präparate verstärken diese Bindung gezielt, um die Wirkdauer zu verlängern.
Q 16Bei welchen Tieren lösten Minkowski und von Mering 1889 durch Pankreasentfernung Diabetes aus?
Hunden
Kurz darauf vermutete man, dass bestimmte Zellgruppen des Pankreas ein Hormon bilden.
Q 17Welche Zellen nehmen wie die roten Blutkörperchen Glucose unabhängig von Insulin auf?
Nervenzellen
Bei hohem Insulinspiegel nehmen die insulinabhängigen Zellen mehr Glucose auf, sodass für die übrigen weniger bleibt.
Q 18Wie nannten Frederick Banting und Charles Best das von ihnen isolierte Insulin?
Isletin
Gewonnen hatten sie es aus dem Pankreas tierischer Feten. Schon zwei Jahre später erhielt Banting für die Entdeckung den Nobelpreis.
Q 19Wie lang ist die biologische Halbwertszeit eines Insulinmoleküls im Blutkreislauf etwa?
fünf Minuten
Die kurze Zeitspanne zeigt, wie schnell der gesunde Körper den Zuckerstoffwechsel steuert – ein Tempo, das die Diabetesbehandlung praktisch nicht erreicht.
Q 20Mit welcher Methode bestimmte Nobelpreisträgerin Dorothy Hodgkin den Aufbau des Insulins?
Röntgenstrukturanalyse
Mit demselben Verfahren bestimmte sie auch den Aufbau von Vitamin B12 und erhielt dafür den Nobelpreis für Chemie.
Q 24Auf welchem Chromosom des Menschen liegt das Gen für Insulin?
11
Die Information liegt auf einem einzigen Genlocus im kurzen Arm; das Gen umfasst ungefähr 300 Nukleotide.
Q 25Mit wie vielen Einheiten Insulin pro Tag wird der durchschnittliche Bedarf etwa berechnet?
40
Bei normaler Bewegung entfällt davon annähernd die Hälfte auf das Basalinsulin, die andere Hälfte auf das Insulin zu den Mahlzeiten.
Q 26In welchem Jahr tauchte der Begriff „Insulin“ erstmals auf?
1909
Der belgische Pathologe Jean de Meyer schlug den Namen für die damals noch unbekannte Substanz vor; wer ihn zuerst prägte, ist nicht eindeutig geklärt.
Q 27Aus wie vielen Aminosäuren besteht Präproinsulin, die erste Vorstufe des Insulins?
110
Es entsteht an Ribosomen auf dem rauen endoplasmatischen Retikulum. Nach der Faltung werden Signalpeptid und C-Peptid abgespalten.
Q 28Wie viel Prozent des Insulins scheidet die Niere noch intakt aus?
1,5
Der Rest wird in Leber und Niere inaktiviert oder nach der Aufnahme in die Zellen abgebaut; ausgeschieden werden vor allem die Abbauprodukte.
Q 29Wie heißt das Krankheitsbild, das durch missbräuchlich selbst gespritztes Insulin entsteht?
Hypoglycaemia factitia
Betroffene senken ihren Blutzuckerspiegel dabei absichtlich übermäßig ab.
Q 30Wie lange ist die Insulinsekretion nach einem Trauma in der Akutphase etwa unterdrückt?
12 bis 24 Stunden
Im Normalfall wird Insulin dagegen oszillierend abgegeben: alle drei bis sechs Minuten gelangt ein Schub in die Blutbahn.