Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Kampfkunst reicht von den Fechtbüchern des Mittelalters bis zu Karate, Arnis und Sumō. Hinter jedem System stecken Geschichte, Rituale und ein eigener Wortschatz. Dieses Quiz fragt nach den Ursprüngen des Karate auf Okinawa, nach Meistern wie Funakoshi Gichin und nach der Begrüßungsetikette im Dōjō. Dazu kommen Fragen zur Kampfkunst in Deutschland – von der ersten Jiu-Jitsu-Schule bis zum Karate in der DDR.
Alle 29 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Was bedeutet das japanische Wort „Karate“ wörtlich?
„leere Hand“
Lange Zeit war die Schreibweise 唐手 üblich, die „chinesische Hand“ oder „fremdländische Hand“ bedeutete und die chinesischen Wurzeln der Kunst verriet.
Q 02Aus welchem Land stammt der Haka, der als Einschüchterungstanz von Spielmannschaften dient?
Neuseeland
Kampfsysteme sind oft von rituellen Tänzen und Bewegungstheater beeinflusst – Kung Fu etwa ist ein fester Bestandteil der Peking-Oper.
Q 03Wie heißt das japanische Bogenschießen als Kampfkunst?
Kyūdō
Auch diese traditionelle Kampfkunst hat längst ein Wettkampfregelwerk entwickelt – ebenso wie das Karatedō und bestimmte Stilrichtungen des Aikidō.
Q 04Auf welchen römischen Gott geht der lateinische Begriff „Ars Martialis“ zurück?
Mars
Der Begriff lebt in vielen Sprachen fort: „Martial Arts“ im Englischen, „Arts Martiaux“ im Französischen und „Arti Marziali“ im Italienischen.
Q 05Welcher Karatestil ist in Deutschland mit Abstand am weitesten verbreitet?
Shōtōkan
Seit der Jahrtausendwende gibt es hierzulande zunehmend auch einzelne Dōjō, in denen Okinawa-Stile wie Matsubayashi-Ryū trainiert werden.
Q 06Welche Karate-Stilrichtung entwickelte Chōjun Miyagi?
Gōjū-Ryū
Miyagi war Schüler des Reformers Kanryo Higashionna, dessen Stil weiche, ausweichende Defensivtechniken mit harten, direkten Kontern verband.
Q 07Wer überredete Funakoshi Gichin, am Kōdōkan in Tōkyō zu bleiben und Karate zu lehren?
Kanō Jigorō
Funakoshi hatte seine Kunst 1922 bei einer nationalen Budō-Veranstaltung vorgestellt und wurde danach eingeladen, sie im Kōdōkan praktisch vorzuführen.
Q 08In welcher Stadt gründete Henry Plée 1954 das erste europäische Budō-Dōjō?
Paris
Von Frankreich aus kam Karate nach Deutschland: Jürgen Seydel lud Meister Murakami nach einem Lehrgang ein, auch hierzulande zu unterrichten.
Q 09In welcher Kampfkunst werden Rattanstöcke als Schlagwaffen eingesetzt?
Arnis
Systeme mit Waffen, die über die eigene Körperkraft hinaus verstärkt sind – etwa durch Motoren oder Pressluft –, zählen gemeinhin nicht mehr zur Kampfkunst.
Q 10Welcher Musiker trainierte während seiner Armeezeit im „Budokan Bad Homburg“?
Elvis Presley
Den Verein gründete der Judoka Jürgen Seydel 1957 als ersten Karateverein Deutschlands, nachdem er in Frankreich bei Meister Murakami Karate kennengelernt hatte.
Q 11Auf welche chinesische Dynastie bezog sich das Schriftzeichen „唐“ im alten Namen des Karate?
Tang-Dynastie
Das Zeichen wurde japanisch „kara“ gelesen; zu Beginn des 20. Jahrhunderts ersetzte man es durch das gleich ausgesprochene Zeichen für „leer“.
Q 12Wie heißt die kurze Meditation, mit der jedes Karatetraining beginnt und endet?
Mokusō
Die Meditation soll den friedfertigen Zweck der Übungen ausdrücken; erfahrene Senpai nehmen dabei manchmal eine Meditationsmudra mit den Händen ein.
Q 13Welcher spätere Kaiser sah als Kronprinz eine Karate-Vorführung Funakoshis?
Hirohito
Funakoshi war damals bereits Präsident des Ryukyu-Ryu Budokan und hatte von 1906 bis 1915 mit seinen besten Schülern öffentliche Vorführungen auf ganz Okinawa gegeben.
Q 21Aus welchem Jahrhundert stammen die ersten belegten Kampfsysteme im deutschsprachigen Raum?
13. Jahrhundert
Überliefert sind vor allem Fecht- und Duellbücher aus dem Spätmittelalter; „-kunst“ meinte darin technische Fertigkeit, nicht Kunst im heutigen Sinn.
Q 22Welchem König gelang es 1422, die Ryūkyū-Inseln zu einen?
Sho Hashi
Um den Frieden in der aufständischen Bevölkerung zu sichern, verbot er anschließend das Tragen jeglicher Waffen – der Anfang der waffenlosen Kampfkunst auf Okinawa.
Q 23In welchem Jahr wurde Karate offiziell Schulsport auf Okinawa?
1902
Damit diente das Üben der Kampftechnik erstmals nicht mehr nur der Selbstverteidigung, sondern galt auch als Leibesertüchtigung.
Q 14Was bedeutet „Katanagari“, die Bezeichnung für das verschärfte Waffenverbot auf Okinawa?
„Jagd nach Schwertern“
Schwerter, Dolche, Messer und jegliche Klingenwerkzeuge wurden systematisch eingesammelt; selbst der Besitz von Zeremonienwaffen stand unter schwerer Strafe.
Q 15In welcher Stadt gründete sich 1906 der erste deutsche Amateur-Boxclub?
Köln
Anlass war die Aufnahme des modernen, aus England stammenden Boxens in den Kanon der Olympischen Spiele.
Q 16Wie heißt das Karate-Prinzip, den Gegner mit einem einzigen Schlag zu töten?
Ikken hissatsu
Dieses Prinzip und die Auslese möglichst effizienter Techniken brachten dem Karate den ungerechtfertigten Ruf ein, die „Härteste aller Kampfsportarten“ zu sein.
Q 17Wie weit südlich der japanischen Hauptinsel Kyūshū liegt Okinawa ungefähr?
500 Kilometer
Schon im 14. Jahrhundert pflegte das damals unabhängige Inselkönigreich Ryūkyū rege Handelskontakte zu Japan, China, Korea und Südostasien.
Q 18Als was wurde Karate nach dem Zweiten Weltkrieg in Japan eingestuft?
Leibeserziehung
Möglich machten das Funakoshis Beziehungen zum Ausbildungsministerium; so durfte Karate auch während der Besatzungszeit weiter unterrichtet werden.
Q 19In welchem Jahrzehnt wurde die Stilvielfalt der Kampfkünste in Deutschland richtig spürbar?
1990er-Jahre
Damals verbreiteten sich unter anderem Taekwondo, Taijiquan, Wing Chun und MMA, obwohl Kleingruppen manche exotischen Systeme schon lange vorher praktiziert hatten.
Q 20Wo hing unter dem Waffenverbot das einzige Küchenmesser eines Dorfes auf Okinawa?
Dorfbrunnen
Das Messer hing an einem Seil und wurde streng bewacht. Samurai durften derweil die Schärfe ihrer Klingen per „Schwertprobe“ sogar an Bauern erproben.
Q 24In welchem Training erschließt sich die eigentliche Bedeutung der Kata-Bewegungen?
Bunkai
Als Chiffrierungscode für den Aufbau der Kata dienten einst traditionelle Stammestänze (odori), damit Ausspäher die Techniken nicht erkennen konnten.
Q 25Wer gründete 1906 die erste Jiu-Jitsu-Schule in Deutschland?
Erich Rahn
Fernöstliche Kampfkunst verbreitete sich im 20. Jahrhundert in Wellen in Deutschland; die Nachkriegszeit wurde dann von Kino-Blockbustern geprägt.
Q 26In welchem Stand mit geschlossenen Fersen beginnt die Begrüßungszeremonie im Karate?
Musubi-Dachi
Die Füße zeigen dabei 45 Grad nach außen. Die Schüler stehen nach Gürtelfarben aufsteigend in einer Reihe, die sich nach dem höchstgraduierten Senpai ausrichtet.
Q 27In welchem Jahr gründete sich unter Führung von Alfred Rhode der Deutsche Judo-Ring?
1932
Die Entwicklung nach dem Krieg prägten dann Kinofilme: „Karate Kid“ machte das Karatedō in den 1980er-Jahren populär.
Q 28Wie heißt das strenge Schrittdiagramm, das jede Karate-Kata besitzt?
Embusen
Die Kata wurden einst bewusst verschlüsselt, damit Außenstehende die Kampftechniken nicht erkennen konnten – für Laien wirken die Bewegungen deshalb oft nichtssagend.
Q 29Als Offizier welcher DDR-Institution führte Karl-Heinz Ruffert Karate in die Ausbildung ein?
Ministerium für Staatssicherheit (MfS)
Aufmerksam geworden war man auf Ruffert durch seine Diplomarbeit über Karate an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Mitte der 1970er-Jahre.