Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Farbe ist kein Merkmal der Dinge, sondern ein Sinneseindruck, den Auge und Gehirn aus Licht erzeugen. Zwischen Physik, Physiologie, Psychologie und Philosophie ist sie eines der vielschichtigsten Themen überhaupt. Dieses Quiz fragt nach Zapfen und Stäbchen, Spektral- und Mischfarben, Farbmodellen wie RGB und CMYK, nach Farbwörtern in den Sprachen der Welt und nach den Formen der Farbenblindheit. Von leichten Fragen zur Ampel bis zu kniffligen Fragen zur Farbmetrik ist für jeden Wissensstand etwas dabei.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welche Farbe sitzt an der Ampel oben?
Rot
Diese nichtverbale Konvention erlaubt auch Farbenblinden, eine rote von einer grünen Ampel zu unterscheiden.
Q 02Welche Rezeptoren der Netzhaut sind für die Farbwahrnehmung zuständig?
Zapfen
Die Weiterverarbeitung geschieht stufenweise: Schon Nervenzellen in der Retina verstärken Kontraste, bevor der Eindruck im Gehirn bewusst wird.
Q 03Welche Tiere sind für das Sehen im Ultravioletten besser ausgerüstet als der Mensch?
Bienen
Bei Vögeln hat sich dagegen die Kontrastwahrnehmung zwischen roten Früchten und grünem Laub als evolutionär wichtiger erwiesen.
Q 04Wie viele verschiedene Zapfentypen mit eigener spektraler Empfindlichkeit besitzt das menschliche Auge?
drei
Das Verhältnis der Reizung dieser Rezeptortypen ergibt den Farbton; werden alle nahezu gleich erregt, sehen wir Grau, Weiß oder Schwarz.
Q 05Welche Rezeptoren des Auges ermöglichen das Sehen bei schwachen Lichtverhältnissen?
Stäbchen
Diese Zellen sind zwar lichtempfindlicher, liefern aber keine Farbinformation – daher sind nachts sprichwörtlich alle Katzen grau.
Q 06Auf der Unterscheidung warmer und kalter Farben beruht die Farbenlehre welches Dichters?
Goethe
Diese gefühlte Farbtemperatur darf nicht mit der physikalisch definierten Farbtemperatur von Lichtquellen verwechselt werden.
Q 07In welcher Farbe erscheint ein grünes Blatt, wenn es mit rein-rotem Licht beleuchtet wird?
Schwarz
Das Blatt reflektiert keine roten Anteile; Körperfarben hängen deshalb stark von der Beleuchtungsquelle ab.
Q 08Welche Geräte erzeugen ihre Farben nach dem Prinzip der additiven Farbmischung?
Computer-Monitore
Ausgehend von Schwarz wird die Ergebnisfarbe umso heller, je mehr Grundfarbe hinzukommt – bei geeigneten Grundfarben bis zu einem hellen Weiß.
Q 09Welche Wellenlängen umfasst das Licht, das der Mensch als Farbe wahrnimmt?
400 bis 780 Nanometer
Das Wort Farbe geht über mittelhochdeutsch „varwe“ auf althochdeutsch „farawa“ zurück, was „Aussehen, Gestalt“ bedeutete.
Q 10Wofür steht die Autolackfarbe „Sahara“ in der Werbung symbolisch?
Sehnsucht und Weite
Ferrari-Rot soll dagegen Gedanken an Leistung und Tempo wecken – die Werbung nutzt gezielt die Gefühlswirkung von Farbnamen.
Q 11Welches Licht entsteht, wenn eine rote und eine grüne Lampe gemeinsam leuchten?
Gelbes
Für mehrere farbige Beleuchtungsquellen gelten die Gesetze der additiven Farbmischung, wie sie auch Computer-Monitore nutzen.
Q 12Welche Farbe lässt sich nicht durch schmalbandiges Licht erzeugen und fehlt deshalb im Regenbogen?
Magenta
Dieser Farbton entsteht erst aus der Kombination von violettem und rotem Licht, also von den beiden Enden des sichtbaren Spektrums.
Q 13Warum benötigen Fische eine bessere Wahrnehmung kurzwelliger Strahlung als Landtiere?
Wasser absorbiert langwelliges Licht
Q 21Welcher Philosoph (1632–1704) wird zu primären und sekundären Eigenschaften zitiert?
John Locke
Form, Gewicht und Größe galten als primäre, physikalisch messbare Eigenschaften; Schmerz, Geschmack und Wärme als sekundäre Empfindungen.
Q 22Wie viele Farben unterschied Aristoteles in seiner linearen Reihung?
sieben
Spätere Farbsysteme wählten flächige Formen wie Kreis, Dreieck oder Sechseck und räumliche Körper wie Würfel, Kugel oder Doppelkegel.
Q 23Von wem stammt die Vierfarben-Theorie mit den Gegenfarbpaaren Grün-Rot und Gelb-Blau?
Hering
Diese Theorie beschreibt eher die vom Sehnerv geleiteten und im Großhirn wahrgenommenen Zusammenhänge als die Vorgänge an den Rezeptoren selbst.
Von „Farbe“ lässt sich beim Sehen der Tiere nur insofern sprechen, als Licht je nach Wellenlänge unterschiedlich registriert wird – der Farbeindruck entsteht erst im Bewusstsein.
Q 14Welche philosophische Position ordnet Farbe der empfindenden Person zu und nicht dem Objekt?
Subjektivismus
Die Gegenposition behauptet, Farbigkeit sei Teil der Natur der Objekte: Der Apfel ist demnach tatsächlich rot, auch wenn ihn niemand betrachtet.
Q 15Wie heißen Farben, die wie bei schillernden Schmetterlingsflügeln durch die Oberfläche entstehen?
Strukturfarben
Solche Färbungen sind physikalisch begründet und entstehen nicht durch Farbmittel, sondern durch den Aufbau der Oberfläche selbst.
Q 16Wie nennt die Psychologie die prototypischen Farbtöne, mit denen wir Objekte wie Tomaten wahrnehmen?
Gedächtnisfarben
Deshalb erscheint eine Wiese selbst in der Dämmerung noch grün, und Tomaten wirken röter, als sie tatsächlich sind.
Q 17Welche heute meist als kalt geltende Farbe wurde im Mittelalter als warm eingestuft?
Blau
Im Mittelalter wurde dieser Farbton mit der Gottesmutter Maria assoziiert; die Einteilung in warm und kalt unterliegt kulturellen Unterschieden.
Q 18Welche zwei Farbkategorien besitzen nach Berlin und Kay alle Sprachen der Welt mindestens?
Weiß und Schwarz
Gemeint sind Farbtermini für hell und dunkel; als dritte Kategorie kommt nach dieser Theorie stets Rot hinzu.
Q 19Heutige Vierjährige kennen so viele Farbnamen wie vor hundert Jahren Kinder welchen Alters?
Achtjährige
Eine Studie aus den 2010er Jahren führt diesen Vorsprung auf die Einflüsse der Umwelt zurück.
Q 20Welcher psychologische Test will aus bevorzugten Farben auf die Persönlichkeit schließen?
Lüscher-Farbtest
In zahlreichen Studien konnten die Behauptungen solcher Farbtests nie gestützt werden.
Q 24Mit welchem Begriff bezeichnen manche Philosophen das bewusste Erleben etwa einer Farbe?
Qualia
In der Philosophie des Geistes dient Farbe gern als Beispiel, wenn über die Natur solcher subjektiven Erlebnisse diskutiert wird.
Q 25Über wie viele Farbausdrücke verfügt die englische Sprache?
3.000
Die Ausdrücke kommen sowohl als Nomen als auch als Adjektiv vor; das Bedürfnis, Farben zu benennen, wird mit der Zeit immer stärker.
Q 26In welchem Jahr entstand das CIE-Normvalenzsystem, die Grundlage der meisten technischen Farbmodelle?
1931
Das System beruht auf psychophysischen Experimenten mit nur etwa 20 Versuchspersonen, deren gemittelte Ergebnisse bis heute die Farbtechnik prägen.
Q 27Wie heißt physiologisch der Eindruck, der bei völliger Finsternis im Auge entsteht?
Eigengrau
Der Eindruck stellt sich ein, sobald die einfallenden Photonen selbst die Wahrnehmungsschwelle der lichtempfindlichsten Sehzellen unterschreiten.
Q 28Wie viele Farb-Grundwörter hat eine Sprache nach Brent Berlin und Paul Kay höchstens?
elf
Die Theorie einer sprachuniversalen Hierarchie der Farbwörter wurde seit 1969 vielfach kritisiert und modifiziert.
Q 29Bis zu welcher Wellenlänge kann der Mensch unter optimalen Bedingungen noch Licht wahrnehmen?
1.100 nm
Am anderen Ende reicht die Wahrnehmung unter Idealbedingungen bis 310 nm ins Ultraviolette; die Grenzen sind unscharf und altersabhängig.
Q 30Welche Nummer trägt die DIN-Norm mit der in der Technik üblichen Farbdefinition?
5033
Vereinfacht gesagt ist Farbe demnach die einzige Eigenschaft, mit der das Auge zwei strukturlose Flächen gleicher Helligkeit unterscheiden kann.