Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Gregor Mendel, der Augustinermönch aus Brünn, zählte Erbsen – und begründete damit die Vererbungslehre. Seine Kreuzungsversuche im Klostergarten folgten einem völlig neuen, quantitativen Ansatz, den die Fachwelt erst Jahrzehnte später verstand. Dieses Quiz führt durch Mendels Leben und Werk: von der Kindheit in Schlesien über das Studium in Wien und die Jahre als Lehrer bis zur Wahl zum Abt. Dazu kommen die Mendelschen Regeln selbst, die Wiederentdeckung um 1900, die Kritik an seinen Daten und die posthumen Ehrungen von der Walhalla bis zum Mondkrater.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welche Tiere begann Mendel um 1870 unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten zu züchten?
Bienen
Er kreuzte verschiedene Rassen durch gelenkte Begattung junger Königinnen und suchte nach Blütenpflanzen mit hohem Nektargehalt.
Q 02In welchen Orden trat Mendel 1843 als Postulant in Alt Brünn ein?
Augustiner-Eremiten
Den Eintritt hatte sein Physiklehrer empfohlen, der Pater Friedrich Franz.
Q 03In welchem Verhältnis spalten sich Merkmale der F2 bei dominant-rezessiver Vererbung auf?
3:1
Diese Spaltungsregel gilt für die zweite Tochtergeneration nach der Kreuzung reinerbiger Eltern.
Q 04Welchen Beruf übten Gregor Mendels Eltern Anton und Rosina aus?
Kleinbauern
Als einziger Sohn der Familie sollte Johann eigentlich den Bauernhof übernehmen, bevor er den Weg in die Wissenschaft fand.
Q 05Welcher Ausspruch Mendels ist nach dem ausbleibenden Echo auf seine Arbeit überliefert?
„Meine Zeit wird schon kommen!“
Die Fachwelt reagierte auf die Veröffentlichung kaum – seinem Selbstbewusstsein tat das keinen Abbruch.
Q 06Welche Mendelsche Regel besagt, dass zwei Merkmale unabhängig voneinander vererbt werden?
Unabhängigkeitsregel
Die Uniformitätsregel beschreibt dagegen die F1-Nachkommen reinerbiger Eltern, die alle gleich aussehen.
Q 07In welchem Jahr veröffentlichte Gregor Mendel die nach ihm benannten Regeln der Vererbung?
1866
Seine Kreuzungsversuche im Klostergarten folgten einem völlig neuen, quantitativen Ansatz und begründeten die Vererbungslehre.
Q 08Welchen Ordensnamen erhielt der junge Johann Mendel im Kloster?
Gregorius
Die Profess legte er am 26. Dezember 1846 ab, die Priesterweihe empfing er am 6. August 1847.
Q 09Was ließ Mendels Nachfolger als Abt mit dem größten Teil des Nachlasses geschehen?
Verbrennen
Laboraufzeichnungen Mendels sind daher nicht erhalten; überliefert sind aber seine Briefe an einen Münchner Botaniker von 1867 bis 1873.
Q 10Bei welchem berühmten Physiker hörte Mendel in Wien Experimentalphysik?
Christian Doppler
Das Wiener Studium von 1851 bis 1853 hatte ihm sein Abt ermöglicht, nachdem Mendel die Lehramtsprüfung nicht bestanden hatte.
Q 11Welcher von Stalin protegierte Agrarwissenschaftler bestritt die Existenz von Genen?
Trofim Lyssenko
Seine Lehre, dass erworbene Eigenschaften vererbt würden, blieb in der UdSSR bis in die 1960er Jahre das allein gültige Dogma.
Q 12An welcher Universität studierte Mendel von 1840 bis 1843 am Philosophischen Institut?
Olmütz
Die ersten beiden Jahrgänge schloss er 1843 mit sehr guten Noten ab, musste das Studium dann aber aus Geldnot abbrechen.
Q 13Welcher niederländische Botaniker zählte 1900 zu den Wiederentdeckern der Mendelschen Regeln?
Hugo de Vries
In seiner ersten Veröffentlichung bei der Pariser Akademie zitierte er Mendel nicht, was ihm später vorgeworfen wurde.
Q 21Welche 1868 veröffentlichte Vererbungstheorie Darwins lehnte Mendel ab?
Pangenesistheorie
Mendel wusste aus seinen Experimenten, dass nach einer Kreuzung verborgene Eigenschaften nicht verloren sind, sondern später wieder auftauchen.
Q 22Welches Zahlenverhältnis zeigen die Merkmale im intermediären Erbgang?
1:2:1
Die Spaltungsregel ist das zweite der drei „Gesetze“, die aus Mendels Erbsenversuchen hervorgingen und bis heute gelten.
Q 23Welcher Abt ermöglichte Mendel von 1851 bis 1853 ein Studium in Wien?
Cyrill Napp
Nach dem Tod dieses Prälaten im Juli 1867 wählten die Augustiner Mendel selbst zu seinem Nachfolger.
Q 14Welcher Komponist hatte bei Mendels Requiem im Januar 1884 die musikalische Leitung?
Leoš Janáček
Der Komponist war 1865 selbst Schüler des Brünner Stifts gewesen; zelebriert wurde die Messe von Bischof Franziskus von Sales Bauer.
Q 15Für welche Pflanzengattung erbat sich Mendel Samen aus München, um Arten zu kreuzen?
Habichtskräuter
Die meisten Ergebnisse widersprachen den Erbsenregeln: Die F1-Hybriden waren nicht uniform, die F2-Generation dagegen einheitlich.
Q 16Wer machte die Mendelschen Regeln im englischen Sprachraum vor allem bekannt?
William Bateson
Er wies die Gültigkeit der Regeln auch bei Geflügel nach und übersetzte Mendels Hauptwerk ins Englische.
Q 17Wer verwendete als Erster die heute übliche Bezeichnung „mendelsche Regeln“?
Carl Correns
Als Beispiele „nicht-mendelnder“ Vererbung untersuchte er Genkopplung und extrachromosomale Vererbung.
Q 18Welcher Statistiker veröffentlichte 1936 eine umfassende Analyse von Mendels Daten?
Ronald Fisher
Er vermutete, ein Assistent könnte Mendel hintergangen und Rohdaten den Erwartungswerten angenähert haben.
Q 19Welche Fächer unterrichtete Mendel ab 1849 als Aushilfslehrer am Gymnasium in Znaim?
Mathematik und Griechisch
Die Stelle bekam er, weil seine Vorgesetzten sahen, dass er mehr der Wissenschaft als der Seelsorge zuneigte.
Q 20Wie viele Erbsenpflanzen kultivierte Mendel schätzungsweise zwischen 1856 und 1863?
28.000
Mendel kreuzte klar unterscheidbare Sorten, etwa violett oder weiß blühende und solche mit gelben oder grünen Samen.
Q 24Welcher Biograph gründete nach dem Ersten Weltkrieg das Museum Mendelianum in Brünn?
Hugo Iltis
Er betrieb das Museum bis zu seiner Emigration 1938 und organisierte 1922 eine Mendel-Jahrhundertfeier samt Festschrift.
Q 25Wodurch entstehen jene Hieracium-Generationen, die Mendels Erbsenregeln widersprachen?
Parthenogenese
Mendel zog deshalb zwei Vererbungsformen in Betracht: den Hieracium-Typ gegenüber dem Pisum-Typ.
Q 26In welcher norddeutschen Stadt nahm Mendel 1871 an einer Wanderversammlung der Imker teil?
Kiel
Der Abt war Obmannstellvertreter des Brünner Imkervereins, dem er erst im Jahr zuvor beigetreten war.
Q 27Welcher Botaniker prüfte Mendel im August 1856 wahrscheinlich anstelle von Franz Unger?
Eduard Fenzl
Der Prüfer lehnte die Vorstellung der Befruchtung als Verschmelzung einer weiblichen und einer männlichen Zelle strikt ab – Mendel beharrte darauf.
Q 28In welcher Stadt erschien 1867 ein gekürzter Nachdruck von Mendels Aufsatz für Laien?
Bamberg
Der Nachdruck in der Wochenschrift des Gewerbevereins ließ die statistischen und analytischen Details weg.
Q 29Wie viele Hybriden zog Mendel aus seinen 355 künstlichen Befruchtungen?
12.980
Mit dieser schon länger bekannten Kreuzungstechnik unternahm Mendel erstmals große Versuchsreihen.
Q 30Wie viele der 40 Sonderdrucke von Mendels Aufsatz wurden bis 1984 wieder aufgefunden?
13
Exemplare gingen unter anderem an Anton Kerner, Matthias Jacob Schleiden, Theodor Boveri und Franz Unger.