Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Die Nieren filtern täglich fast 200 Liter Primärharn, von denen am Ende nur ein bis zwei Liter Urin übrig bleiben. Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase und Harnröhre leiten ihn ab – ausgekleidet von einem Epithel, das sich wie Schuppen dehnen kann. Dieses Quiz fragt nach Anatomie und Erkrankungen der Harnwege, nach Wortgeschichte, historischen Nierentheorien und den Kennzahlen des Urins von pH-Wert bis Keimzahl. Dazu kommen Fragen zur Urinuntersuchung und zur Harnbildung bei Fischen, Amphibien, Reptilien und Vögeln.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welches ist das häufigste Problem, das die Harnwege betrifft?
Akute Blasenentzündung
Medizinisch heißt das Leiden Zystitis; beim älteren Mann wird es oft durch eine Prostatahyperplasie begünstigt.
Q 02Was begünstigt bei Frauen in erster Linie eine Blasenentzündung?
Kürzere Harnröhre
Beim älteren Mann ist dagegen eine Abflussbehinderung durch eine vergrößerte Prostata der typische Auslöser.
Q 03Wie heißt eine erhöhte Eiweißausscheidung im Urin?
Proteinurie
Normal sind weniger als 2 bis 8 mg je 100 ml; im Durchschnitt werden täglich 40 bis 80 mg Eiweiß ausgeschieden.
Q 04Was bedeutet das lateinische „mellitus“ in der Diagnose Diabetes mellitus?
honigsüß
Früher gehörte der Geschmack des Urins zur Harnschau; heute übernehmen Teststreifen die Erstuntersuchung innerhalb weniger Minuten.
Q 05Wie viel Endharn produziert ein gesunder Mensch etwa pro Tag?
0,8 bis 2 Liter
Pro Kilogramm Körpergewicht sind das 0,5 bis 1,5 Milliliter pro Stunde; gesammelt wird der Endharn in der Harnblase.
Q 06Wozu können Harnsteine im schlimmsten Fall führen?
Verlust der Nierenfunktion
Harnsteine können in allen Etagen der Harnwege auftreten, vom Nierenbecken bis zur Harnröhre.
Q 07Was ist die gefürchtetste Komplikation einer Blasenentzündung?
Nierenbeckenentzündung
Die Fachbegriffe dafür lauten Pyelitis beziehungsweise Pyelonephritis.
Q 08Wie heißt der Prozess der Harnproduktion und -ausscheidung durch die Nieren?
Diurese
Eine forcierte Form dieses Prozesses wird eingesetzt, um giftige wasserlösliche Stoffe schneller aus dem Körper zu entfernen.
Q 09Wie nennt die Medizin die natürliche Harnentleerung?
Miktion
In der Allgemeinsprache gibt es neben „Urinieren“ und „Wasserlassen“ zahllose weitere Synonyme dafür.
Q 10Wie viel des Wassers im Primärharn gewinnen Tubuli und Sammelrohre zurück?
99 Prozent
Zurückgewonnen werden außerdem alle wieder verwendbaren Inhaltsstoffe; nur der Rest fließt als Endharn ins Nierenbecken.
Q 11Wie heißt das dehnbare Epithel, das die Harnwege auskleidet?
Urothel
Seine Zellen liegen wie Schuppen übereinander, deshalb kann es sich weit dehnen und wieder zusammenziehen.
Q 12Wie viel Primärharn produziert ein Erwachsener täglich?
180 bis 200 Liter
Dieses Ultrafiltrat des Blutplasmas enthält noch Glucose, Aminosäuren und Elektrolyte, die der Körper anschließend zurückholt.
Q 13Wie nennt man eine Urinmenge von weniger als 400 bis 500 ml pro Tag?
Oligurie
Fehlt die Ausscheidung ganz oder liegt sie unter 100 ml am Tag, sprechen Mediziner von Anurie.
Q 21Welches „-om“ bezeichnet die Gesamtheit der im Urin nachweisbaren Stoffwechselprodukte?
Metabolom
Die wichtigsten dieser Abbauprodukte sind Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin, die sogenannten harnpflichtigen Stoffe.
Q 22Welcher Terminus meint eine auffällig häufige Blasenentleerung in jeweils kleinen Mengen?
Pollakisurie
Eine Urinproduktion von mehr als 2,5 Litern pro Tag heißt dagegen Polyurie.
Q 23Wann tauchte das Wort „Urin“ erstmals im Deutschen auf?
15. Jahrhundert
Das war die Zeit des Frühneuhochdeutschen; seither verdrängt der Begriff die älteren deutschen Bezeichnungen zunehmend.
Q 14Warum wirken Koffein und Ethanol harntreibend?
Hemmung der ADH-Bildung
Das antidiuretische Hormon bewirkt in den Nierentubuli normalerweise die Rückresorption von Wasser aus dem Primärharn.
Q 15In welchem Bereich liegt der pH-Wert des Urins bei normaler Ernährung?
4,6 bis 7,5
Eine einzelne Messung sagt wenig aus, weil der Wert im Tagesverlauf stark schwankt.
Q 16In welcher Stadt veröffentlichte Andreas Vesalius 1543 „De humani corporis fabrica“?
Basel
Im fünften Buch zeigt eine symbolische Abbildung den Nierenfilter als Membran mit etwa 50 Löchern – eine These, die Vesal selbst angriff.
Q 17Wie viel Harnstoff scheidet ein gesunder Erwachsener täglich aus?
20 Gramm
Neben Harnstoff entsorgt der Urin auch Harnsäure und andere Endprodukte des Stoffwechsels.
Q 18Bei welcher Gruppe werden Fehlbildungen der Harnwege häufiger diagnostiziert?
Männlichen Kleinkindern
Beispiele für solche Fehlbildungen sind die Hypospadie und die Epispadie.
Q 19Welche Medizinschule entwickelte im Hochmittelalter die Harnuntersuchung als Diagnosemethode?
Salerno
Über die Sprache der Ärzte gelangte das lateinische „urina“ danach in viele europäische Sprachen.
Q 20Über welche Drüse scheiden Vögel neben dem Urin überschüssiges Kochsalz aus?
Nasendrüse
Derselbe Mechanismus findet sich bei Echsen und ist vor allem für Meeresvögel wichtig, um die Osmolarität zu halten.
Q 24Bis zu welchem Durchmesser passieren gelöste Stoffe den Filter der Nierenkörperchen?
4,4 Nanometer
Dazu zählen Ionen und kleine ungeladene Proteine; größere Teilchen bleiben im Blutkreislauf.
Q 25Welcher Botaniker und Mediziner erkannte die paarige Niere als Sieb oder Filter?
Leonhart Fuchs
Er lebte von 1501 bis 1566; die Theorien der Harnbereitung haben eine lange und wechselvolle Geschichte.
Q 26Wer behauptete 1842 irrtümlich, die glomerulären Kapillaren schieden nur Wasser aus?
William Bowman
Nach seiner Vorstellung spülte dieses Wasser die von den Tubuli abgesonderten festen Stoffe lediglich weg.
Q 27Wer formulierte 1942 das Haarnadelgegenstromprinzip der Niere?
Werner Kuhn
Bewiesen wurde die Hypothese erst 1959 in vivo durch Carl William Gottschalk und Margaret Mylle mittels Mikropunktion.
Q 28Welcher österreichische Anatom bezeichnete die Niere als Seihe oder Sieb?
Josef Hyrtl
Er lebte von 1810 bis 1894; schon 1800 sprach Friedrich August Walter vom „Absonderungsgeschäft der Niere“.
Q 29Wer verfasste um die Wende vom 6. zum 7. Jahrhundert eine Abhandlung über den Urin?
Alexander von Tralleis
Ein weiterer früher Text ist der „Liber de urinis“ des Theophilus Protospatharius, der 1476 in der „Articella“ gedruckt wurde.
Q 30Welche Theorie der Harnbereitung stellte August Pütter 1926 vor?
Dreidrüsentheorie
Pütter postulierte Stickstoffdrüsen, Salzdrüsen und Wasserdrüsen – ohne Bezug zu glomerulärer Filtration, tubulärer Sekretion und Rückresorption.