Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Wer ist Jude, und woher kommt das Wort? Die Antworten führen von der Merenptah-Stele über das Buch Ester bis zu den Rabbinatsgerichten des modernen Israel. Dieses Quiz fragt nach der Herkunft der Namen „Israel“, „Juda“ und „Jude“, nach den Regeln der Halacha, nach den Gruppen des Judentums und nach der jüdischen Bevölkerung weltweit. Ein eigener Teil widmet sich der Bar und Bat Mitzwa, dem Fest der religiösen Mündigkeit.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01In welchem Jahr wurde der moderne Staat Israel gegründet?
1948
Schon lange davor verwendeten viele Juden und Nichtjuden die Begriffe „Israel“ und „Judentum“ synonym.
Q 02Mit der Abstammung von welchen drei Erzvätern begründet die Tora die Zusammengehörigkeit der Israeliten?
Abraham, Isaak und Jakob
Die Berufung des ersten Erzvaters schließt laut Genesis 12,1–3 die Erwählung seiner Nachkommen zum Segen für die Völker ein.
Q 03Welchem Stammvater verleiht Gott in der Bibel den Namen „Israel“?
Jakob
Er vererbte den Namen an die von ihm abstammenden Zwölf Stämme; die Szene steht in Genesis 32,29.
Q 04Wie heißt die hebräische Bibel, in der die Glaubenstraditionen der Israeliten bewahrt sind?
Tanach
Religiöse wie nichtreligiöse Juden verstehen sich im Anschluss an die Bibel als Teil eines durch Abstammung und Geschichte verbundenen Volkes.
Q 05In welches Exil wurden die Bewohner des Südreichs Juda ab 587 v. Chr. deportiert?
Babylonisches Exil
Es dauerte bis 539 v. Chr.; die biblische Prophetie nannte die Deportierten weiterhin „Israel“, obwohl das Nordreich längst untergegangen war.
Q 06Von welchem hebräischen Personennamen ist das Wort „Jude“ abgeleitet?
Jehuda
Daneben stehen die Gebietsnamen Jehud und Judäa Pate; das jüdische Volk versteht sich meist als Abstammungs- und Glaubensgemeinschaft.
Q 07In welchem Jahr wurde der Jerusalemer Tempel zerstört?
70
Das rabbinische Judentum blieb sich auch danach seiner Identität mit „Israel“ voll bewusst.
Q 08Wie heißt das Prinzip, nach dem die Halacha das Judesein über die Mutter bestimmt?
Matrilinearität
Entscheidend ist, dass die Mutter bereits bei der Empfängnis Jüdin nach der Halacha war.
Q 09Welcher König machte Juda um 980 v. Chr. zum „Königreich Juda“?
David
Einige Jahre später vereinte er das Reich mit den Gebieten weiterer israelitischer Stämme; die Stelle steht in 2 Samuel 5,5.
Q 10Aus welchem Land stammen die als Falaschen bezeichneten Juden?
Äthiopien
Weitere Gruppen nach regionaler Herkunft sind Aschkenasim, Mizrachim, Sephardim und die Cochin-Juden aus Südindien.
Q 11Wie heißt die griechische Bibelübersetzung, in der hebräische Namen wie Juda gräzisiert wurden?
Septuaginta
Aus dem hebräischen Vornamen des vierten Jakobssohnes wurde dort die Form Juda, von der sich das Wort „Jude“ ableitet.
Q 12Welchen Anteil aller damaligen Juden ermordete NS-Deutschland im Holocaust?
Mehr als ein Drittel
Mindestens sechs Millionen Juden in Europa fielen der Vernichtung zum Opfer.
Q 13Wie heißt der regelgerechte Übertritt zum Judentum auf Hebräisch?
Gijur
Die Halacha kennt nur zwei Wege zum Judesein: die Geburt durch eine jüdische Mutter oder diesen Übertritt.
Q 21Welches Volk trat als Ganzes zum Judentum über?
Chasaren
Eine jüdische Sondergruppe sind dagegen die Karäer; in Israel geborene Juden ordnen sich oft keiner Gruppe mehr zu.
Q 22Welche Frau Jakobs nannte laut Genesis ihren vierten Sohn nach dem Lobpreis Gottes?
Lea
Dieser Sohn wurde zum Stammvater des größten israelitischen Stammes; die Stelle steht in Genesis 29,35.
Q 23Auf welcher ägyptischen Stele ist der Name „Israel“ erstmals belegt?
Merenptah-Stele
Die Inschrift stammt aus dem Jahr 1208 v. Chr. und ist damit der älteste außerbiblische Beleg für den Namen.
Q 14Welcher Anführer des letzten jüdischen Aufstands gegen Rom (132–136) nannte sein Volk nur „Israel“?
Simon Bar Kochba
Vermutlich wollte er sich damit von der römischen Provinz Judäa und deren jüdischen Vasallenkönigen abgrenzen.
Q 15Wer sprach 2022 für den Zentralrat der Juden in der Debatte um den Duden-Eintrag „Jude“?
Josef Schuster
Das Wort sei für ihn „weder ein Schimpfwort noch diskriminierend“, wie schon der Name des Zentralrats zeige.
Q 16Welcher im Exil geborene Jude stieg zum Hofbeamten des Perserkönigs auf?
Nehemia
Die Selbstbezeichnung Jehudi verwendeten Juden vor allem außerhalb ihrer Herkunftsregion, der persischen Provinz Jehud.
Q 17Welcher Anteil aller Juden weltweit lebte im Oktober 2024 in Israel?
41,7 %
Auf die USA entfielen weitere 36,8 Prozent, der Rest verteilte sich vor allem auf 13 weitere Staaten.
Q 18Welche seit etwa 300 v. Chr. entstandene Gruppe nannte sich ebenfalls „Israeliten“?
Samaritaner
Auch die Exilheimkehrer und der Staat der Hasmonäer behielten den Namen „Israel“ bei, selbst in der Diaspora.
Q 19Aus welchem Jahr stammt Israels Rückkehrgesetz, das jedem Juden die Einwanderung erlaubt?
1950
Die Unabhängigkeitserklärung definiert Israel als „Staat des jüdischen Volkes“, gibt aber allen Bürgern unabhängig von Religion gleiche Rechte.
Q 20Zu welchem griechischen Wort wurde das hebräische Jehudi im Hellenismus gräzisiert?
Ioudaioi
Das Wort bedeutet „Judäer“ und findet sich in den Makkabäerbüchern, bei Flavius Josephus und im Urchristentum.
Q 24Unter welchem König kam es zur Teilung des israelitischen Reichs in Nord- und Südreich?
Rehabeam
Von da an nannte man die Bewohner des Südreichs Jehudi, gleich aus welchem Stamm sie kamen.
Q 25Seit wann nimmt das US-Reformjudentum auch Kinder jüdischer Väter und nichtjüdischer Mütter auf?
1983
Voraussetzung ist, dass diese Kinder jüdisch erzogen werden; im Grundsatz folgen sonst alle Hauptrichtungen der halachischen Definition.
Q 26Was bedeutet die hebräische Wurzel j–h–d, die im Wort Jehudi steckt?
Gott preisen
Die Wurzel enthält eine Kurzform des Gottesnamens JHWH; auf dasselbe Wort gehen auch das englische Jews und das französische Juifs zurück.
Q 27Wie nannten die Hasmonäer ihr Königreich?
Ioudaia
Das Wort ist die griechische Form von „Judäa“; Judas Makkabäus gebrauchte gegenüber den Römern „Israel“ und „die Judäer“ gleichsinnig.
Q 28Um wie viel Prozent wuchs die jüdische Weltbevölkerung von 2010 bis 2020?
6 %
Das war nur etwa halb so schnell wie die Weltbevölkerung insgesamt; die Zahl der Muslime stieg im selben Zeitraum um 21 Prozent.
Q 29Seit wann genügt in Israel ein jüdischer Großelternteil für den Nationalitätseintrag als Jude?
1970
Die Regelung gilt auch für im Ausland konvertierte Personen und deren Familienmitglieder; die Rabbinatsgerichte erkennen sie dennoch nicht als Juden an.
Q 30Welcher Demograf prognostizierte 2025, die jüdische Weltbevölkerung erreiche erst 2035–2045 ihr Vorkriegsniveau?
Sergio Della Pergola
Die meisten Juden würden künftig in Israel leben, wo die Zahl jährlich um rund 100.000 wächst.