Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Michael Faraday (1791–1867) gilt als einer der bedeutendsten Experimentalphysiker. Der gelernte Buchbinder begann als Laborgehilfe an der Royal Institution und entdeckte dort die elektromagnetische Induktion. Das Quiz führt durch sein Leben und Werk: die Europareise mit Humphry Davy, Benzol und die Gesetze der Elektrolyse, den faradayschen Käfig, den Faraday-Effekt und seine berühmten Weihnachtsvorlesungen. Von leichten Einstiegsfragen bis zu Details für Kenner der Wissenschaftsgeschichte ist alles dabei.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welchen Handwerksberuf erlernte Michael Faraday ab 1805 in einer siebenjährigen Lehre?
Buchbinder
Sein Lehrmeister George Riebau erlaubte ihm kleinere chemische und elektrische Experimente; viele der zum Binden gebrachten Bücher las Faraday aufmerksam.
Q 02Aus welchem reinen Stoff bestehen Diamanten, wie Davy und Faraday in Florenz zeigen wollten?
Kohlenstoff
Für den Nachweis nutzten die beiden große Brenngläser aus dem Besitz von Großherzog Ferdinand III.; am 27. März 1814 gelang er zum ersten Mal.
Q 03Was verschwindet im Inneren eines faradayschen Käfigs?
Elektrisches Feld
Die Anordnung dient heute in der Elektrotechnik zur Abschirmung. Faraday selbst stieg mit einem Messgerät in einen geladenen, mit Draht bespannten Aufbau.
Q 04Wer verlieh Humphry Davy den Prix du galvanisme, den er in Paris entgegennehmen wollte?
Napoleon Bonaparte
Die Goldmedaille würdigte Davys Beiträge zur Elektrochemie. Trotz der andauernden Kriege erlaubte ihm die französische Regierung, Kontinentaleuropa zu bereisen.
Q 05In welchem Bereich wurde die „Davy-Lampe“ eingesetzt, an der Michael Faraday 1816 mitarbeitete?
Bergbau
Faraday führte im Labor der Royal Institution häufig Experimente in Davys Auftrag durch und war an den Untersuchungen zur Lampe maßgeblich beteiligt.
Q 06Welchem Alltagsgegenstand widmete Michael Faraday sein populärstes Werk?
Kerze
Die Buchfassung gilt als eines der erfolgreichsten populärwissenschaftlichen Bücher und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Q 07An wen richtete sich die 1825/26 erstmals gehaltene Weihnachtsvorlesung der Royal Institution?
Jugendliche Hörer
Faraday prägte die Reihe bis Anfang der 1860er Jahre wesentlich; seine Folgen bestanden meist aus sechs Einzelvorlesungen.
Q 08Was band Michael Faraday zu einem Buch und schickte es an den Chemiker Humphry Davy?
Notizen zu dessen Vorlesungen
Kurz darauf verletzte eine Explosion Davy am Auge; er brauchte Hilfe beim Ordnen seiner Unterlagen und lud Faraday zu sich nach Hause ein.
Q 09Zwischen Elektrizität und welcher Kraft suchte Michael Faraday ab 1849 einen Zusammenhang?
Gravitation
Er ließ dazu eine mit einem Galvanometer verbundene Drahtspule aus großer Höhe fallen, konnte aber bei keiner Messung einen Effekt nachweisen.
Q 10Nach dem griechischen Wort für welche Farbe benannte Humphry Davy das Element Iod?
Violett
Französische Forscher hatten Davy die von Bernard Courtois entdeckte Substanz in Paris vorgeführt; Faraday half ihm bei den eigenen Experimenten damit.
Q 11Welchem Gerät liegt das Prinzip von Faradays Induktionsversuch mit dem Eisenring zugrunde?
Transformator
Beim Schließen des Stromkreises schlug eine Magnetnadel aus, beim Öffnen in die Gegenrichtung. Der Weicheisenring hatte einen Innendurchmesser von etwa 15 Zentimetern.
Q 12Welches Amt lehnte Michael Faraday sowohl 1848 als auch 1858 ab?
Präsident der Royal Society
Dabei hatte ihn die Gesellschaft mehrfach geehrt: mit der Copley-Medaille, der Royal Medal und der Rumford-Medaille.
Q 13Mit wessen Flintgläsern sollten die Gläser konkurrieren, an denen Faraday ab 1825 forschte?
Joseph von Fraunhofer
Q 21In welchem Jahr wurde Michael Faraday zum ersten Fuller-Professor für Chemie ernannt?
1833
Schon 1825 war er Labordirektor der Royal Institution geworden; das Angebot, erster Chemieprofessor der neu gegründeten University of London zu werden, lehnte er ab.
Q 22Welchen Beruf übte James Faraday, der Vater von Michael Faraday, aus?
Schmied
Die Familie lebte zunächst im Dorf Outhgill im Nordwesten Englands und zog aus Armut in die Nähe von London, wo der Vater bei einem Eisenwarenhändler Arbeit fand.
Q 23Wer prägte für Michael Faraday die Begriffe Anode, Kathode und Ion?
William Whewell
Faraday stellte die neuen Fachwörter am 9. Januar 1834 der Royal Society vor; im selben Aufsatz formulierte er die beiden Grundgesetze der Elektrolyse.
Die Glasuntersuchungen waren über fünf Jahre Faradays Hauptaufgabe; 1830 wurden sie aus finanziellen Gründen gestoppt, und er selbst hielt die Ergebnisse für unzulänglich.
Q 14In welcher englischen Grafschaft wurde Michael Faraday 1791 geboren?
Surrey
Sein Geburtsort Newington gehört heute zum London Borough of Southwark; die Eltern waren erst kurz zuvor in die Nähe der Hauptstadt gezogen.
Q 15Welches Gas konnte Michael Faraday 1823 als Erstes verflüssigen?
Chlor
Später verflüssigte er unter anderem auch Ammoniak, Schwefeldioxid und Ethen und wies nach, dass sich die Zustände fest, flüssig und gasförmig ineinander überführen lassen.
Q 16Auf welchem Friedhof wurde Michael Faraday 1867 begraben?
Highgate Cemetery
Er starb in seinem Haus in Hampton Court, das er 1858 durch Vermittlung von Prinz Albert bezogen hatte; die Beisetzung folgte fünf Tage später.
Q 17Welcher kleinen christlichen Glaubensgemeinschaft gehörte Michael Faraday an?
Sandemanianer
Die Gemeinschaft hatte sich von der Church of Scotland losgesagt und legte die Bibel wörtlich aus; in ganz Großbritannien zählte sie nur etwa eintausend Mitglieder.
Q 18In welchem Jahr trat Michael Faraday seine Stelle als Laborgehilfe an der Royal Institution an?
1813
Sein Vorgänger William Payne war nach einer handgreiflichen Auseinandersetzung mit einem Kollegen entlassen worden; Faraday bezog dessen zwei Räume.
Q 19Wie viele Fuß Seitenlänge hatte der Würfel, den Michael Faraday 1836 im Hörsaal aufbaute?
12
Das entspricht etwa 3,65 Metern. Die Seitenflächen waren mit Kupferdraht bespannt und mit Papier verkleidet, Glasfüße isolierten den Aufbau vom Boden.
Q 20Was bewirkte ein starker Magnet in Faradays Versuch mit polarisiertem Licht in Bleiborat-Glas?
Drehung der Polarisationsebene
Der magnetooptische Effekt trägt heute Faradays Namen. Er belegte, dass Licht und Magnetismus zwei miteinander verbundene physikalische Phänomene sind.
Q 24Wem soll Michael Faraday die Idee der „elektromagnetischen Rotation“ gestohlen haben?
William Hyde Wollaston
Der Betroffene selbst erkannte an, dass sich Faradays experimenteller Nachweis völlig von seinem eigenen Lösungsvorschlag unterschied.
Q 25Über welches Material sprach Michael Faraday 1826 in der ersten Freitagabendvorlesung?
Kautschuk
Die Reihe entstand aus informellen Treffen im Labor; sie sollte Themen aus Naturforschung und Technik für Laien verständlich, unterhaltsam und anregend darstellen.
Q 26Mit welchem Deutschen stritt Michael Faraday über das Verhalten diamagnetischer Körper?
Wilhelm Eduard Weber
Faradays Kontrahent glaubte nachweisen zu können, dass der Magnetismus wie die Elektrizität polarer Natur sei; Faraday setzte dagegen immer stärker auf Kraftlinien.
Q 27Welche Verbindung explodierte in einem Glasröhrchen und verletzte Humphry Davys linkes Auge?
Stickstofftrichlorid
Davy wiederholte in Tunbridge Wells einen Versuch von Pierre Louis Dulong, der die Verbindung kurz zuvor entdeckt hatte; behandelt wurde er anschließend in London.
Q 28Auf wessen Betreiben wurde Michael Faradays Weihnachtsvorlesung mitgeschrieben und gedruckt?
William Crookes
Die Mitschrift erschien zunächst als sechsteilige Artikelfolge in der Zeitschrift „Chemical News“, kurze Zeit später folgte die Buchfassung.
Q 29Wer riet Michael Faraday, einen Aufsatz mit nur negativen Ergebnissen zurückzuziehen?
George Gabriel Stokes
Der Aufsatz beschrieb Fallversuche mit schweren Bleimassen von einem Schrotturm in Lambeth; Faraday zog ihn nach Erhalt des Briefes umgehend zurück.
Q 30Welcher heutigen Größe entspricht Faradays „specific inductive capacity“?
Dielektrizitätskonstante
Faraday bestimmte sie mit zwei identischen Kugelkondensatoren: War der Zwischenraum mit einem Isolator gefüllt, trug der betreffende Kondensator die größere Ladung.