Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Die Ökologie erforscht, wie Lebewesen miteinander und mit ihrer unbelebten Umwelt zusammenhängen. Was als Teildisziplin der Biologie begann, wurde seit den 1970er Jahren zum Leitbegriff einer ganzen Bewegung. Dieses Quiz fragt nach den Gründerfiguren und Begriffen der Ökologie, nach ihren Teilgebieten von der Aeroökologie bis zur Urbanökologie und nach den großen Debatten um Holismus und Gaia-Hypothese. Dazu kommt ein Block zum Stickstoffkreislauf: Fixierung, Nitrifikation, Denitrifikation und die Folgen der Überdüngung in Deutschland.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Wie heißt das Gegenstück zur Stadtökologie auf dem landwirtschaftlich genutzten Umland?
Agrarökologie
Die Urbanökologie untersucht Fauna und Flora in Parks, Steinritzen, Hausgärten und auf Ruderalstandorten der rasant wachsenden Stadtregionen.
Q 02Aus welcher Sprache stammt das Wort „Ökologie“ mit der Bedeutung „Lehre vom Haushalt“?
Altgriechisch
Das Wort setzt sich aus „oikos“ für Haus oder Haushalt und „logos“ für Lehre zusammen; ursprünglich war damit eine Teildisziplin der Biologie gemeint.
Q 03Welche Disziplin der Ökologie widmet sich dem Luftraum?
Aeroökologie
Die Gliederung nach Großlebensräumen unterscheidet sonst vor allem Meeres-, Süßwasser- und terrestrische Ökologie; letztere hieß historisch sehr selten auch Epeirologie.
Q 04Welches Pestizid wurde nach Rachel Carsons Warnung vor dem „Stummen Frühling“ weitgehend verboten?
DDT
Das Buch von 1962 wies auf die Gefährdung der Vogelwelt hin und wurde zunächst in den USA, später auch im deutschsprachigen Raum bekannt.
Q 05Welche drei trophischen Stufen unterscheidet das klassische Modell der Lebensgemeinschaften?
Produzenten, Konsumenten, Destruenten
Das Konzept entstand aus der Untersuchung einfacher Systeme mit oft nur zwei Arten; im gesamten Nahrungsnetz bleibt es eine modellhafte Vereinfachung.
Q 06Mit welcher Pflanzenfamilie fixieren Rhizobium-Bakterien in Symbiose Luftstickstoff?
Schmetterlingsblütler
Zu dieser Familie zählen Erbsen, Bohnen, Linsen, Luzerne und Lupine; die Knöllchenbakterien gehören zur Familie der Rhizobiaceae.
Q 07Wofür steht der Begriff „Neo-Ökologie“?
Verbindung von Ökonomie und Ökologie
Der Begriff entstand, nachdem „Nachhaltigkeit“ seit der Jahrtausendwende fast inflationär auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft angewendet wurde.
Q 08Welcher Ansatz untersucht die Rolle chemischer Signale in den Wechselbeziehungen von Organismen?
Chemische Ökologie
Aus diesem Ansatz ergaben sich praktische Anwendungen wie Methoden der biologischen Schädlingsbekämpfung.
Q 09Welche Studie gab der Club of Rome 1972 heraus?
„Grenzen des Wachstums“
Die Studie machte die Endlichkeit irdischer Ressourcen zum Thema und wurde zu einem wichtigen Impulsgeber dafür, ökologische Erkenntnisse auf gesellschaftliche Belange zu übertragen.
Q 10Welche Bezeichnung ist ein Synonym für die Süßwasserökologie?
Limnologie
Auch der Name Hydrobiologie ist gebräuchlich; die Ökologie der Gewässerreinhaltung wird oft als Technische Hydrobiologie eigenständig geführt.
Q 11Welcher deutsche Zoologe gab 1866 bis 1869 die ersten Definitionen des Begriffs Ökologie?
Ernst Haeckel
Der Verfechter der darwinschen Deszendenztheorie forschte selbst nicht ökologisch; seine letzte Definition bezog den Gesamthaushalt der Natur ein und kommt dem heutigen Verständnis nahe.
Q 12Welche Ausrichtung der Ökologie etablierte sich um 1990, nachdem die PCR-Technik ihre Methoden vereinfacht hatte?
Molekulare Ökologie
Genetische Sequenzen dienen dabei als Marker für Populationsdifferenzierung, Arthybridisierung und genetische Vielfalt; auch das DNA-Barcoding zur Artbestimmung gehört dazu.
Q 13Welches Forscherduo stellte ab Mitte der 1960er Jahre die Gaia-Hypothese auf?
Q 21Welche Bakteriengattung oxidiert als Nitritbakterium Ammoniak zu Nitrit?
Nitrosomonas
Die zweistufige Nitrifikation verläuft aerob und liefert den beteiligten Bakterien Energie; die zweite Stufe übernehmen Nitratbakterien.
Q 22Mit welchen Bäumen leben stickstofffixierende Frankia-Bakterien in Symbiose?
Erlen
Neben Alnus glutinosa gehören auch der Sanddorn und die exotische Kasuarina zu den Symbiosepartnern dieser Bakterien aus der Ordnung Actinomycetales.
Q 23Welcher in der Schweiz lehrende Botaniker prägte 1902 die Begriffe Autökologie und Synökologie?
Carl Schroeter
Beide Begriffe wurden zunächst als Gegensatzpaar verstanden; heute spricht man statt Autökologie meist von physiologischer Ökologie oder ökophysiologischen Ansätzen.
James Lovelock und Lynn Margulis
Die Hypothese sieht die Erde als selbstregulierendes System; außerhalb der Naturwissenschaften fand sie begeisterte Anhänger, Fachleute nahmen vor allem den systemtheoretischen Ansatz positiv auf.
Q 14In welche drei Bereiche wurde die Ökologie im deutschen Sprachraum im 20. Jahrhundert traditionell geteilt?
Autökologie, Populationsökologie, Synökologie
Aus dem dritten dieser Bereiche, der Ökologie der Lebensgemeinschaften, entwickelte sich später die Ökosystemlehre.
Q 15Mit welchen Tieren beschäftigte sich Charles Darwin in seiner ökologischen Forschung?
Regenwürmer
Darwin untersuchte zudem die Wechselwirkung von Ökologie und Evolution; Karl August Möbius widmete sich zur gleichen Zeit den Meerestieren.
Q 16Zu wie vielen Biosphärenreservaten hat das Man-and-the-Biosphere-Programm bislang geführt?
über 670
Das 1971 angelaufene Programm trug dazu bei, Forschung und Bewusstsein weit über den engen naturwissenschaftlichen Rahmen der Biologie hinaus zu entwickeln.
Q 17Unter welchem Namen ist die Populationsökologie im deutschen Sprachraum ebenfalls bekannt?
Demökologie
Die Bezeichnung geht auf Schwerdtfeger 1968 zurück; in der angewandten Entomologie sprach man früher auch vom „Massenwechsel“.
Q 18Welches Institut nahm 2021 das Neo-Ökologische Milieu in sein Gesellschaftsmodell auf?
Sinus-Institut
Das Milieu steht für den Wandel von der Konsumgesellschaft hin zu einem umweltbewussten Verbrauchertum.
Q 19Seit welchem Jahrzehnt etablierte sich die Feuerökologie als eigener Wissenschaftszweig?
1970er Jahre
Der Zweig befasst sich mit der natürlichen Rolle von Bränden, dem Feuer in traditioneller Landwirtschaft sowie seinen Folgen für Gesundheit, Umwelt und Klima.
Q 20Welcher südafrikanische Staatsmann warf ab 1926 den Terminus Holismus in die Ökologie-Debatte?
Jan Smuts
Die Gegenposition, ein Individualismus-Konzept, wurde vor allem von Botanikern in den USA vertreten; heute gilt das Superorganismus-Konzept für Ökosysteme als überholt.
Q 24Welches UNESCO-Programm von 1964 übertrug erstmals Ansätze der Großforschung auf die Ökologie?
Internationales Biologisches Programm
Umgesetzt wurde es faktisch von 1967 bis 1974; wahrgenommen wurde es zunächst fast nur innerhalb der ökologischen Wissenschaften und der beteiligten Institutionen.
Q 25Wie werden die Prozesse der Denitrifikation als Form anaerober Atmung zusammenfassend genannt?
Nitratatmung
Fakultativ anaerobe Bakterien wie Pseudomonas oder Paracoccus nutzen dabei Nitrat und Nitrit als Oxidationsmittel; der entstehende elementare Stickstoff entweicht größtenteils in die Atmosphäre.
Q 26Welcher US-amerikanische Botaniker vertrat in der Ökologie das Individualismus-Konzept?
H. A. Gleason
Im amerikanischen Forschungsraum dominierte das Kontinuum- oder Gradientenkonzept, weshalb dort konsequenterweise keine pflanzensoziologischen Systeme definiert wurden.
Q 27Welches Projekt war Deutschlands Beitrag zu den großangelegten Ökosystemanalysen des IBP?
Solling-Projekt
Weltweit wurden in diesem Rahmen mehrere ökosystemare Analyseprojekte verfolgt, die erstmals Methoden der Großforschung in die ökologische Feldarbeit brachten.
Q 28Ab welchem Jahr verfolgte Josias Braun-Blanquet seinen ökologisch orientierten pflanzensoziologischen Ansatz?
1928
Der Ansatz blieb fast auf Kontinentaleuropa beschränkt und führte zu Listen von Zeigerpflanzen für die damals noch kaum von Neophyten geprägte Vegetation Mitteleuropas.
Q 29Wie viel Stickstoff je Hektar wird in Deutschland jährlich über die Luft eingetragen?
20 bis 40 Kilogramm
Der Eintrag erfolgt zu etwa gleichen Teilen in reduzierter und oxidierter Form; hinzu kommt der Stickstoffdünger aus der Landwirtschaft.
Q 30Auf über wie viele Millionen Tonnen wird die jährlich fixierte Stickstoffmenge geschätzt?
120
Die Stickstofffixierung ist der erste und grundlegende Vorgang im Stickstoffkreislauf und kann biotisch oder abiotisch, etwa durch Blitzschlag, erfolgen.