Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Papier begleitet uns jeden Tag – als Buchseite, Briefbogen, Verpackung oder Taschentuch. Hinter dem unscheinbaren Werkstoff steckt eine Geschichte von fast zwei Jahrtausenden, die von Chinas Kaiserhof über Samarkand bis in die Papiermühlen Europas führt. Dieses Quiz fragt nach Erfindern und Mühlen, nach Rohstoffen wie Hadern, Holzschliff und Zellstoff, nach der Papiermaschine und nach den Normen, die unsere Blätter heute in Form bringen. Von leichten Einstiegsfragen bis zu Kniffligem für Kenner ist alles dabei.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Von welchem lateinischen Wort leitet sich die Bezeichnung „Papier“ ab?
papyrus
Dahinter steht ein altgriechisches Wort für eine Staude. Der Werkstoff selbst entsteht, indem eine Fasersuspension auf einem Sieb entwässert wird.
Q 02Worauf schrieben die Sumerer seit etwa 3200 v. Chr. mit Keilschrift?
Tontafeln
Die weichen Tafeln blieben teils nur erhalten, weil sie durch Zufälle gebrannt wurden. Die Sumerer gelten als Träger der ältesten bekannten Hochkultur.
Q 03Welchem chinesischen Hofbeamten wird die Erfindung des Papiers offiziell zugeschrieben?
Cai Lun
Er arbeitete um 105 n. Chr. in der Behörde für die Fertigung von Instrumenten und Waffen. Funde aus China lassen sich allerdings schon auf etwa 140 v. Chr. datieren.
Q 04Welches Polysaccharid, Fasergrundlage jedes Papiers, bildet fast alle Zellwände von Pflanzen?
Cellulose
Ihre Moleküle bestehen aus hunderten bis zu zehntausenden kettenförmig verknüpften Glukoseteilen. Die Kettenlänge ist für die Alterungsbeständigkeit des Papiers von großer Bedeutung.
Q 05Welche Hölzer liefern Zellstoff mit längeren und dickeren Fasern als Laubhölzer?
Nadelhölzer
Häufig verwendet werden Fichte, Tanne, Kiefer und Lärche. Lange Fasern verfilzen leichter, was dem Papier eine höhere Festigkeit gibt.
Q 06Welches Papier wird stark mit Füllstoffen versetzt, damit es glimmt und nicht abbrennt?
Zigarettenpapier
Füllstoffe füllen die Zwischenräume zwischen den Fasern. Sie machen das Blatt weicher und geschmeidiger und geben ihm eine glatte Oberfläche.
Q 07Mit welchem Element wurde Zellstoff traditionell gebleicht?
Chlor
Das belastet die Abwässer stark mit organischen Verbindungen. Modernere Verfahren setzen deshalb etwa auf Sauerstoff, Ozon und Wasserstoffperoxid.
Q 08Wie nennt der Papiermacher den Bottich, aus dem er den Papierbrei von Hand schöpft?
Bütte
Geschöpft wurde mit einem sehr feinmaschigen, flachen, rechteckigen Sieb aus Kupfer, dessen Größe die Größe des Bogens bestimmte.
Q 09Welches Haushaltspapier gilt als bekanntestes Papier mit Nassfestmitteln?
Küchenkrepp
Unbehandeltes Papier verliert nass seinen inneren Zusammenhalt. Die Zusätze bilden wasserunlösliche Quervernetzungen zwischen den Fasern, verhindern aber ein erfolgreiches Recycling.
Q 10In welcher Schweizer Stadt begann 1433 während eines Konzils die Papierherstellung?
Basel
Der Handelsmann Heinrich Halbisen der Ältere errichtete dort vor dem Riehentor eine Papiermühle, die bis 1451 betrieben wurde.
Q 11Welches Volk stellte schon vor dem 5. Jahrhundert den papierähnlichen Beschreibstoff Huun her?
Maya
Das Material aus kreuzweise verpressten Baststrängen gilt nicht als echtes Papier, weil es nicht aus aufgeschlossenen Einzelfasern erzeugt und nicht auf einem Sieb entwässert wird.
Q 12Welcher Holzbestandteil ist die Hauptursache für das Vergilben von Holzschliffpapier?
Lignin
Solches Papier verliert auch schnell seine Elastizität – ein großer Schaden für die schriftliche Überlieferung des 19. und 20. Jahrhunderts.
Q 13In welcher Stadt begann um 795 die Papierherstellung und erschien 870 der erste Papiercodex?
Bagdad
Papiergeschäfte waren dort wissenschaftliche und literarische Zentren, betrieben von Lehrern und Schriftstellern. Zur selben Zeit entstand das Haus der Weisheit.
Q 21Wer erfand Ende 1843 das Verfahren, Papier aus Holzschliff herzustellen?
Friedrich Gottlob Keller
Er verarbeitete Holz auf einem Schleifstein mit Wasser quer zur Faser. Die Patentierung verweigerte ihm das Sächsische Ministerium des Inneren.
Q 22In welchem Jahr wurde die deutsche Papierformat-Norm DIN 476 erstmals festgelegt?
1922
Festgelegt wurde sie an einem 18. August vom Deutschen Institut für Normung. Auf ihr beruht der heutige internationale Standard für Papierformate.
Q 23Welche Nummer trägt die ISO-Norm, die als internationaler Standard für Papierformate gilt?
216
Sie beruht auf einer deutschen Norm, deren Formate sich international schnell durchsetzten. Nur in wenigen Ländern wie den USA und Kanada sind sie nicht üblich.
Q 14Wie heißt die flächenbezogene Masse von Papier in der Fachsprache?
Grammatur
Angegeben wird sie in Gramm pro Quadratmeter. Im internationalen Papierhandel wird sie als Basisgewicht bezeichnet.
Q 15Aus welchem Land stammt die Erfindung des Wasserzeichens im Papier?
Italien
Technische Voraussetzung war das starre Schöpfsieb aus Metalldraht, das in Europa an die Stelle der älteren Bambus- oder Schilfsiebe trat.
Q 16Welcher auch Porzellanerde genannte Füllstoff war früher das meistverwendete Pigment im Papier?
Kaolin
Etwa seit 1990 wurde es als Füllstoff und als Streichpigment nach und nach durch Calciumcarbonat ersetzt.
Q 17Wie viele Bogen bildeten das arabische Bündel „rizma“, auf das der Begriff Ries zurückgeht?
500
Die Araber führten genormte Flächenmaße ein und entwickelten mit der Oberflächenleimung auch die Herstellungstechnik weiter.
Q 18Zu wie viel Prozent besteht der Papierbrei im Stoffauflauf einer Papiermaschine aus Wasser?
99 %
Der Brei wird zu einem dünnen, möglichst gleichförmigen Strahl geformt. Auf dem Sieb läuft dann innerhalb weniger Sekunden ein sehr großer Teil des Wassers ab.
Q 19Wie viele Millimeter dick ist ein einzelnes Blatt normales Schreibpapier ungefähr?
0,1
Die Dicke eines Einzelbogens wird auch Stärke genannt. Für Papier und Pappe ist ihre Messung eigens genormt.
Q 20In welchem Land steht mit der Kartonfabrik von Verla die älteste erhaltene Holzschleiferei?
Finnland
Die 1964 stillgelegte Fabrikanlage wurde 1996 in das Verzeichnis des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Q 24Wie viele Blatt A4-Schreibpapier wiegen zusammen rund eine Tonne?
200.000
Ein einzelnes A4-Blatt normales Schreibpapier wiegt 5 g. Drei Blätter plus Umschlag liegen damit gerade unter den 20 g, die für einen Standardbrief erlaubt sind.
Q 25An welchem Fluss lag das Schlachtfeld von 751, von dem die Papiertechnik nach Samarkand kam?
Talas
Das Datum ist umstritten: Es gibt Erkenntnisse, nach denen Papier in der Stadt schon 100 Jahre früher bekannt war und auch hergestellt wurde.
Q 26Bei wie vielen Gramm pro Quadratmeter zieht DIN 6730 die Grenze zwischen Papier und Pappe?
225
Die Norm vermeidet den Begriff Karton. Umgangssprachlich bezeichnet er ein dickeres und steiferes Material im Bereich von 150 bis 600 g/m².
Q 27Wer schlug bereits 1786 für Papier das Seitenverhältnis eins zur Quadratwurzel aus zwei vor?
Georg Christoph Lichtenberg
Angewendet wurde dieses Verhältnis schon in der Zeit der Französischen Revolution. Im 19. Jahrhundert gab es Formate wie Grand Registre und Moyen Papier.
Q 28Welcher Ratsherr und Exportkaufmann gründete die Gleismühl, die erste deutsche Papiermühle?
Ulman Stromer
Mit der Papierherstellung kam er auf Geschäftsreisen in die Lombardei in Berührung. Mitarbeiter und Erben mussten per Eid versprechen, die Kunst geheim zu halten.
Q 29Welchen Beruf hatte Moritz Friedrich Illig, der 1806 die Harzleimung des Papiers erfand?
Uhrmacher
Der Mann aus Erbach im Odenwald setzte den Leim bereits dem Papierbrei zu, also im Herstellungsprozess, statt die fertigen Bogen in Leim zu tauchen.
Q 30Ab welchem Jahr sind wassergetriebene Lumpen-Stampfwerke in Europa erstmals bezeugt?
1282
Die Mühlen mechanisierten das Zerkleinern des Lumpenmaterials, das bis dahin nur in Handarbeit oder mit Tieren im Kollergang praktiziert wurde.