Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Psychische Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit: ein Zustand des Wohlbefindens, in dem ein Mensch seine Fähigkeiten ausschöpfen, Belastungen bewältigen und etwas zu seiner Gemeinschaft beitragen kann. Dieses Quiz fragt nach Schutz- und Risikofaktoren, nach den Klassifikationssystemen ICD und DSM, nach Zahlen zur Verbreitung psychischer Störungen in Deutschland und Europa – und nach neuen Themen wie Hitze, Klimawandel und Solastalgie. Von Grundbegriffen bis zu Details für Fachleute – wie gut kennst du dich aus?
Alle 29 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Wie lautet der englische Begriff für psychische Gesundheit?
Mental Health
Im angelsächsischen Raum wird der Begriff auch damit verbunden, dass sich ein Mensch produktiv in seine Gemeinschaft einbringen kann.
Q 02An welchem Datum findet jedes Jahr der Welttag für psychische Gesundheit statt?
10. Oktober
Rund um den Globus finden an diesem Tag Aktionen und Veranstaltungen statt, die auf Prävention und Förderung seelischen Wohlbefindens aufmerksam machen.
Q 03Welche Kombination gilt als Standard bei der Behandlung psychischer Störungen?
Psychopharmaka und Psychotherapie
Wie stark jede der beiden Säulen gewichtet wird, hängt vom Einzelfall ab; wichtig ist auch, dem Patienten das Gefühl der Stigmatisierung zu nehmen.
Q 04Welche Organisation gibt die Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD) heraus?
Weltgesundheitsorganisation
Die ICD zielt auf internationale Anwendung ab; bis heute werden einzelne Aspekte der Klassifikation kontrovers diskutiert.
Q 05Welcher Faktor zählt zu den Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit?
Resilienz
Zu den Schutzfaktoren gehören außerdem soziale Unterstützung und eine gesunde Lebensweise; daraus ergeben sich viele Ansatzpunkte für Prävention.
Q 06Welches Verfahren kann die Standardbehandlung psychischer Störungen ergänzen?
Ergotherapie
Auch Psychoedukation kommt ergänzend zum Einsatz; zudem kann das Umfeld des Betroffenen in die Behandlung einbezogen werden.
Q 07Welche psychischen Störungen stehen in Europa an erster Stelle der Häufigkeit?
Angststörungen
Bei jüngeren Menschen folgt ADHS, bei älteren Demenz; insgesamt zählen psychische Störungen zu den häufigsten Beratungsanlässen beim Hausarzt.
Q 08In welcher Altersgruppe werden psychische Störungen am häufigsten diagnostiziert?
18–34 Jahre
Am seltensten fällt die Diagnose bei 65- bis 79-Jährigen; in unteren sozioökonomischen Schichten wird sie häufiger gestellt als in höheren.
Q 09Wer gibt das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM) heraus?
American Psychiatric Association
Das DSM wird vor allem in den USA und in der internationalen Forschung verwendet; mit der ICD-11 wurde eine „Harmonisierung“ beider Systeme angestrebt.
Q 10Welcher Umweltfaktor erhöht Studien zufolge neben Hitze das Risiko für Depressionen?
Luftverschmutzung
Untersucht wird dabei vor allem der Einfluss von Feinstaub; Verbände fordern seit den 2020er Jahren vermehrt politisches Handeln.
Q 11Nach welchem Ereignis von 2021 nahmen psychische Diagnosen in der betroffenen Region zu?
nach der Flutkatastrophe
Nach Extremwetterereignissen sind generell erhöhte Raten von posttraumatischen Belastungsstörungen, Depressionen und Angsterkrankungen dokumentiert.
Q 12Welche psychische Erkrankung kann als „Wie-Berufskrankheit“ gerichtlich anerkannt werden?
Posttraumatische Belastungsstörung
Auf der offiziellen Liste der Berufskrankheiten sind psychische Erkrankungen nicht erfasst; geprüft wird der Einzelfall vor den Sozialgerichten.
Q 13An welcher Stelle der Gründe für Krankschreibungen stehen psychische Erkrankungen?
Q 21Seit welchem Jahr gilt die ICD-11?
2022
Psychische Störungen stehen dort im Kapitel 06; Struktur und Inhalte haben sich dem DSM-5 deutlich angenähert.
Q 22In wie viele Klassen ist das Kapitel zu psychischen Störungen in der ICD-10 unterteilt?
100
Jeder Klasse ist ein bis zu fünfstelliger Schlüssel zugeordnet; die ersten drei Stellen bilden den sogenannten „Dreisteller“.
Q 23Um wie viel Prozent steigt das Risiko psychischer Erkrankungen pro Grad Temperaturanstieg?
0,9 %
Anhaltende Hitze geht mit mehr psychiatrischen Notaufnahmen einher; bestimmte Psychopharmaka stören zudem die Thermoregulation des Körpers.
an zweiter Stelle
Seit 1976 steigen die Fehltage durch psychische Erkrankungen stetig; Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.
Q 14Wie viele Menschen sind nach WHO-Schätzung weltweit von Depressionen betroffen?
300 Millionen
Damit zählen Depressionen zu den am weitesten verbreiteten Erkrankungen überhaupt; von Demenz sind weltweit rund 47,5 Millionen Menschen betroffen.
Q 15Wie lange darf eine Zwangsunterbringung ohne richterliche Anordnung höchstens dauern?
24 Stunden
Eine Behandlung gegen den Willen ist nur bei gravierender Selbst- oder Fremdgefährdung zulässig; die Regeln zur Akuteinweisung legt jedes Bundesland fest.
Q 16Mit welchem Thema verknüpfte die WHO 2022 in einem Policy Brief die psychische Gesundheit?
Klimawandel
Umweltveränderungen werden zunehmend als Einflussfaktoren erforscht – etwa die Folgen anhaltender Hitze für Demenz, Schizophrenie und bipolare Störungen.
Q 17Vor welchem Lebensjahr brechen rund die Hälfte aller psychischen Störungen aus?
15. Lebensjahr
Drei Viertel beginnen vor dem 25. Geburtstag – ein starker Kontrast zu Krebs, Herzleiden oder Parkinson, die meist erst viel später auftreten.
Q 18Welches Modell veranschaulicht das multifaktorielle Ursachengefüge psychischer Störungen?
Diathese-Stress-Modell
Weil die konkrete Kausalkette im Körper meist unbekannt bleibt, beschränkt sich die Medizin darauf, Symptome und Syndrome möglichst genau zu beschreiben.
Q 19Welche Störung gilt als Beispiel für eine psychische Störung ohne Leidensdruck?
Psychopathie
Umgekehrt ist nicht jedes Leiden krankhaft – etwa Schmerzen bei der Geburt oder Hunger bei Nahrungsknappheit.
Q 20Welchen Begriff prägte Glenn Albrecht 2005 für das Erleben des Verlusts vertrauter Lebensräume?
Solastalgie
Daneben wird unter „Klimaangst“ diskutiert, was vor allem junge Menschen angesichts der Klimakrise belastet – der Begriff ist fachlich umstritten.
Q 24Wer entwickelte den „Harmful Dysfunction“-Ansatz zur Bestimmung psychischer Störungen?
Jerome Wakefield
Der Ansatz verbindet evolutionsbiologische Erkenntnisse mit sozialen Wertvorstellungen und hat die DSM-Definition stark beeinflusst.
Q 25Welcher Anteil der Erwachsenen in Deutschland erhielt 2024 ambulant eine psychische Diagnose?
40,9 %
Die Zahl stammt vom Robert Koch-Institut; weltweit leidet im Schnitt etwa jeder Fünfte innerhalb eines Jahres an einer psychischen Erkrankung.
Q 26Auf welchen Psychiater (1817–1868) gehen die biologischen Wurzeln der Psychiatrie zurück?
Wilhelm Griesinger
In dieser Tradition werden psychische Symptome objektiviert, indem man sie mit bereits bekannten Gehirnerkrankungen vergleicht.
Q 27Aus wie vielen gleichrangigen Kategorien besteht das DSM-5?
22
Anders als seine beiden Vorgänger enthält das DSM-5 kein multiaxiales System mehr.
Q 28Wie viele Erkrankungen standen 2024 auf der amtlichen Liste der Berufskrankheiten?
82
Das Verbrauchermagazin Finanztest wies darauf hin, dass psychische Erkrankungen auf dieser Liste nicht erfasst sind.
Q 29Wer sprach von einer „Ausdrucksgemeinschaft psychischer Symptomatik“?
Viktor von Weizsäcker
Gemeint sind Überschneidungen in der Symptomatik, die eine exakte Diagnose erschweren – etwa bei schizophrenen Psychosen.