Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Der Sinclair ZX Spectrum kam 1982 für 125 Pfund auf den Markt und wurde in Großbritannien zum meistverkauften Heimcomputer seiner Zeit – mit Gummitasten, die sich wie Radiergummis anfühlten, und einem Z80-Prozessor mit 3,5 MHz. Dieses Quiz fragt nach Hardware und Zubehör, vom ULA-Chip über Microdrive und Interface 1 bis zu den Nachfolgern Spectrum 128K, QL und dem Kickstarter-Projekt Spectrum Next. Dazu kommen Fragen zu Jet Set Willy, dem Kassenschlager von Matthew Smith, und zur Rolle des Spectrum in der Bundesrepublik und im Ostblock.
Alle 29 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Woran erinnert die Beschaffenheit der Tastatur des ursprünglichen ZX Spectrum?
Radiergummis
Im Betrieb erwärmt sich das Gerät stark, was die Lebensdauer der Kontaktmatte unter den Tasten beeinträchtigt; das Netzteil ist ein externes Gerät.
Q 02Welcher Prozessor arbeitet im ZX Spectrum mit 3,5 MHz?
Zilog Z80
Derselbe Prozessortyp steckte schon im Vorgänger ZX81; der Spectrum nutzte im Gegensatz zu diesem aber den ASCII-Zeichensatz.
Q 03Mit wie viel Arbeitsspeicher wurden die beiden Urversionen des ZX Spectrum angeboten?
16 oder 48 KB
Bei der größeren Version kamen aus Kostengründen defekte 64-KB-RAM-Bausteine zum Einsatz, bei denen die jeweils defekte Bank einfach ausgeblendet wurde.
Q 04Hinter welchem Rechner lag der ZX Spectrum in der Bundesrepublik zeitweise auf Platz zwei der Verkäufe?
C64
Diese Position hielt der Rechner bis zum Erscheinen des Schneider bzw. Amstrad CPC; in Großbritannien war er deutlich früher als die Konkurrenz aus den USA auf dem Markt.
Q 05Welches Unternehmen erwarb 1986 den Markennamen Spectrum und vermarktete die Rechner bis 1992?
Amstrad
Danach erschienen unter neuer Leitung noch die Modelle +2, +2A und +3 mit eingebautem Kassettenrekorder bzw. 3-Zoll-Diskettenlaufwerk.
Q 06Wofür steht die Abkürzung QL beim Sinclair QL?
Quantum Leap
Der Rechner hatte zwei fest eingebaute Microdrives, Netzwerk- und Multitaskingfähigkeiten, konnte sich aber nicht gegen den Apple Macintosh durchsetzen.
Q 07Aus wie vielen Farben kann beim ZX Spectrum die Vorder- und Hintergrundfarbe eines Blocks gewählt werden?
8
Die Rahmenfarbe wird separat gewählt; mit der Helligkeitsstufe BRIGHT ergeben sich insgesamt 16 Farbnuancen.
Q 08Wie viele Exemplare des ZX Spectrum wurden weltweit verkauft?
5 Millionen
Das Grundmodell war leicht nachzubauen, weil es außer der ULA keine speziellen Chips enthielt – die Zahl der kompatiblen Nachbauten lässt sich kaum ermitteln.
Q 09Welcher Custom-Chip übernimmt im ZX Spectrum Bilddarstellung, Tonausgabe und Kassettenschnittstelle?
ULA
Weil dieser Chip die gesamte Bildausgabe erledigt, wird der Prozessor damit nicht belastet – anders als noch beim ZX81.
Q 10Zu welchem Preis kam das 16-KB-Modell des ZX Spectrum 1982 in Großbritannien auf den Markt?
125 £
Das 48-KB-Modell kostete beim Start 175 Pfund; der Nachfolger-Konzern vermarktete die Spectrum-Reihe nach der Übernahme des Markennamens noch bis 1992.
Q 11Womit war das ZX Interface 2 neben zwei Joystick-Ports ausgestattet?
ROM-Steckmodulschacht
Die Herstellung der Spielmodule war fast doppelt so teuer wie Kompaktkassetten, weshalb nur wenige Titel in dieser Form erschienen.
Q 12Welche Grafikauflösung in Bildpunkten bietet der ZX Spectrum?
256 × 192
Als Ausgabegerät dient meist ein Fernseher über den Antenneneingang; am Erweiterungsanschluss liegt zusätzlich ein Basisband-Videosignal an.
Q 13Ab welchem Jahr bot Sinclair die Bandlaufwerke namens ZX Microdrive an?
1983
Die Laufwerke wurden per Flachbandkabel mit dem Controller ZX Interface 1 verbunden, der fest mit dem Computer verschraubt wird.
Q 21Zu welcher weit verbreiteten Joystick-Schnittstelle war das ZX Interface 2 nicht kompatibel?
Kempston
Die 9-poligen D-Sub-Buchsen stammten vom Atari 2600; trotzdem liefen die meisten vor dem Interface erschienenen Spiele nicht damit.
Q 22In welchem Ostblockland wurden Spectrum-Programme als Audiosignale im Radio und Fernsehen gesendet?
Ungarn
Hörer zeichneten die Sendungen mit einem Kassettenrecorder auf und luden sie dann in den Heimcomputer; später gab es das auch für Commodore 16 und 64.
Q 23Welches Sinclair-Modell wurde zuerst in Spanien auf den Markt gebracht?
ZX Spectrum 128K
In Spanien war der Rechner lange Zeit ausgesprochen beliebt; weltweit gab es insgesamt acht Modellvarianten und unzählige Nachbauten.
Q 14Welche Schnittstelle besitzt der Spectrum 128K zusätzlich zu seinem Dreikanal-Soundchip?
MIDI
Weil Speicherbänke unabsichtlich umgeschaltet werden können, lässt sich die Umschaltung per Befehl OUT 32765,48 im BASIC Loader bis zum nächsten Reset sperren.
Q 15Mit bis zu wie vielen Zeichen und Befehlen ist jede Taste des ZX Spectrum belegt?
sechs
BASIC-Befehle werden nicht Buchstabe für Buchstabe getippt, sondern mit einem Tastendruck oder einer Tastenkombination eingegeben – schnell und tippfehlerarm.
Q 16Wie hieß das Netzwerk, mit dem das Interface 1 bis zu 64 Geräte verbinden konnte?
ZX Net
Die Datenrate lag bei bis zu 100 kbit/s; Interface 1 und Microdrive wurden gemeinsam als Paket verkauft.
Q 17Welcher Soundchip wurde in die späteren 128-KB-Modelle des Spectrum eingebaut?
AY-3-8910
Beim Urmodell musste der Prozessor den eingebauten Lautsprecher selbst ein- und ausschalten, sodass jede Tonausgabe den Rechner blockierte.
Q 18Welches Bedienelement befindet sich beim ZX Spectrum Plus zusätzlich an der Seite?
Reset-Taster
Die Elektronik ist identisch mit dem 48-KB-Modell; neu waren das größere Gehäuse und harte Tastenkappen, die häufige Tastenkombinationen auf Einzeltasten legen.
Q 19Bis zu wie viele Microdrive-Laufwerke konnte das ZX Interface 1 steuern?
acht
Daneben bot das Gerät eine RS-232-Schnittstelle, die hauptsächlich für den Anschluss von Druckern gedacht war.
Q 20Wie groß ist das Farbraster des ZX Spectrum, bei dem jeweils 8 × 8 Pixel einen Block bilden?
32 × 24 Blöcke
Pro Block lassen sich nur Vorder- und Hintergrundfarbe festlegen, die zusätzlich aufgehellt oder blinkend geschaltet werden können.
Q 24Welches Betriebssystem kann der Original-Spectrum ohne Zusatzmodule nicht ausführen?
CP/M
Das System setzt RAM an der Adresse 0 voraus, wo der Rechner nur ROM hat; programmiert wurde meist in BASIC, Assembler und Pascal.
Q 25Wie viel nutzbare Speicherkapazität bietet ein Steckmodul des ZX Microdrive etwa?
85 Kilobyte
Im Modul läuft ein Endlosband an einem Tonkopf vorbei; im Sinclair QL fassen dieselben Module sogar rund 110 KB.
Q 26Welches US-Unternehmen bot als einzige nennenswerte Ausnahme Spiele für den ZX Spectrum an?
Atarisoft
Auf dem amerikanischen Markt war der Rechner so gut wie nicht präsent, weshalb dortige Firmen ihre Software meist nicht dafür anboten.
Q 27Für welchen Zweck war das ZX Interface 1 ursprünglich gedacht?
Netzwerkschnittstelle für Schulen
Vor der Veröffentlichung wurde das Gerät überarbeitet; es enthielt ein 8-KB-ROM, das per Bank Switching in den Adressraum eingeblendet wurde.
Q 28Welches Textverarbeitungsprogramm lag dem Paket aus Interface 1 und Microdrive bei?
Tasword II
Das Programm teilte jedes Standardzeichen in zwei schmale Zeichen mit nur 7×3 Bildpunkten und machte so normale Büroarbeit auf dem Rechner möglich.
Q 29Welchen Namen sollte der als Amiga-Konkurrent geplante „Super Spectrum“ tragen?
LOKI
Das Gerät sollte mit zwei Z80H-Prozessoren laufen, kam aber nie über das frühe Prototypstadium hinaus und wurde nach dem Verkauf von Sinclair eingestellt.