Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Das Telefon hat die Welt kleiner gemacht: Was 1876 als wackelige Laborapparatur begann, wurde zum weltweiten Nachrichtennetz. Dazwischen liegen Kohlemikrofone, das „Fräulein vom Amt“, Wählscheiben, Tastentelefone und schließlich das schnurlose Gerät im Wohnzimmer. Dieses Quiz fragt nach Erfindern und Patentstreits, nach deutschen Klassikern wie dem W48 und dem FeTAp, nach Technik wie Rufspannung und Impulswahl – und nach Alexander Graham Bell, der weit mehr erfand als nur das Telefon. Von leicht bis knifflig ist alles dabei.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welcher Regisseur drehte 1954 den Thriller „Bei Anruf Mord“?
Alfred Hitchcock
Das Telefon spielt auch in „Nicht auflegen“ (2002) die Hauptrolle – der Film spielt fast ausschließlich in einer Telefonzelle.
Q 02Welcher Künstler schuf 1936 das „Hummer-Telefon“?
Salvador Dalí
Ein weiteres berühmtes Telefon-Kunstwerk ist das „Soft Pay-Telephone“ von Claes Oldenburg aus dem Jahr 1963.
Q 03Welcher Satz gehört der Überlieferung nach zu den ersten, die per Telefon übermittelt wurden?
„Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“
Ein Jahrzehnt vor Bell gab es bereits Apparate, die Töne über elektrische Leitungen übertrugen und in größerer Stückzahl als Demonstrationsobjekte verkauft wurden.
Q 04In welcher Stadt wurde Alexander Graham Bell am 3. März 1847 geboren?
Edinburgh
Den zweiten Vornamen „Graham“ nahm er als Kind aus Bewunderung für einen Freund der Familie an; unterrichtet wurde er zunächst von seiner Mutter.
Q 05Welcher deutsche Erfinder gab seinem Gerät zur Tonübertragung den Namen „Telephon“?
Philipp Reis
Am 26. Oktober 1861 führte er seinen Fernsprecher dem Physikalischen Verein in Frankfurt vor; das Gerät konnte zunächst Musiknoten, aber noch keine Sprache übertragen.
Q 06Welche Aufforderung war bis in die 1970er Jahre an öffentlichen Fernsprechern angebracht?
„Fasse dich kurz!“
Die weltweit verbreitetste Sonderform des Telefons ist die Telefonzelle – fachlich präziser das Telefonhäuschen mit fest installiertem Münzfernsprecher.
Q 07Wen heiratete Alexander Graham Bell im Jahr 1877?
Mabel Hubbard
Die gehörlose Tochter seines Geschäftspartners hatte er als Lehrer an der Clarke-Schule kennengelernt; heiraten durfte er sie erst nach Fertigstellung seiner Erfindung.
Q 08In welcher Stadt brachte Bell das Telefon 1876 erstmals zur praktischen Anwendung?
Boston
Von den frühen Erfindern hatte nur Bell die organisatorischen Fähigkeiten, das Telefon über die Laborapparatur hinaus als Gesamtsystem zur Marktreife zu bringen.
Q 09Welchen Beruf übte Almon Strowger aus, der 1891 die automatische Vermittlung patentierte?
Bestatter
Der Überlieferung nach nahm ihm ein Konkurrent gemeinsam mit dem örtlichen „Fräulein vom Amt“ die Kundenaufträge weg – das brachte ihn auf die Idee der Selbstwahl.
Q 10Welcher Schauspieler verkörperte Alexander Graham Bell in der Filmbiografie von 1939?
Don Ameche
Der Darsteller wurde so stark mit der Erfinderrolle identifiziert, dass man das Telefon in Teilen der USA nach ihm benannte.
Q 11Welche Firma fertigte nach den Berliner Versuchen von 1877 weitere Bell-Telefone an?
Siemens & Halske
Dieselbe Firma patentierte am 29. April 1913 den Nummernschalter, der nach dem Impulswahlverfahren arbeitete und lange in Telefonen gebräuchlich war.
Q 12Welche britische Glam-Rock-Band veröffentlichte 1971 den Titel „Alexander Graham Bell“?
The Sweet
Der Song erreichte in Deutschland Platz 24 der Hitparade, und die Band erhielt dafür eine goldene Schallplatte.
Q 13Auf welchen Frequenzbereich ist der beim Telefonieren übertragene Schall oft eingeschränkt?
300 bis 3400 Hertz
Q 21Wie heißt der Effekt, der verhindert, dass man sich im eigenen Hörer übermäßig selbst hört?
Rückhördämpfung
Technisch wird das mit einem Differentialtransformator in der Gabelschaltung gelöst, der die gleichzeitige Übertragung in beide Richtungen über nur zwei Adern ermöglicht.
Q 22Welches Modell war ab November 1976 das erste Festnetz-Tastentelefon der Bundesrepublik?
FeTAp 751
Zu den bekanntesten deutschen Apparaten zählen die Modelle W28 (ab 1928), W38 und W48 (ab 1938 bzw. 1948) sowie der FeTAp 611 ab 1963.
Q 23In welchem Jahr entwickelten die Bell Telephone Laboratories das Mehrfrequenzwahlverfahren?
1955
Die Einschränkung erfolgt aus Wirtschaftlichkeitsgründen: Für eine ausreichende Silbenverständlichkeit genügen oben einige Kilohertz und unten wenige hundert Hertz.
Q 14Auf welcher Bahnstrecke begann 1926 die Entwicklung des Mobiltelefons mit einem Zugtelefon?
Hamburg–Berlin
Der Dienst wurde von der Deutschen Reichsbahn und der Reichspost betrieben; flächendeckend eingesetzt werden Mobiltelefone erst seit der Jahrtausendwende.
Q 15Seit welchem Jahr ermöglichen Satellitentelefone weltweites Telefonieren ohne Bodennetz?
1982
Neben Satelliten nutzen vor allem Autotelefone und Mobiltelefone kabellose Funkkanäle, während Festnetztelefone bis heute hauptsächlich über Kabelnetze angeschaltet werden.
Q 16In welchem Jahr ersetzte die Bundespost den Ausdruck „Fernsprecher“ offiziell durch „Telefon“?
1980
Zur Unterscheidung vom Mobiltelefon hat sich inzwischen das Retronym Festnetztelefon eingebürgert; in der Schweiz kann „Telefon“ auch ein Telefongespräch meinen.
Q 17Wie hoch kann laut Bundesnetzagentur das Bußgeld für den Betrieb eines CT1+-Telefons sein?
mehr als 1000 Euro
Seit 2009 sind CT1+- und CT2-Telefone in Deutschland nicht mehr zugelassen; laut einer Aussage der Bundesregierung von 2008 wird der Betrieb aber geduldet, solange keine Störung erfolgt.
Q 18Auf welchen Generalpostdirektor geht der Begriff „Fernsprecher“ zurück?
Heinrich von Stephan
Er galt zugleich als Sprachpfleger; bei der Bahn wurde der Fernsprecher intern mit „Fspr“ abgekürzt, der Fernsprechapparat mit „FeAp“.
Q 19In welcher Stückzahl wurde das Schweizer Telefonmodell 50 von 1950 etwa hergestellt?
über zwei Millionen
Das schwarze Wand- und Tischmodell gab es später auch in Crème und Grau; in der Schweiz waren nur PTT-geprüfte Apparate erlaubt, die man bei der Fernmeldedirektion mieten musste.
Q 20Über welche Entfernung lief der letzte der Berliner Telefonversuche vom 26. Oktober 1877?
61 km
Die Versuche unter der Regie von Generalpostmeister Stephan und Generaltelegraphendirektor Budde begannen mit 6 km und markierten den Beginn der einsatzfähigen Telefonie in Deutschland.
Diese Anwahl über Tasten ist heute die gebräuchlichste bei analogen Telefonen und löste das ältere Impulswahlverfahren der Wählscheibe ab.
Q 24In welcher Stadt wurde ab dem 1. Oktober 1924 versuchsweise eine „Telephon-Oper“ eingerichtet?
München
Die Post vermietete den Teilnehmern dafür 2, 4, 6 oder 8 Doppelkopfhörer; die einmaligen Kosten lagen je nach Anzahl bei 30 bis 75 Mark, die vierteljährlichen Gebühren bei 30 bis 72 Mark.
Q 25Welche Frequenz hat die Rufwechselspannung, mit der in Deutschland ein Telefon klingelt?
25 Hz
Früher erregte diese Wechselspannung direkt ein elektromagnetisches Läutwerk; heute wird sie elektronisch detektiert und steuert oft elektronisch erzeugte Klingeltöne.
Q 26Wie hieß das 1964 vorgestellte erste in Deutschland entwickelte Tastentelefon?
Siemens Etafon
Seine zehn Zifferntasten waren in zwei versetzten Reihen angeordnet (1 3 5 7 9 / 2 4 6 8 0); es blieb eine Machbarkeitsstudie, weil die Bauteile für eine Serienproduktion zu teuer waren.
Q 27Zwischen welchen Städten wurde 1913/14 das sogenannte Rheinlandkabel verlegt?
Berlin und Hannover
Das Kabel markierte den Anfang des europäischen Kabelnetzes im Fernsprech-Weitverkehr, wurde aber wegen des Ersten Weltkriegs zunächst nicht weitergeführt.
Q 28Welche Gleichspannung liegt etwa an der Anschlussleitung eines aufgelegten Telefons an?
60 V
Wird der Hörer abgehoben, bricht die Spannung auf einen definierten Wert von rund 12 V zusammen, weil das Telefon dann mit etwa 600 Ohm an der Leitung hängt.
Q 29Wofür stand die Abkürzung DECT bis 1995?
Digital European Cordless Telephony
Bei DECT findet Funkbetrieb nur zwischen Basisstation und Handapparat statt; für den Gesprächsaufbau wird ab der Basisstation wieder das Kabelnetz genutzt.
Q 30Welches 1988 von der Bundespost genehmigte Gerät gilt als erstes Schnurlostelefon Deutschlands?
Stabo ST930
Schnurlose Telefone erreichten gegen Ende des Jahrzehnts den deutschen Markt; die ersten standardisierten Techniken CT1 und CT2 kamen ab 1984 auf den Markt.