Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Schlaf ist ein Zustand äußerer Ruhe, in dem sich Puls, Atmung und Gehirnaktivität deutlich vom Wachsein unterscheiden. Warum wir überhaupt schlafen müssen, ist bis heute nur teilweise geklärt. Dieses Quiz führt durch die Schlafphasen vom leichten Einschlafen bis zum Traumschlaf, durch die Botenstoffe der inneren Uhr und durch die erstaunlichen Schlafgewohnheiten im Tierreich. Dazu kommen Fragen zu Schlafmangel, Schlafdauer und den Folgen für Körper und Psyche.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welche Störung des circadianen Rhythmus tritt typischerweise bei Fernflugreisen auf?
Jetlag
Die innere Uhr steuert neben dem Schlaf-Wach-Rhythmus auch Stoffwechselabläufe und Wachstumsleistungen; Schichtarbeit bringt sie ebenso durcheinander.
Q 02Was ist eine Schlafmütze im ursprünglichen Wortsinn?
Ein Kleidungsstück
Auf Personen bezogen meint das Wort abwertend jemanden, der aus Nachlässigkeit oder Langsamkeit oft wichtige Dinge verpasst.
Q 03Warum schlafen Schlangen und Fische mit offenen Augen?
Sie haben keine beweglichen Augenlider
Dasselbe gilt für Krebse, Fliegen und Libellen; bei weniger entwickelten Arten ist Schlaf nur schwer von bloßem Ruhen zu unterscheiden.
Q 04Aus welcher Drüse wird abends vermehrt das Hormon Melatonin freigesetzt?
Zirbeldrüse
Die Ausschüttung wird über den Sympathikus angestoßen; so erfährt das Gehirn, dass es dunkel geworden und Zeit zum Schlafen ist.
Q 05Unter welchem Beinamen ist der REM-Schlaf auch bekannt?
Paradoxer Schlaf
In dieser Phase ähneln Gehirnaktivität, Herzfrequenz und Blutdruck dem Wachzustand, und an die Träume aus dieser Phase erinnert man sich am häufigsten.
Q 06Bei welchen Tieren wurde der Schlaf mit nur einer Gehirnhälfte zuerst entdeckt?
Delfine
Für diese Lungenatmer ist das Schlafen mit einer wachen Gehirnhälfte im Wasser wohl überlebenswichtig, damit sie nicht ertrinken.
Q 07Nach wie vielen Stunden endet der Schlaf üblicherweise, weil die Phasen immer rascher wechseln?
Sechs bis acht
Während der Nacht wechseln sich Tiefschlafphasen, in denen man schwer zu wecken ist, mit weniger tiefem Schlaf ab; dieser zyklische Prozess heißt Schlafrhythmus.
Q 08Mit welchem Verfahren werden die Hirnwellen der Schlafstadien an der Kopfoberfläche gemessen?
Elektroenzephalografie
Im gesunden Schlaf feuern Nervenzellverbände in einem gemeinsamen Takt; nach Frequenz und Amplitude dieser Rhythmen werden die Schlafstadien eingeteilt.
Q 09Wie heißt das medizinische Teilgebiet, das sich mit Schlaf und Schlafstörungen befasst?
Somnologie
Das Fach wird auch Schlafmedizin oder Schlafforschung genannt und untersucht sowohl die Physiologie als auch die Störungen des Schlafs.
Q 10Wodurch fallen schlafende Vögel nicht vom Ast?
Durch die Anlage ihrer Sehnen
Beim Absitzen umschließen die Zehen den Ast allein durch das Eigengewicht und verhaken sich darin, sodass die Balance ohne Muskelarbeit gehalten wird.
Q 11Welcher Vogel bleibt außerhalb der Brutzeit etwa zehn Monate fast ununterbrochen in der Luft?
Mauersegler
Möglich macht das der zeitweilige Halbhirnschlaf, der inzwischen auch bei Vögeln nachgewiesen wurde.
Q 12In welcher Situation wird auch beim Menschen eine Art Halbhirnschlaf vermutet?
Schlafen an einem fremden Ort
Bei Tieren mit dieser Fähigkeit schläft nur eine Gehirnhälfte, während die andere aktiv bleibt und die Umgebung weiter überwacht.
Q 13Welcher Botenstoff entsteht bei körperlicher Arbeit vermehrt und ruft Müdigkeit hervor?
Adenosin
Q 21Wie lange schlafen die Kälber Großer Schwertwale im ersten Lebensmonat?
Überhaupt nicht
Das weckt Zweifel an der These, Schlaf sei für die Entwicklung des Gehirns unverzichtbar, denn sonst schlafen Neugeborene meist deutlich länger als erwachsene Tiere.
Q 22Welchem frühen Vertreter der Säugetiere scheint der Traumschlaf zu fehlen?
Ameisenigel
Die meisten Wirbeltiere, genauer die Überklasse der Kiefermäuler, durchlaufen vermutlich dieselben Schlafphasen wie der Mensch.
Q 23Mit welchem Transmitter hemmen die Raphe-Kerne beim Einschlafen die noradrenergen Systeme?
Serotonin
Neben der inneren Uhr bestimmt vor allem die seit dem letzten Aufwachen vergangene Zeit, wie groß das Schlafbedürfnis ist.
Q 14Welche langsamen Hirnwellen treten im Übergang zum Tiefschlaf (Stadium III) in den Vordergrund?
Deltawellen
Diese langsamen Wellen mit hoher Amplitude liegen zwischen 0,1 und knapp 4 Hz und machen im Stadium III 20 bis 50 Prozent der gemessenen Hirnwellen aus.
Q 15Mit welchem Adjektiv ist das Verb „schlafen“ seiner Herkunft nach verwandt?
schlapp
Die ursprüngliche Bedeutung von schlafen ist schlaff werden oder schlaff sein; das verwandte Adjektiv wurde aus dem Niederdeutschen entlehnt.
Q 16Welche Tiere schlafen an Land wie Landsäuger, im Wasser aber nur mit einer Gehirnhälfte?
Seelöwen und Seebären
Beim Schlaf mit nur einer aktiven Gehirnhälfte bleibt auch nur ein Auge geschlossen, sodass die Umgebung weiterhin wahrgenommen wird.
Q 17In welchem Teil des Gehirns liegt die Formatio reticularis?
Hirnstamm
Die Formatio reticularis gilt als Signalgeber für Wachheit und gehört zum aufsteigenden retikulären Aktivierungssystem.
Q 18In welchem Schlafstadium treten Schlafwandeln und Sprechen im Schlaf auf?
Stadium IV
Es ist die tiefste Schlafphase; wer jetzt geweckt wird, wirkt entsprechend desorientiert und verschlafen.
Q 19Wie heißt die Blockade der Skelettmuskulatur im REM-Schlaf in der Fachsprache?
Atonie
Dank dieser Blockade lebt der Träumende die im Traum erlebten Bewegungen nicht körperlich aus.
Q 20Bei welchem Tier ohne zentrales Nervensystem wurde ein schlafähnlicher Zustand beobachtet?
Mangrovenqualle
Schlaf ist im Tierreich weit verbreitet, aber nicht universell; bei Schlangen, Eidechsen und Fischen wird er samt Traumschlaf lediglich vermutet.
Die Raphe-Kerne sind über komplexe Verschaltungen mit der Formatio reticularis verbunden, dem Signalgeber für Wachheit im Hirnstamm.
Q 24Welches aufmerksamkeitssteigernde Peptid ist nach dem griechischen Wort für „Appetit“ benannt?
Orexin
Zuerst fiel die appetitsteigernde Wirkung des Hormons auf, daher der Name; bei Dunkelheit produziert der Hypothalamus weniger davon.
Q 25Welche EEG-Muster kommen im Schlafstadium II neu hinzu?
Schlafspindeln und K-Komplexe
Dieses Stadium wird im Laufe der Nacht immer länger und nimmt mehr als die Hälfte eines achtstündigen Schlafs ein.
Q 26Mit welchen beiden Botenstoffen erregt die Formatio reticularis den Thalamus?
Noradrenalin und Acetylcholin
Der Thalamus gilt gleichsam als „Tor zum Bewusstsein“; über ihn übt das Aktivierungssystem seine Aufmerksamkeits- und Weckfunktionen aus.
Q 27Welche Frequenz haben die Thetawellen, die kurz nach dem Einschlafen auftreten?
4 bis 7 Hz
Im leichten Schlaf des Stadiums I wird die Muskelspannung reduziert, und das bewusste Wahrnehmen der Umgebung entschwindet langsam.
Q 28Welcher Entzündungsmediator erhöht bei fieberhaften Erkrankungen das Schlafbedürfnis?
Interleukin-1
Der Körper besitzt mehrere solcher Botenstoffe, die müde machen; auch nach großer körperlicher Anstrengung steigt das Schlafbedürfnis.
Q 29Wie lautete das Wort für Schlaf im Gotischen?
slēps
Das Wort ist in den germanischen Sprachen verbreitet; im Alt- und Mittelhochdeutschen hieß es slāf, im Niederländischen heißt es slaap.
Q 30In welchem Kerngebiet des Hypothalamus liegt die Hauptschaltzentrale der inneren Uhr?
Nucleus suprachiasmaticus
Dieser Kern erhält direkte Zuleitungen aus der Netzhaut und wirkt als Schrittmacher, der die circadiane Rhythmik synchronisiert.