Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Jede Nacht verbringen wir Stunden in einer anderen Form des Bewusstseins: Wir träumen. Seit der Entdeckung des REM-Schlafs 1953 versucht die Forschung zu verstehen, was dabei im Gehirn geschieht – und streitet bis heute über die Funktion des Träumens. Dieses Quiz fragt nach Schlafphasen und Hirnforschung, nach Freud und Jung, nach Klarträumen und Albträumen sowie nach berühmten Träumen, die Entdeckungen, Erfindungen und sogar Filmideen ausgelöst haben sollen. Von leichten Einstiegsfragen bis zu echten Expertenfragen für Traumforscher.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Wie werden erschreckende und angstauslösende Träume genannt?
Albträume
Studien zufolge haben sie den stärksten Einfluss auf das subjektive Befinden am folgenden Tag.
Q 02Wofür steht die Abkürzung REM beim REM-Schlaf?
rapid eye movement
Ein verringerter Tonus der Skelettmuskulatur begleitet diese Phase – Stichwort Schlaflähmung.
Q 03Welchen Anteil des Schlafs nimmt der REM-Schlaf bei Erwachsenen etwa ein?
20 bis 25 %
Bei sieben bis acht Stunden Schlaf sind das rund 1,5 bis 2 Stunden, wobei die REM-Phasen zum Ende der Nacht länger und häufiger werden.
Q 04Wem soll Athene die Idee zum Trojanischen Pferd im Traum eingeflüstert haben?
Odysseus
Dem biblischen Jakob erschien der Überlieferung nach die Himmelsleiter im Traum.
Q 05Welcher Regisseur kam 1981 in einem Fiebertraum auf die Idee zu „Terminator“?
James Cameron
Er erkrankte während der Dreharbeiten zu „Piranha II“ und sah einen metallischen, mit Messern bewaffneten Torso aus einer Explosion kriechen.
Q 06Welcher Beatles-Song gilt als Beispiel für einen kreativen Anstoß aus einem Traum?
Yesterday
In der Malerei schöpfte vor allem der Surrealismus aus nächtlichen Traumerlebnissen.
Q 07Wer soll das Periodensystem der Elemente im Traum gefunden haben?
Dmitri Mendelejew
Solche Berichte gelten als kreative Anstöße aus dem Schlaf; ihr Wahrheitsgehalt ist nicht immer zweifelsfrei feststellbar.
Q 08Wie wird die Traumdeutung auch bezeichnet?
Oneirologie
Die Traumforschung betrachtet Berichte des Schlafenden aus der 1.-Person-Perspektive als wichtigsten Zugang zu den Bewusstseinsinhalten.
Q 09Was ist nach Sigmund Freud jeder Traum?
Wunscherfüllung
Die Hirnforschung betrachtet Träume dagegen eher als physiologische Antwort neuronaler Prozesse.
Q 10Welche chemische Struktur erkannte August Kekulé nach eigener Aussage im Halbschlaf?
den Benzolring
Er sah eine Schlange, die sich in den eigenen Schwanz biss – das Ouroboros-Motiv – und erwachte „wie durch einen Blitzstrahl“.
Q 11Wie lange dauert es bei den meisten Erwachsenen vom Einschlafen bis zur ersten REM-Phase?
90 Minuten
Gegen Ende der Nacht nehmen Häufigkeit und Ausdehnung der REM-Phasen zu.
Q 12Welcher Schriftsteller formulierte die Hypothese „Niemand träumt, was ihn nichts angeht“?
Hermann Hesse
Ursache und Funktion des Traums sind bis heute nicht umfassend erforscht; Hirnforschung und Tiefenpsychologie deuten ihn unterschiedlich.
Q 13Wie wirken REM-Träume in der zweiten Nachthälfte im Vergleich zur ersten?
Sie werden bizarrer und emotionaler
Q 21Welche Gedächtnisform wird eher während des REM-Schlafs aufgebaut?
prozedurales Gedächtnis
Neben Träumen treten in dieser Phase auch nächtliche Erektionen auf; vermutlich ist Lernen eng an den REM-Schlaf gekoppelt.
Q 22Welcher Hirnbereich steuert laut Michel Jouvets Forschung von 1962 die Schlafphasen?
der Pons
Die auch Brücke genannte Struktur ist ein Teil des Stammhirns; Jouvet forschte an der Universität Lyon.
Q 23Wie viele Probanden erinnerten sich 1999 bei Nielsen und Chenier nach REM-Weckung an einen Traum?
82 %
Außerhalb einer REM-Phase lag der Anteil nur bei 42 Prozent – Traumerinnerung hängt stark vom Weckzeitpunkt ab.
In der ersten Nachthälfte sind sie eher realitätsbezogen und enthalten häufiger Ereignisse des vergangenen Tages.
Q 14Welcher deutsche Gestaltpsychologe prägte den Begriff „Klartraum“?
Paul Tholey
Gemeint sind luzide Träume, in denen sich der Träumende seines träumenden Zustands bewusst ist.
Q 15Wer entdeckte 1953 in Chicago die REM-Phase des Schlafs?
Eugene Aserinsky
Sein Professor Nathaniel Kleitman war an der Entdeckung an der University of Chicago beteiligt.
Q 16Welche Kloakentiere zeigen anders als fast alle Säugetiere keine Anzeichen von REM-Schlaf?
Ameisenigel und Schnabeltier
Der Forscher Jonathan Winson erklärt das mit dem sehr großen präfrontalen Cortex des Ameisenigels, der Informationen im Wachleben verarbeitet.
Q 17Welches Symptom zeigen viele Versuchspersonen bei andauerndem Entzug des REM-Schlafs?
vermehrtes Hungergefühl
In den Nächten nach einem Entzug treten REM-Phasen vermehrt auf – der Körper holt sie nach.
Q 18Wie nennen Schlafforscher Träume in der Einschlafphase?
hypnagoge Halluzinationen
Alfred Maurys Experimente des 19. Jahrhunderts gelten der Forschung deshalb nicht als Träume, sondern als solche Einschlaf-Phänomene.
Q 19Wie heißt die antike Praxis, im Heiligtum eines Gottes auf einen heilenden Traum zu hoffen?
Tempelschlaf
Der Fachbegriff dafür lautet Trauminkubation; in Delphi und Memphis deuteten Priesterinnen die Träume der Pilger.
Q 20Mit welchem Modell erklärten Hobson und McCarley das Zustandekommen eines Traums?
Aktivierungs-Synthese-Hypothese
Nach diesem Modell wäre der Traum selbst „sinnlos“ – Hobson schränkte das später ein und räumte Gedächtnisinhalten eine Rolle ein.
Q 24Welche Funktion schrieb C. G. Jung dem Traum zu?
Kompensation von Einseitigkeiten
Zu Jungs Theorie gehört auch das Vorkommen von Archetypen im Traum; für Freud war der Traum dagegen Hüter des Schlafs.
Q 25Wie alt sind Betroffene der REM-Schlaf-Verhaltensstörung im Mittel bei Erkrankung?
60 Jahre
Ursache ist die fehlende Abnahme des Muskeltonus im REM-Schlaf – Betroffene leben Träume motorisch aus, schlagen um sich oder laufen umher.
Q 26Welchen Begriff prägte Allan Rechtschaffen für die Unbeirrbarkeit des Träumers durch äußere Reize?
single-minded process
Äußere Reize wurden in Experimenten manchmal teilweise in den Traum übernommen, aber in keinem Fall zum zentralen Traumthema.
Q 27Welche Annahme bestätigten 1999 Klarträumer mit vereinbarten Augenbewegungen im Schlaf?
Scanning-Hypothese
Vermutet wurde schon früh, dass die Augenbewegungen der REM-Phase dem gleichzeitigen Traumgeschehen folgen.
Q 28Seit wann könnte es Schlaf geben, wie der REM-ähnliche Schlaf von Zebrafischen nahelegt?
seit mehr als 450 Millionen Jahren
Die Forschung zum Träumen bei Tieren gilt als vorläufig und ändert sich derzeit rasch.
Q 29Wie lange dauert die REM-Phase bei einem Neugeborenen kurz nach der Geburt?
neun Stunden
Bis zum achten Lebensjahr sinkt die REM-Zeit auf etwa drei Stunden, danach ändert sich die Dauer dieser Phase kaum noch.
Q 30Welche Tiere legen nahe, dass Schlaf schon vor etwa einer Milliarde Jahren entstand?
Süßwasserpolypen
Die Forschung zum Schlaf und Träumen bei Tieren gilt als vorläufig; ihre Ergebnisse ändern sich derzeit rasch.