Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Die Verdauung beginnt schon im Mund: Enzyme im Speichel zerlegen Stärke, der Magen durchsäuert den Speisebrei, und im Dünndarm werden die Nährstoffe ins Blut aufgenommen. Jeder Abschnitt des Verdauungstrakts hat dabei eine eigene Aufgabe. Dieses Quiz fragt nach Enzymen, Drüsen und Darmabschnitten beim Menschen, nach den Verdauungssystemen von Wiederkäuern und Geflügel und nach kuriosen Fakten wie dem Enddarmdruck von Pinguinen. Von leichten Einstiegsfragen bis zur mittelalterlichen Säftelehre ist für jeden Schwierigkeitsgrad etwas dabei.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01In welches Organ gelangt die Nahrung direkt nach der Mundhöhle?
Speiseröhre
Ob dieses Organ zum Magen-Darm-Trakt gezählt wird, ist in der Anatomie umstritten; unbestritten dient es dem Weitertransport in den Magen.
Q 02Von wie vielen Speicheldrüsen wird der menschliche Speichel produziert?
drei
Der Speichel macht die Nahrung gleitfähig, damit sie über die Speiseröhre in den Magen befördert werden kann, und enthält bereits ein stärkespaltendes Enzym.
Q 03Welche Struktur wird beim Schluckreflex abgesenkt, damit keine Nahrung in die Atemwege gelangt?
Kehldeckel
Beim Schlucken wird zusätzlich die Atmung kurz angehalten und der Zugang zur Nase abgeriegelt; gelangen trotzdem Reste in die Atemwege, folgt starker Husten.
Q 04Welche Nährstoffgruppe spaltet das Pepsin im Magen in kleinere Peptide?
Proteine
Weil Pepsin auch Kollagen, den Hauptbestandteil des Bindegewebes, umwandeln kann, muss die Magenschleimhaut besonders geschützt werden.
Q 05Wie nennt man die wellenförmigen Muskelbewegungen, die den Speisebrei weitertransportieren?
Peristaltik
Im Darm ist dafür glatte Muskulatur zuständig, die sowohl ringförmig als auch längs angeordnet ist und sich in beide Richtungen zusammenziehen kann.
Q 06Hinter welchem Organ verläuft der muskulöse Schlauch, der die Nahrung zum Magen befördert?
Luftröhre
Der Transport dauert nur wenige Sekunden: Wellenförmige Muskelbewegungen pressen die Nahrung vom Rachen aus aktiv nach unten.
Q 07Welches Fassungsvermögen hat der menschliche Magen ungefähr?
1,5 bis 2 Liter
Im Magen wird der Speisebrei über längere Zeit gesammelt, während die Stärkeverdauung durch die Amylase zunächst noch weiterläuft.
Q 08Warum schmeckt Brot nach längerem Kauen süßlich?
Stärke wird zu Malzzucker gespalten
Auch Glykogen, die sogenannte tierische Stärke, wird im Mund bereits zu Maltose zerlegt; die weitere Aufspaltung erfolgt später im Dünndarm.
Q 09In welchen Darmabschnitt mündet der Gallengang?
Zwölffingerdarm
Dort wird dem Nahrungsbrei neben der Galle auch Pankreassaft beigemengt, der der Protein- und Fettverdauung dient.
Q 10Warum ist Schlucken auch im Handstand möglich?
Weil die Nahrung aktiv in den Magen gepresst wird
Das Schlucken ist ein aktiver Transportvorgang des Verdauungssystems und funktioniert deshalb im Liegen genauso wie kopfüber.
Q 11Welches Enzym im Speichel spaltet Stärke zu Malzzucker?
Ptyalin
Ptyalin ist eine α-Amylase. Sie wird im Magen durch den niedrigen pH-Wert inaktiviert, weshalb die Stärkeverdauung im Mund physiologisch oft nur eine kleine Rolle spielt.
Q 12Wie nennt man ein Mittel, das die Verdauung fördert?
Digestivum
Das Wort geht wie der Fachbegriff Digestion auf das lateinische digestio zurück; das deutsche Wort Verdauen ist mit „tauen“ verwandt.
Q 13Wie heißt der Schließmuskel am Magenausgang, der den Speisebrei in den Darm entlässt?
Pförtner
Der Muskel trägt den lateinischen Namen Musculus sphincter pylori und lässt den Speisebrei nur durch, wenn er entspannt ist.
Q 21Welche inaktive Enzymvorstufe sondern die Hauptzellen des Magens ab?
Pepsinogen
Erst die Salzsäure im Magen aktiviert die Vorstufe zu Pepsin, das Eiweiße in kleinere Peptide spaltet und sogar Kollagen umwandeln kann.
Q 22Bei welchen Tieren wurden Enddarmdrücke von bis zu einer halben Atmosphäre ermittelt?
Pinguine
Die hohen Drücke von bis zu 600 hPa sorgen für einen beschleunigten Stuhlgang unter den polaren Tiefsttemperaturen.
Q 23Wie viel Wasser wird dem Speisebrei im Dünndarm täglich etwa entzogen?
9 Liter
Nur 2 Liter davon stammen aus der Nahrung, die restlichen 7 Liter aus den Verdauungssekreten, die der Körper selbst abgibt.
Q 14Welche Speicheldrüse trägt den lateinischen Namen Glandula parotidea?
Ohrspeicheldrüse
Die beiden anderen großen Speicheldrüsen heißen Glandula sublingualis und Glandula submandibularis, also Unterzungen- und Unterkieferdrüse.
Q 15Wie wird der im Magen durchmischte Speisebrei in der Fachsprache genannt?
Chymus
In der antiken Säftelehre sollte dieser Brei über das Pfortadersystem zur Leber gelangen und dort zur Schwarzen Galle werden.
Q 16Wie lautet der Fachbegriff für den Magenmund am Eingang des Magens?
Cardia
Die Innenwand des Magens ist stark gefaltet und von zahlreichen Drüsenzellen durchsetzt, die sich in drei Typen unterteilen lassen.
Q 17Welche chemische Reaktion liegt der Spaltung der Nährstoffe bei der Verdauung zugrunde?
Hydrolyse
Dabei werden hochmolekulare Kohlenhydrate, Fette und Proteine zu Bausteinen wie Monosacchariden, Fettsäuren und Aminosäuren abgebaut.
Q 18Welche Zellen der Magenschleimhaut produzieren die Salzsäure?
Belegzellen
Die Säure hat nach einer halben bis einer Stunde den gesamten Mageninhalt durchsäuert; der pH-Wert im Magen liegt dann bei etwa 0,9.
Q 19Welcher Anteil der Bevölkerung hat mindestens einmal im Leben mit einem Reizmagen zu tun?
25 Prozent
Die Diagnose wird meist erst gestellt, wenn keine organische Störung gefunden werden konnte; Stress äußert sich dann als Übelkeit, Sodbrennen, Durchfall oder Verstopfung.
Q 20Für die Resorption welches Vitamins ist der im Magen gebildete Intrinsic-Faktor wichtig?
Vitamin B12
Die eigentliche Aufnahme dieses Vitamins findet erst weit hinter dem Magen statt, nämlich im Ileum, dem letzten Abschnitt des Dünndarms.
Q 24Welche Zellen der Magenschleimhaut sondern ständig den schützenden, zähen Schleim ab?
Nebenzellen
Der Schleim ist reich an Hydrogencarbonat und bildet einen Puffer, der die Magensäure direkt an der Schleimhaut lokal neutralisiert.
Q 25Welcher Anteil des im Speisebrei verbliebenen Wassers wird im Dickdarm resorbiert?
19 %
Was weder von den Enzymen des Dünndarms noch von den Mikroorganismen im Dickdarm zerlegt werden kann, verlässt den Körper unverändert über das Rektum.
Q 26Als was stellte man sich den Magen in der mittelalterlichen Physiologie vor?
Kochtopf über der heißen Leber
Durch die Hitze der Leber, ergänzt um die Wärme des Herzens, sollten die festen Nahrungsbestandteile in einen bierähnlichen Saft überführt werden.
Q 27Welcher Anteil der Gallensalze wird später im Ileum wieder aufgenommen?
90 %
Die Gallensalze bilden mit den Fettsäuren sekundäre Mizellen, die passiv in die lipophile Darmschleimhaut diffundieren und die Salze dabei zurücklassen.
Q 28Welches Hormonsystem unterstützt die Verdauung während des Schlafs besonders?
Somatotropin
Die Folge ist eine schnellere Aufnahme von Nährstoffen; wie lange die gesamte Verdauung dauert, hängt vor allem vom Anteil an Kohlenhydraten und Fetten ab.
Q 29Welche proteinspaltende Substanz ist neben Pepsin im Magensaft enthalten?
Kathepsin
Der Magensaft, der diese Enzyme und weitere Stoffe enthält, wird vom Körper jeden Tag in einer Menge von rund zwei Litern gebildet.
Q 30Welchen Druck erreicht der menschliche Enddarm bei extremem Pressen?
133 hPa
In Ruhe liegt der Druck im Enddarm nur bei etwa 67 hPa, also bei rund der Hälfte des Werts beim Pressen.