Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Mehr als 28 Jahre lang riegelte die Berliner Mauer West-Berlin vom Gebiet der DDR ab. Sie wurde zum bekanntesten Symbol des Kalten Krieges und der deutschen Teilung. Dieses Quiz führt vom Mauerbau im August 1961 über Grenzanlagen, Fluchten und Opfer bis zur Nacht des Mauerfalls im November 1989 und zum Abriss. Die Fragen reichen von leicht bis knifflig: Namen, Orte, Zahlen und Begriffe, die man aus dem Geschichtsunterricht kennt oder hier neu entdeckt.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Unter welcher Bezeichnung lief die Berliner Mauer in der DDR bis in deren letzte Jahre?
Antifaschistischer Schutzwall
Die Wortschöpfung sollte das wahre Motiv verbergen: Hauptzweck war, die Flucht aus der DDR zu verhindern. 1988 fehlte der Begriff bereits in den Lehrplänen der Schulen.
Q 02Wessen live übertragene Pressekonferenz am 9. November 1989 löste die Maueröffnung aus?
Günter Schabowski
Sie fand im Internationalen Pressezentrum in der Ost-Berliner Mohrenstraße statt und lief zeitgleich im Fernsehen und im Radio. Das Gebäude gehört heute zum Bundesjustizministerium.
Q 03Wie nannte man Leute, die nach dem Mauerfall 1989 Löcher in die Berliner Mauer schlugen?
Mauerspechte
Anfangs versuchten die Grenztruppen noch, die Schäden zu reparieren. Später wurde das unkontrollierte Überschreiten der Grenze durch die immer größeren Lücken zunehmend toleriert.
Q 04Welcher Regierende Bürgermeister prägte im August 1961 den Begriff „Schandmauer“?
Willy Brandt
Der Ausdruck wurde allgemein gebräuchlich und ging bald in den offiziellen Sprachgebrauch des West-Berliner Senats ein. Ende der 1960er Jahre verzichtete man im Zuge der Entspannungspolitik wieder darauf.
Q 05Wie hoch war das Begrüßungsgeld, das DDR-Bürger nach dem Mauerfall in West-Berlin erhielten?
100 DM
Noch in der Nacht ordnete Walter Momper an, dass auch die Sparkasse West-Berlins das Geld auszahlt. Viele Kneipen nahe der Mauer gaben spontan Freibier aus.
Q 06Wie nannte man Ost-Berliner Stationen, die West-Berliner Züge ab 1961 ohne Halt durchfuhren?
Geisterbahnhöfe
Die Stationen der Tunnelstrecken unter Ost-Berliner Gebiet wurden abgesperrt, Ein- und Ausstieg waren nicht mehr möglich. Betroffen waren nur noch U-Bahn und S-Bahn.
Q 07Welcher Bundeskanzler rief am Tag der Grenzschließung 1961 im Radio zur Besonnenheit auf?
Konrad Adenauer
Erst neun Tage nach dem Mauerbau, am 22. August, besuchte er West-Berlin. Im Oktober machte er die Sowjetunion für den neuen Abschnitt im Nervenkrieg um die Stadt verantwortlich.
Q 08In welcher Straße lag der alliierte Kontrollpunkt Checkpoint Charlie?
Friedrichstraße
Der Übergang war nur für Diplomaten und ausländische Staatsangehörige benutzbar, nicht für Bundesbürger und West-Berliner. Ein weiterer alliierter Kontrollpunkt lag in Dreilinden.
Q 09Wie viele Kilometer lang war die Grenze, die rund um West-Berlin verlief?
155
43 Kilometer davon lagen direkt in Ost-Berlin, der größere Rest im DDR-Bezirk Potsdam. Fast 38 Kilometer verliefen in oder an Flüssen, Seen und Kanälen.
Q 10Auf welchem Platz fand am 4. November 1989 die größte Demonstration der DDR-Geschichte statt?
Alexanderplatz
Etwa eine Million Menschen nahmen teil, das DDR-Fernsehen übertrug live. Drei Tage später trat der Ministerrat der DDR geschlossen zurück.
Q 11Wie viele Menschen flohen von 1945 bis zum Mauerbau insgesamt aus SBZ, DDR und Ost-Berlin?
3,5 Millionen
Der größte Teil ging zwischen 1949 und 1961. Viele waren gut ausgebildete junge Leute, was die Wirtschaftskraft der DDR und letztlich den Bestand des Staates bedrohte.
Q 12Welcher ZK-Sekretär für Sicherheitsfragen verantwortete 1961 die Planung des Mauerbaus?
Erich Honecker
Er handelte politisch im Namen der SED-Führung und war zugleich Sekretär des Nationalen Verteidigungsrates. In der Nacht der Abriegelung fuhr er in die Einsatzzentrale im Ost-Berliner Polizeipräsidium.
Q 13Welcher junge Grenzpolizist wurde 1961 durch seinen Sprung über den Stacheldraht berühmt?
Conrad Schumann
Q 21Wie viele von 374 geprüften Fällen stufte ein Forschungsprojekt 2008 als Maueropfer ein?
136
98 der Opfer waren fluchtwillige DDR-Bürger, 112 jünger als 30 Jahre. Die genaue Zahl der Toten ist bis heute nicht gesichert, weil die DDR-Führung die Fälle systematisch verschleierte.
Q 22Wie viele Grenzübergangsstellen gab es an der gesamten Berliner Mauer?
25
13 lagen an Straßen, vier an Eisenbahnstrecken und acht an Wasserstraßen. Für den Straßen-Transitverkehr standen aber nur zwei Berliner Übergänge offen.
Q 23Welcher Oberstleutnant ließ am 9. November 1989 eigenmächtig die Passkontrollen einstellen?
Harald Jäger
Er fürchtete, Ausreisewillige könnten an die Waffen seiner Mitarbeiter gelangen. Gegen 23:30 Uhr öffnete er den Übergang, weil die Unterstützung seiner Vorgesetzten ausblieb.
Bis September 1961 desertierten allein von den eingesetzten Sicherungskräften 85 Mann nach West-Berlin. Bekannt wurden auch Bilder von Menschen, die sich an Bettlaken aus Häusern abseilten.
Q 14Welcher Flüchtling verblutete im August 1962 im Todesstreifen an der Zimmerstraße?
Peter Fechter
Er wurde von mehreren Schüssen eines DDR-Grenzers getroffen und starb vor den Augen westlicher Beobachter, ganz in der Nähe des Checkpoint Charlie.
Q 15An welchem Grenzübergang durften am 9. November 1989 die ersten Ostdeutschen ausreisen?
Bornholmer Straße
Um 21:20 Uhr ließ man dort die Ersten durch, um den Druck der Menschenmassen zu mindern. Anfangs wurden ihre Personalausweise noch als ungültig gestempelt, um sie auszubürgern.
Q 16Welches Ereignis am 1. Juli 1990 beendete Bewachung und Kontrollen an der Berliner Mauer?
Währungsunion
Der offizielle Abriss hatte schon am 13. Juni 1990 in der Bernauer Straße begonnen. Auch alle Grenzübergänge wurden mit diesem Stichtag aufgegeben.
Q 17Wer gilt als erstes Todesopfer der Berliner Mauer?
Ida Siekmann
Sie verunglückte am 22. August 1961 beim Sprung aus einem Fenster in der Bernauer Straße. Dort gehörte der Bürgersteig zu West-Berlin, während die Häuser auf Ost-Berliner Gebiet standen.
Q 18In welchem Jahr wurde das erste Passierscheinabkommen für West-Berliner geschlossen?
1963
Mehrere hunderttausend West-Berliner konnten so zum Jahresende ihre Verwandten im Ostteil der Stadt wiedersehen. Seit dem 26. August 1961 waren ihnen Besuche dort verwehrt.
Q 19Wer war im Februar 1989 das letzte Opfer von Todesschüssen an der Berliner Mauer?
Chris Gueffroy
Einen Monat später, am 8. März 1989, gab es den letzten tödlichen Zwischenfall an der Grenze: Ein Mann stürzte bei der Flucht mit einem defekten Ballon ab.
Q 20An welchem Berliner Ort waren die Grenzanlagen mit etwa 500 Metern am breitesten?
Potsdamer Platz
Je nach Häuserbebauung war der Grenzstreifen an anderen Stellen nur etwa 30 Meter breit. Minenfelder und Selbstschussanlagen gab es an der Berliner Mauer nicht.
Q 24Welche Kirche im Berliner Grenzstreifen ließ die DDR noch im Januar 1985 sprengen?
Versöhnungskirche
Sie stand an der Bernauer Straße. Auch grenznahe Häuser, deren Bewohner zwangsweise umgesiedelt worden waren, wurden gesprengt, sodass eine breite, nachts taghell beleuchtete Schneise entstand.
Q 25In welchem Jahr endete der letzte Prozess gegen DDR-Grenzsoldaten mit einem Schuldspruch?
2004
Das Urteil fiel an einem 9. November, genau 15 Jahre nach dem Fall der Mauer. Insgesamt gab es in Berlin 112 Verfahren gegen 246 Personen; etwa die Hälfte der Angeklagten wurde freigesprochen.
Q 26Wie hieß die Operation, mit der 1961 die Abriegelung der Grenze zu West-Berlin geplant wurde?
Rose
Der Plan war ein Staatsgeheimnis. Erst am 10. August 1961, drei Tage vor dem Mauerbau, bekam der Bundesnachrichtendienst erste Hinweise.
Q 27Wer erhielt 1961 vom SED-Politbüro den Auftrag, den Mauerbau ideologisch zu begründen?
Horst Sindermann
Er leitete die Abteilung Agitation beim Zentralkomitee der SED. Noch im Frühjahr 1990 verteidigte er im „Spiegel“ die von ihm gefundene Bezeichnung für die Mauer als richtig.
Q 28In welchem Jahr wurde der Schießbefehl der DDR-Grenztruppen formell in ein Gesetz gefasst?
1982
Der Befehl galt schon seit 1960 und wurde jahrzehntelang vor Gericht bestritten. Vor hohen Feiertagen oder Staatsbesuchen war der Schusswaffeneinsatz untersagt, um negative Westpresse zu vermeiden.
Q 29Für welche Agentur arbeitete Riccardo Ehrman, der 1989 nach dem DDR-Reisegesetz fragte?
ANSA
Der italienische Korrespondent stellte seine Frage um 18:53 Uhr, als sich die Pressekonferenz nach etwa 55 Minuten allmählich dem Ende zuneigte.
Q 30An welchem Berliner Gewässer wurde Günter Litfin am 24. August 1961 erschossen?
Humboldthafen
Der 24-Jährige wurde bei seinem Fluchtversuch von Transportpolizisten getroffen. Es waren die ersten tödlichen Schüsse an der Berliner Mauer.