Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Grammatik ist mehr als Schulregeln: Sie beschreibt, wie Wörter gebaut, Sätze gefügt und Bedeutungen geformt werden. Schon Gelehrte im alten Indien und in Griechenland haben Sprachsysteme erstaunlich genau erfasst. Dieses Quiz fragt nach den Grundbegriffen der Sprachwissenschaft, nach berühmten Grammatikern von der Antike bis zu Noam Chomsky und nach den Besonderheiten der englischen Grammatik – vom Satzbau bis zu den Modalverben. Ideal für Sprachfans, Lehrkräfte und alle, die wissen wollen, warum es „an hour“ heißt.
Alle 29 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welche Grundwortstellung hat das moderne Englisch?
Subjekt-Verb-Objekt
Anders als das Deutsche ist das Englische keine „Verbzweit“-Sprache; auch die Flexion der Verben wurde stark reduziert.
Q 02Wie viele Wortarten werden im Englischen üblicherweise unterschieden?
Acht
Dazu zählen Substantive, Determinatoren, Pronomen, Verben, Adjektive, Adverbien, Präpositionen und Konjunktionen.
Q 03Welche Jargonform ermöglicht im Englischen eine einfache Verneinung, etwa statt „am not“?
ain’t
Die Form ersetzt unter anderem auch „aren’t“, „isn’t“, „haven’t“ und „hasn’t“.
Q 04Was wird im Englischen neben Kirchen, Inseln und Staaten als weiblich angesprochen?
Schiffe
Nomen haben im modernen Englisch kein grammatisches Geschlecht; nur bei Personalpronomen spielt das natürliche Geschlecht eine Rolle.
Q 05Wie wurde die Grammatik im Deutschen früher auch genannt?
Sprachlehre
Das Wort geht auf das altgriechische grámma zurück, das „Geschriebenes“ oder „Buchstabe“ bedeutet.
Q 06Wie lautet die englische Regel, wenn Orts- und Zeitangabe am Satzende aufeinandertreffen?
Place before time
Stehen am Satzende mehrere Orts- und Zeitangaben, gilt stets die Reihenfolge „vom Genaueren zum Ungenaueren“.
Q 07Welche Disziplin untersucht die Formen und den inneren Aufbau von Wörtern?
Morphologie
Die Bedeutungslehre gehört nur insoweit zur Grammatik, wie sie Regeln für den Aufbau sprachlicher Bedeutung beschreibt.
Q 08Welches Adjektiv verwendet das Englische für geschmolzenes Metall oder Lava?
molten
Bei solchen Doppelformen wird oft eine als Verb, die andere als Adjektiv bevorzugt: „the ice has melted“, aber „molten lava“.
Q 09Welches Fachgebiet untersucht den Sprachgebrauch und zählt deshalb nicht zur Grammatik?
Pragmatik
Auch Diskursanalyse und Soziolinguistik liegen außerhalb, wirken aber oft auf die Beschreibung des Sprachsystems zurück.
Q 10Welche Form ist die eigentliche Verneinung von „must“ im Sinne von „nicht müssen“?
need not
„must not“ bedeutet dagegen „nicht dürfen“; die passende positive Form dazu wäre „may“.
Q 11Was ist das Ziel einer normativen Grammatik?
Eine Sprachform als verbindlichen Standard lehren
Deskriptive Grammatiken beschreiben dagegen, wie kompetente Muttersprachler eine Sprache tatsächlich spontan verwenden.
Q 12Welche drei Fächer bildeten das Trivium?
Grammatik, Rhetorik und Dialektik
Die römischen Gelehrten übernahmen viele Regeln und Termini der Griechen und übertrugen sie auf das Latein.
Q 13Womit löste man sich in Europa von der Fixierung der Grammatik auf das Lateinische?
Q 21Welche Position unter den sieben freien Künsten erhielt die Grammatik in der Spätantike?
Erste
Die Grammatik galt wie die übrigen Artes liberales zuallererst als Propädeutik der Bibelhermeneutik.
Q 22Wem wird die Benennung der drei Genera zugeschrieben?
Protagoras
Dem Sophisten wird auch die Unterscheidung der Tempora und Modi zugeschrieben; die Stoiker verfassten ebenfalls wichtige Untersuchungen.
Q 23Welche Bezeichnung tauchte ab dem 19. Jahrhundert im Titel didaktischer Grammatiken auf?
Konversationsgrammatik
Didaktische Grammatiken sollen vor allem zum Erwerb einer intuitiven Sprachbeherrschung anleiten.
Luthers Bibelübersetzung
Die mittelalterlichen Diskussionen bezogen sich hauptsächlich auf semantische Aspekte und ihre theologischen Implikationen.
Q 14Wann erreichte der Westen wieder das formale Niveau der altindischen Sanskrit-Grammatik?
20. Jahrhundert
Die altindischen Grammatiker arbeiteten bereits im 5. oder 4. Jahrhundert v. Chr. mit einer formalen Strenge, die Europa lange fehlte.
Q 15Welche englischen Modalverben schließen als einzige den Infinitiv mit „to“ an?
ought to, used to, dare to
Modalverben erhalten in der dritten Person Singular kein angehängtes „s“ und kommen ohne Do-Umschreibung aus.
Q 16Welches Adjektiv bezeichnet Grammatiken, die nur auf das Sprachverstehen zielen?
rezeptiv
Typischer Anwendungsfall ist die Lesefähigkeit bei toten Sprachen; wissenschaftliche Grammatiken erforschen dagegen das System selbst.
Q 17Welche zwei Arten von Modalität unterscheidet man bei englischen Modalverben?
Deontische und epistemische
„We should open the window“ drückt ein Gebot aus, „He must be sick“ dagegen eine Schlussfolgerung.
Q 18Was ist das englische Genitiv-’s sprachwissenschaftlich gesehen?
Enklitikon
Andere Funktionen des Genitivs übernimmt die Präposition „of“, etwa in „ace of spades“ für Pik-Ass.
Q 19Welcher Grammatiker des Sanskrit lebte im 5. oder 4. Jahrhundert v. Chr.?
Panini
Schon im 7. Jahrhundert v. Chr. beschäftigte sich in Indien Yaska mit der Grammatik des Sanskrit.
Q 20Wer entwickelte die Theorie von der Sprache als synchronem System?
Ferdinand de Saussure
Diese Theorie bildet die Grundlage der strukturalistischen Linguistik.
Q 24Wie viele starke Verben hat das Englische nach verschiedenen Einschätzungen ungefähr?
170 bis 300
Die längeren Listen enthalten Verben, die sich nur durch eine Vorsilbe unterscheiden, etwa wake-woke-woken und awake-awoke-awoken.
Q 25Auf welchen Anteil sank der Prozentsatz englischer Verben mit starken Formen?
3 %
In der angelsächsischen Literatur wiesen noch rund 25 % der Verben starke Formen auf, darunter viele der meistgebrauchten.
Q 26Welche beiden Gelehrten erforschten das Sanskrit und belebten grammatische Interessen neu?
Friedrich Schlegel und Franz Bopp
Zeitgleich mit der Entdeckung der indogermanischen Sprachen setzten sich konventionalistische und relativistische Positionen durch.
Q 27Wer verfasste im 4. Jahrhundert eine noch im Spätmittelalter bedeutsame lateinische Grammatik?
Aelius Donatus
Sein Werk blieb lange maßgeblich und diente später als Grundlage einer gereimten Grammatik.
Q 28Durch wessen Arbeiten entstanden ohne Einflüsse der Philologie die ersten formalen Systeme?
George Boole und Gottlob Frege
Diese Systeme versuchten, sich von den Vorlagen einer bestimmten Sprache zu lösen.
Q 29Wer verfasste im 2. Jahrhundert v. Chr. vermutlich das Lehrwerk „Technē grammatikē“?
Dionysios Thrax
Das Werk entstand in der Alexandrinischen Schule, fasste das Wissen seiner Zeit handlich zusammen und blieb lange maßgeblich.