Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Schwer gerüstet, beritten und an einen Ehrenkodex gebunden: Ritter prägten das europäische Mittelalter über Jahrhunderte. Ihre Geschichte beginnt bei den fränkischen Panzerreitern und endet mit gut organisierten Fußtruppen. Dieses Quiz fragt nach Ausbildung und Ritterschlag, nach Helmen, Schilden und Rüstungen, nach berühmten Schlachten und nach den Mythen, die Romane und Filme bis heute verbreiten. Die Fragen reichen von leicht bis knifflig und eignen sich zum Spielen, Lernen oder Ausdrucken.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Wer gilt als die wohl bekannteste militärisch aktive Frau des Mittelalters?
Jeanne d’Arc
Im Hundertjährigen Krieg führte sie bei Orléans Truppen des Dauphins siegreich gegen die Engländer. Insgesamt kamen weibliche Ritter jedoch kaum vor.
Q 02Welche japanische Kriegerkaste gilt als Parallele zum europäischen Rittertum?
Samurai
Beide Gruppen entstanden, weil eine Gesellschaft ihre Krieger aus der Volksmasse heraushob. In Europa bildete der Feudalismus dafür die politische Grundlage.
Q 03Wogegen ließen ritterlich kämpfende Adlige ihre gefangenen Gegner meist wieder frei?
Lösegeld
Schlachten nach ritterlichem Kodex glichen deshalb manchmal eher großen Turnieren und forderten vergleichsweise wenige Todesopfer.
Q 04Als was diente ein Knabe am Fürstenhof zu Beginn seiner Ausbildung zum Ritter?
Page
Am Hof sollte der Junge die feinen höfischen Sitten kennenlernen. Unterrichtet wurde er von Geistlichen, altbewährten Knappen und fahrenden Sängern.
Q 05Welcher Adlige wurde als „Ritter mit der eisernen Hand“ bekannt?
Götz von Berlichingen
Er gilt als bekanntes Beispiel für jene Ritter, die unter Berufung auf das alte Fehderecht andere Adlige bekämpften und ausraubten, und brachte es zu literarischem Ruhm.
Q 06In welchem heutigen Land liegen die Ursprünge des mittelalterlichen Rittertums?
Frankreich
Von dort gelangte die Ritterkultur nach Osten und breitete sich später bis weit nach Osteuropa aus, wo sie eine späte, aber eindrucksvolle Ausprägung fand.
Q 07Welches Reitzubehör breitete sich ab dem 6. bis 7. Jahrhundert langsam in Europa aus?
Steigbügel
Die Neuerung gab den Reitern Sicherheit im Sattel und einen taktischen Vorteil: Die Kraft des Pferdes ließ sich nun direkt auf die Lanze übertragen.
Q 08Welche Rüstung löste im Hochmittelalter den karolingischen Schuppenpanzer ab?
Kettenhemd
Wirksame Fernwaffen wie Armbrust und Langbogen erzwangen ab dem 13. und 14. Jahrhundert mehr Schutz: Zunächst kamen Brustpanzer sowie Arm- und Beinschienen hinzu.
Q 09Welcher feierliche Akt erhob einen Mann zum Ritter, bevor sich der Ritterschlag durchsetzte?
Schwertleite
Vorgenommen wurde die Erhebung vom Herrscher oder einem anderen Adligen. Voraussetzung war meist die Ritterbürtigkeit, also die Abstammung von niederadligen Vorfahren.
Q 10Welches Bildwerk zeigt bald nach 1066 Reiter, die überwiegend noch den Speer benutzen?
Teppich von Bayeux
Erst die eingelegte Lanze übertrug die volle Wucht des Reiterangriffs. Diesen grundlegenden Wandel der Kriegstechnik datiert man meist auf die Zeit um 1100.
Q 11Welcher Kaiser galt als „der letzte Ritter“?
Maximilian I.
Er zählte zu den besten Turnierkämpfern seiner Zeit. Weil er zugleich die Kriegsführung modernisierte, nannte man ihn auch den ersten Kanonier.
Q 12Welcher Helm verdeckte das Gesicht völlig und förderte so die Entwicklung der Wappen?
Topfhelm
Weil sich die Kämpfer in voller Rüstung nicht mehr erkannten, trugen sie Zeichen auf dem Schild. Die kleiner gewordenen Dreieckschilde heißen daher auch Wappenschilde.
Q 13Welcher fränkische Hausmeier begann nach 732 mit dem Aufbau der Panzerreiter?
Karl Martell
Die neue Truppengattung gilt als direkter Vorfahre der späteren Ritter. Ob das Vordringen der Araber wirklich der Auslöser war, wird allerdings bisweilen bezweifelt.
Q 21Welchem lateinischen Wort entspricht das mittelhochdeutsche „ritter“?
miles
Gemeint war ein schwer bewaffneter Reiterkrieger und Soldat. Das verwandte Verb „militare“ heißt so viel wie Kriegsdienst tun oder schlicht dienen.
Q 22Welcher Kaiser verbot, Söhne von Priestern und Bauern in den Ritterstand zu erheben?
Friedrich I. Barbarossa
Das Verbot stammt vom Ende des 12. Jahrhunderts. Unfreie Dienstmannen stiegen dagegen häufig auf, weil ihre Herren sie mit ausreichenden Lehen ausstatteten.
Q 23Wie viel wog der Ringpanzer, die typische Panzerung des Ritters, in der Regel?
12–15 kg
Die Panzerung galt als leicht, agil und effektiv. Getragen wurde sie in der Blütezeit des Rittertums, die im 12. Jahrhundert begann.
Q 14Mit welchem Geburtstag endete die zweistufige Ausbildung eines Ritters?
21.
Begonnen wurde mit dem siebten Lebensjahr. Auf dem Lehrplan standen neben Reiten und Kampfkünsten auch Jagen, Diplomatie, Handel und Sprachen.
Q 15Mit wie vielen Jahren wurde ein Edelknabe in der Regel zum Knappen erhoben?
14
Bis dahin übten sich die Jungen täglich im Laufen und Springen, lernten Reiten und Schwimmen und schossen mit der Armbrust.
Q 16Welches Kleidungsstück über der Rüstung verbreitete sich im Zuge der Kreuzzüge?
Waffenrock
Ursprünglich war das wohl eine Anpassung an die heiße Wüstensonne, unter der die Eisenrüstungen sehr heiß werden konnten.
Q 17In welchem Jahr schlugen ostfränkische Truppen die Magyaren auf dem Lechfeld in die Flucht?
955
Zuvor hatte ein mit hohen Tributen erkaufter Waffenstillstand Zeit verschafft, um Burgen zu bauen und eine Truppe aus Panzerreitern aufzustellen.
Q 18Aus welcher Sprache stammt „Ritter“ nach Ansicht einiger Historiker als Lehnwort?
Niederländisch
Die Vorlage „riddere“ bedeutete schlicht Reiter. Dieselbe Bedeutung hat das spätlateinische „caballarius“, auf das Wörter wie „chevalier“ und „cavaliere“ zurückgehen.
Q 19Welche Macht unterlag den Eidgenossen 1476/77 bei Grandson, Murten und Nancy?
Burgund
Der Besiegte galt als Inbegriff des Rittertums. Die Schweizer hatten zuvor ihre Piken zum Langspieß verlängert und ihre Taktik perfektioniert.
Q 20Was raubten flandrische Fußsoldaten 1302 bei Kortrijk dem besiegten französischen Ritterheer?
goldene Sporen
Die Niederlage gilt als Wendepunkt: Nicht das Schießpulver, sondern gut organisierte Fußtruppen leiteten das Ende der militärischen Bedeutung der Panzerreiter ein.
Q 24Wie hieß das schwere, besonders ausgebildete Kriegspferd der Panzerreiter?
Dextrier
Hinzu kamen ein teurer Panzer und oft Knechte als Begleitpersonal. Diesen Aufwand konnten sich nur Reiche mit Eigenbesitz oder Lehen leisten.
Q 25Welche Niederadelsschicht erkannte im 16. Jahrhundert nur den Kaiser als Oberherrn an?
Reichsritterschaft
Zur Wahrung ihrer Rechte organisierte sie sich in Ritterorten und Ritterkantonen. Mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches verlor sie ihre Herrschaftsrechte.
Q 26Aus welcher Waffe der Völkerwanderungszeit entwickelte sich das klassische Ritterschwert?
Spatha
Der Weg führte über karolingische Schwerter. Neben der Lanze war das Schwert die am weitesten verbreitete Waffe des Ritters.
Q 27Welcher Anteil der ritterbürtigen Personen erlangte letztlich die Ritterwürde?
ein Zehntel
Die übrigen Angehörigen solcher Familien hießen in Deutschland unter anderem Edelknechte oder Knappen. Im Kampf waren sie von den Titelträgern kaum zu unterscheiden.
Q 28Auf wessen Betreiben wurde die Altritterliche Gesellschaft 1823 aufgelöst?
Metternich
Entstanden war der Bund im Zeichen der Romantik, die das mittelalterliche Ritterideal wiederbelebte. Vermutlich trafen sich die Mitglieder fortan im Geheimen.
Q 29Welche Helmform des späten Mittelalters besaß ein bewegliches Visier?
Hundsgugel
Vor den geschlossenen Helmen waren nacheinander vor allem Spangenhelme, karolingische Kammhelme, Bandhelme und schließlich Nasalhelme verbreitet.
Q 30Auf welchen Namen war der spätere Kaiser Karl IV. ursprünglich getauft worden?
Wenzel
Am französischen Königshof erzogen, nahm er den Namen seines königlichen Paten an. Möglicherweise brachte er von dort auch den Ritterschlag ins Reichsgebiet.