Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Bäume erzählen Geschichte: Jede Wachstumsperiode hinterlässt einen Jahresring, und wer die Muster vieler Stämme übereinanderlegt, kann Dachstühle, Gemälde und Geigen auf das Jahr genau datieren. Dieses Quiz führt von den Anfängen der Jahrringforschung über die großen Chronologien bis in die Fortpflanzung der Nadelbäume: Wie gelangt der Pollen in den Zapfen, warum brauchen Kiefernsamen so lange, und wieso öffnen sich Zapfen nur bei trockenem Wetter? Von leichten Einstiegsfragen bis zu Fachwissen für Förster und Archäologen ist alles dabei.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Womit werden die Schuppen der Kiefernzapfen nach der Bestäubung verklebt?
Harz
So entwickeln sich die Samen bis zur Reife völlig geschützt, während die Samenschuppen zu ihrer endgültigen Größe heranwachsen und die Deckschuppen verkümmern.
Q 02An welcher Art wird die Fortpflanzung der Koniferen exemplarisch dargestellt?
Waldkiefer
Die Art trägt den wissenschaftlichen Namen Pinus sylvestris; bei Eibengewächsen und Kopfeiben sind die Zapfen bis zur Unkenntlichkeit abgewandelt.
Q 03Wie nennt der Volksmund die gelbe Pollenschicht, die Kiefern zur Blütezeit auf Pfützen hinterlassen?
Schwefelregen
Die Pollenkörner tragen je zwei Luftsäcke, die der Verbreitung durch den Wind und wohl auch der korrekten Anlagerung an die Samenanlage dienen.
Q 04Welches Verfahren erlaubt die zerstörungsfreie Jahrringdatierung empfindlicher Musikinstrumente?
Computertomographie
Damit lassen sich dreidimensionale Modelle der Holzstruktur erstellen, sodass auch farbig gefasste Altaraufbauten ohne Probenentnahme datiert werden können.
Q 05Auf welches Organ wird bei Bedecktsamern der Pollen übertragen?
Narbe
Bei Kiefern dagegen rutschen die Pollenkörner zwischen den weit geöffneten Zapfenschuppen bis ans basale Ende der Samenanlagen.
Q 06Wie heißen Zellen mit doppeltem Chromosomensatz, etwa die befruchtete Eizelle der Kiefer?
Diploid
Ein Chromosomensatz stammt aus der Eizelle, der andere aus der Spermazelle; pro Samenanlage entwickelt sich nur eine befruchtete Eizelle zum Embryo weiter.
Q 07Welche Wikingersiedlung bei Schleswig datierte Dieter Eckstein dendrochronologisch?
Haithabu
Eckstein setzte Mitte der 1960er Jahre erstmals computergestützte Auswertungsverfahren ein, was die Jahrringforschung in Deutschland entscheidend voranbrachte.
Q 08Auf welchen US-amerikanischen Astronomen geht der Begriff Dendrochronologie zurück?
Andrew Ellicott Douglass
Der Astronom lebte von 1867 bis 1962 und entnahm als Erster Bohrkerne aus Bäumen, um aus der Dicke der Jahresringe auf die klimatischen Wachstumsbedingungen zu schließen.
Q 09Mit welchem Kontrastmittel werden Baumscheiben und Bohrkerne vor dem Vermessen präpariert?
Kreide
Nach dem Glätten wird jeder einzelne Jahrring unter der Lupe vermessen; früher wurden die Werte mit Stift und Papier notiert und auf Transparentfolie gezeichnet.
Q 10Aus welchem Holz wurden die Decken der Stradivari „Messias“ und der Rogeri-Geige gebaut?
Fichte
Die Dendrochronologie datiert das Holz von Streich-, Zupf- und Tasteninstrumenten und liefert bei bekanntem Herstellungsort auch Hinweise auf dessen Herkunft.
Q 11Welches Phänomen wollte Andrew E. Douglass über Jahresringe mit dem Erdklima verknüpfen?
Sonnenflecken
Der Nachweis gelang ihm nie, weil auch Nährstoffzufuhr, Konkurrenz durch Nachbarbäume, Waldbrände, Blitzschlag und Schädlinge den Zuwachs der Bäume beeinflussen.
Q 12Für welche beiden Holzarten gibt es in Deutschland besonders lange Jahrringchronologien?
Eiche und Kiefer
Das gelang dem Dendrochronologen Dieter Eckstein und anderen Forschern; die längsten dieser Zeitreihen reichen bis in die frühe Nacheiszeit zurück.
Q 13Aus welchem Land stammt die erste eindeutige Nennung von Jahrringen im 12. Jahrhundert?
China
Q 21In welcher Region lagen die bronzezeitlichen Wasserburg-Palisaden, die Bruno Huber datierte?
Federsee-Region
Diese Datierung gilt als Beginn der dendrochronologischen Untersuchungsmethode in Mitteleuropa.
Q 22Mit welchem Ereignis verknüpften Buffon und Duhamel 1737 erstmals Jahrringe?
Dem strengen Winter 1708/09
Es war das erste Mal, dass Jahrringe einem konkreten historischen Ereignis zugeordnet wurden; ein Jahrhundert später beschrieb Babbage bereits das Prinzip des Cross-Dating.
Q 23Wie viele Jahre reichte der Hohenheimer Jahrringkalender im April 2004 lückenlos zurück?
12.483 Jahre
Die Erwähnung findet sich in einer Geschichte von Hong Mai; in Europa tauchen Jahrringe erst später bei Leonardo da Vinci und Montaigne auf.
Q 14Unter wie vielen Jahresringen gilt eine Baumprobe ungefähr als undatierbar?
80
Undatierbar ist eine Probe auch dann, wenn sie keinem Gebiet und damit keiner Jahrringchronologie zugeordnet werden kann.
Q 15Auf welchen Holztafeln pflegte Hieronymus Bosch zu malen?
Eichentafeln
Die Jahrringanalyse schied mehrere Bosch zugeschriebene Werke aus, weil ihre Tafeln von Bäumen stammten, die erst nach seinem Tod gefällt worden waren.
Q 16Wann wächst bei der Kiefer nach der Bestäubung der Pollenschlauch in die Samenanlage?
Im folgenden Frühjahr
Der Pollenschlauch bezieht seine Nährstoffe aus dem Gewebe der Samenanlage und enthält zwei Spermazellen, von denen nur eine zur Befruchtung kommt.
Q 17An welcher Forstlichen Hochschule begann Bruno Huber in den 1930er Jahren mit Baumringforschung?
Tharandt
Der österreichische Botaniker ließ sich vom Erfolg Douglass' anregen und setzte seine Forschungen nach dem Zweiten Weltkrieg an der Münchener Universität fort.
Q 18Welche Kante muss verbautes Holz zeigen, damit das Fälljahr jahrgenau bestimmbar ist?
Waldkante
Ist nur Kernholz erhalten, lässt sich über die Mindestanzahl an Splintholzringen lediglich das früheste Fälljahr angeben, etwa „nach 1786“.
Q 19Welcher Teil des Kiefernzapfens bildet die Flügel der Samen?
Samenschuppe
Die harte Samenschale entsteht dagegen aus dem Integument und den äußersten Schichten des Nucellusgewebes.
Q 20Wie lang war die Jahrringchronologie, die Douglass im Jahr 1929 aufstellen konnte?
1229 Jahre
Die Reihe reichte lückenlos bis ins Jahr 700 n. Chr. zurück; damit datierte Douglass Wohnstätten nordamerikanischer Ureinwohner anhand ihrer Fundhölzer.
Der Kalender reicht bis 10.480 v. Chr. in die Jüngere Dryas; die Belfast-Chronologie kam 2006 auf 5474 v. Chr., die englische Standardkurve auf 5012 v. Chr.
Q 24Wer wies 1837 in „The Ninth Bridgewater Treatise“ bereits auf das Cross-Dating hin?
Babbage
Im Laufe des 19. Jahrhunderts begann man, Jahrringfolgen verschiedener Bäume tatsächlich zu überlappen, unter anderem Arthur Freiherr von Seckendorff-Gudent.
Q 25In welchem Jahr bewies Bruno Huber die Tauglichkeit der Dendrochronologie für Mitteleuropa?
1941
Später datierte Huber drei Seeufer-Siedlungen der Ostschweiz und belegte so erstmals, dass die Pfyner und die Cortaillod-Kultur gleichzeitig nebeneinander existiert hatten.
Q 26Um welches Jahr belegen Jahrringe eine etwa zehnjährige weltweite Klimakatastrophe?
540 n. Chr.
Als Ursache der atmosphärischen Trübung werden Kometeneinschläge oder Vulkanausbrüche vermutet; in dieselbe Zeit fällt die Justinianische Plage.
Q 27Wie nannte man Intervalle, in denen viele Einzelbäume dieselbe Wachstumstendenz zeigten?
Weiserintervalle
Solchen Abschnitten kam bei weiteren Vergleichen eine hohe Bedeutung zu; heute werden die Kurven im Rechner verglichen und mit Kennzahlen wie dem Korrelationskoeffizienten bewertet.
Q 28Welcher Geigenbaumeister wird als Beispiel für Holzherkunfts-Analysen seiner Werkstatt genannt?
Jakobus Stainer
Die Methode funktioniert auch in der Umkehrung: Bei bekanntem Herstellungsort lässt sich ermitteln, woher das verwendete Holz stammte.
Q 29Mit der Geige welches Geigenbauers teilt die Stradivari „Messias“ nachweislich den Baumstamm?
Giovanni Battista Rogeri
Die Decken beider Instrumente stammen aus demselben Stamm, ein Paradebeispiel dafür, wie Jahrringe Herkunft und Verwendung von Holz in Werkstätten verraten.
Q 30Welche ausgestorbene Pflanzengruppe gilt als Vorfahre der Koniferen?
Voltziales
Ihre weiblichen Blütenstände trugen anstelle der Samenschuppe einen Seitentrieb mit mehreren Schuppenblättern und gestielten Samenanlagen.