Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Kelch, Krone, Staubblatt, Fruchtblatt: Eine Blüte ist ein Kurzspross, dessen Blätter ganz im Dienst der Fortpflanzung stehen. Wer weiß, warum Tulpen sich morgens öffnen und was ein Pseudanthium ist? Dieses Quiz fragt nach Bestäubung und Befruchtung, nach den Genen, die eine Blüte formen, und nach der Symbolik der Blumen in der Kunst. Dazu kommt ein Block zur Sonnenblume – von ihrer Herkunft aus Amerika über van Goghs Gemälde bis zum Weltrekord von über neun Metern.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Zu welcher Pflanzenfamilie gehört die Gewöhnliche Sonnenblume?
Korbblütler
Ihr lateinischer Name Helianthus annuus wurde 1753 von Carl von Linné vergeben; das Artepitheton annuus verweist auf die einjährige Vegetationsphase.
Q 02Auf welchen Teil des Fruchtblatts gelangt der Pollen bei der Bestäubung?
Narbe
Dort keimt das Pollenkorn aus; der Pollenschlauch wächst anschließend durch den Griffel bis zu den Samenanlagen im Fruchtknoten.
Q 03Wie heißen die Drüsen, die Nektar als Lockspeise für Bestäuber bilden?
Nektarien
Der Nektar ist meist eine Zuckerlösung mit Proteinen, Aminosäuren und Vitaminen; seltener werden Öle gebildet, etwa beim Gilbweiderich.
Q 04Wie werden die meist grünen äußeren Kelchblätter einer Blüte botanisch genannt?
Sepalen
Vor dem Öffnen der Knospe dienen sie als Schutz; die inneren, oft auffällig gefärbten Kronblätter bilden zusammen die Krone.
Q 05Wie nennt man Pflanzen, die männliche und weibliche Blüten auf demselben Individuum tragen?
Einhäusig
Der Fachbegriff lautet monözisch; polygame Pflanzen tragen sowohl zwittrige als auch eingeschlechtige Blüten.
Q 06Wie wird der Vorgang des Blühens in der Botanik bezeichnet?
Anthese
Der Abschnitt reicht vom Ende des Knospenzustandes bis zum Beginn des Verblühens; der Begriff kommt vom griechischen Wort für Blüte.
Q 07Welcher Vorfrühlingsblüher öffnet seine Blüten als Reaktion auf steigende Temperatur?
Schneeglöckchen
Das Gänseblümchen öffnet sich dagegen bei Licht, und bei nachtblühenden Arten ist meist die höhere Luftfeuchtigkeit am Abend der Auslöser.
Q 08Wie nennt man die Gesamtheit der Staubblätter einer Blüte?
Androeceum
Ein einzelnes Staubblatt gliedert sich meist in Staubfaden und Staubbeutel; der Staubbeutel besteht aus zwei Theken mit je zwei Pollensäcken.
Q 09Wie nennt man Blüten mit mehr als drei Symmetrieebenen, etwa die der Tulpe?
Radiärsymmetrisch
Blüten mit nur einer Symmetrieebene heißen zygomorph – typisch für die Lippenblütler; bei Dicentra gibt es genau zwei Ebenen.
Q 10Wie heißt die Bestäubung durch den Wind in der Fachsprache?
Anemophilie
Windbestäubte Pflanzen haben unscheinbare Blüten, glatte Pollenoberflächen und große Narbenflächen, aber keinen Nektar; Gymnospermen sind primäre Windbestäuber.
Q 11Wie nennt man ein Gynoeceum aus miteinander verwachsenen Fruchtblättern?
Stempel
Freie, nicht verwachsene Fruchtblätter bilden dagegen ein apokarpes Gynoeceum; sterile Blüten dienen oft nur als Schauapparat.
Q 12Wie heißt die Kälteperiode, die viele Pflanzen zum Blühen benötigen?
Vernalisation
Bei Kälte aktivierte Gene wie Frigida bei der Acker-Schmalwand oder VRN1 im Winterweizen hemmen das Gen FLC, das die Blütenbildung unterdrückt.
Q 13Welches Pflanzenhormon löst nach der Bestäubung bei vielen Arten das Altern der Kronblätter aus?
Ethylen
Nach der Bestäubung sterben Krone, Staubgefäße und Griffel ab, während sich der Fruchtknoten zur Frucht weiterentwickelt.
Q 21Welches Nährgewebe entsteht bei Angiospermen aus dem triploiden Kern der doppelten Befruchtung?
Endosperm
Der erste Spermakern verschmilzt mit der Eizelle zur Zygote; eine doppelte Befruchtung kennen außer den Angiospermen nur Gnetum und Ephedra.
Q 22Welches lange nur postulierte Blütenhormon sollte das Signal von den Blättern zu den Blüten tragen?
Florigen
Als Kandidat gilt das Gen FT, das in den Blättern abgelesen wird, aber in den Blütenmeristemen wirkt.
Q 23In welchem Jahr stellten Coen und Meyerowitz das ABC-Modell der Blütenorgane auf?
1991
Das Modell beschreibt drei Genklassen, deren Kombination die Identität von Kelch-, Kron-, Staub- und Fruchtblatt festlegt; später kamen die Klassen D und E hinzu.
Q 14Wie heißen die einheitlich gestalteten Blütenhüllblätter etwa der Tulpe?
Tepalen
Eine solche einheitliche Blütenhülle heißt Perigon; die Tulpe bildet sie in zwei Kreisen aus, in denen jeweils B-Klasse-Gene aktiv sind.
Q 15Welchen Winkel bilden aufeinanderfolgende Blätter bei schraubiger Blattstellung meist ungefähr?
137,5°
Der Wert entspricht dem Goldenen Schnitt; eine schraubige Anordnung gilt als ursprüngliches Merkmal und geht oft mit vielen Blütenblättern einher.
Q 16Wie nennt man eine aus vielen Einzelblüten zusammengesetzte Blume, etwa beim Gänseblümchen?
Pseudanthium
Den umgekehrten Fall, dass eine einzelne Blüte mehrere Blumen bildet, nennt man Meranthium – so bei der Iris.
Q 17Welchen Großhandelswert hatten die 2004 nach Deutschland importierten Schnittblumen?
1,1 Milliarden Euro
Deutschland ist der weltgrößte Importeur von Schnittblumen; der gesamte Weltmarkt für Schnittblumen und Topfpflanzen lag 2000 bei 6,8 Milliarden Euro.
Q 18Wie viele Staubblätter kann eine einzelne Blüte maximal etwa besitzen?
2000
Auch die Zahl der Fruchtblätter pro Blüte schwankt in derselben Spanne; ihre Gesamtheit bildet das Gynoeceum.
Q 19Welche Blütenorgane entstehen im ABC-Modell, wenn nur die Genklasse C aktiv ist?
Fruchtblätter
Klasse A allein ergibt Kelchblätter; fällt A aus, wird C in der ganzen Blüte ausgebildet, und statt Kronblättern entstehen Staubblätter.
Q 20Welche Gattung ist mit ihrer Heterostylie ein bekanntes Beispiel für Selbstinkompatibilität?
Primeln
Solche genetisch bedingten Inkompatibilitätssysteme sind häufig auch morphologisch erkennbar und verhindern eine Selbstbefruchtung.
Q 24Um wie viel Grad ist das Wachstumsoptimum der Innenseite von Tulpenblütenblättern niedriger?
10 °C
Dieses differenzielle Wachstum öffnet die Blüte am Morgen und schließt sie am Abend; beim Kochschen Enzian steuert dagegen eine reversible Ionenanreicherung die Öffnung.
Q 25Wie heißt die räumliche Trennung von Staubbeuteln und Narben, die Selbstbestäubung verhindert?
Herkogamie
Beim Kapernstrauch hebt ein Gynophor das ganze Gynoeceum empor, sodass die Empfängnisfläche in der Anflugbahn der Insekten über den Staubbeuteln liegt.
Q 26Wie heißt eine verbreiterte Blütenachse, der sogenannte Blütenbecher, in der Fachsprache?
Hypanthium
Werden beim Blütenbecher die Außenseiten der Fruchtblätter einbezogen, entsteht ein unterständiger Fruchtknoten – wie bei den Rosen.
Q 27Wie viele Monate können bei manchen Palmfarnen zwischen Bestäubung und Befruchtung vergehen?
Bis zu sechs
Bei Nacktsamern landen die Pollenkörner auf der Mikropyle und werden meist durch Eintrocknen des Bestäubungstropfens in die Pollenkammer gezogen.
Q 28Wie heißt die Mutation, bei der das Löwenmäulchen radiärsymmetrische Blüten ausbildet?
Pelorie
Verantwortlich sind die Symmetriegene Cycloidea und Dichotoma; beim Brokkoli erzeugt die Mutation des Gens Cauliflower verzweigte Blütenstände ohne funktionsfähige Blüten.
Q 29Wie lautet die Chromosomenzahl der Gewöhnlichen Sonnenblume?
2n = 34
Die einjährige, krautige Pflanze wird meist ein bis zwei, selten drei Meter hoch und bildet keine Knollen; ihr Stängel ist rau behaart.
Q 30Welche fossile Gattung gilt als möglicher Vorfahre der Blütenpflanzen (Euanthientheorie)?
Caytonia
Nach Arber und Parkin (1907) hatten die Vorfahren bereits zwittrige Blüten; die fossile Gattung besaß gefiederte Mikro- und Megasporophylle.