Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Der Bauernhof ist mehr als Scheune und Stall: Vom niederdeutschen Hallenhaus über den Vierkanthof bis zur australischen Cattle Station hat jede Region ihre eigene Form gefunden, Wohnen und Wirtschaften unter ein Dach zu bringen. Dieses Quiz fragt nach Hofformen und ihren Grundrissen, nach Gutshof, Resthof und Agrarfabrik, nach Betriebszahlen in Deutschland und nach Bezeichnungen aus aller Welt. Dazu kommt das älteste Nutztier des Hofes: das Hausschaf, seine Herkunft, seine Sinne, seine Rassen und seine Rolle in Kultur und Forschung.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welche Betriebsform im Hochgebirge wird nur für einen Teil des Jahres bewirtschaftet?
Alm
Landwirte im Hochgebirge passen sich durch Spezialisierung auf Viehhaltung oder durch aufwändig angelegte Terrassenfelder an die Bedingungen an.
Q 02Welcher Hoftyp ist eine Sportstätte ohne Nahrungsmittelproduktion?
Reiterhof
Frühe Formen der Spezialisierung waren vor allem geografisch bedingt, etwa beim Weinbau oder in der Milchwirtschaft.
Q 03Welche Einnahmequelle nutzen Bauernhöfe mit mehreren Produktionssparten besonders gern?
Tourismus
Wer „Urlaub auf dem Bauernhof“ macht, sucht meist ein Ambiente, das seinem idealisierten Bild von Landwirtschaft entspricht.
Q 04In welchem Land wird jeder landwirtschaftliche Betrieb als „Fazenda“ bezeichnet?
Brasilien
In Spanien und Iberoamerika spricht man dagegen von Hazienda oder Estancia, unabhängig von der Größe des Betriebs.
Q 05Unter welchem volkstümlichen Namen ist das niederdeutsche Hallenhaus bekannt?
Niedersachsenhaus
Weitere regionaltypische Eindachhöfe sind das Gulfhaus in Friesland, das Schwarzwaldhaus und das Engadinerhaus im Vinschgau und Tiroler Oberinntal.
Q 06Warum hielt das Backhaus eines Einfirsthofs Abstand zu den übrigen Gebäuden?
Wegen der Brandgefahr
Zu größeren Einfirsthöfen südlich der Alpen gehörten im 18. Jahrhundert oft ein separater Stadel und ein Getreidekasten, der sogenannte Troadkasten.
Q 07Aus wie vielen parallel aufgestellten Gebäuden besteht ein Paarhof?
Zwei
Diese Bauweise eignet sich besonders für Hanglagen, wo für ausladende Einhöfe kein Platz ist; um die Wege kurz zu halten, stehen beide Gebäude möglichst nahe beieinander.
Q 08Wie nennt man ein kastriertes männliches Schaf, das älter als ein Jahr ist?
Hammel
Eine andere Bezeichnung dafür ist Schöps; ein nicht kastrierter Bock über ein Jahr heißt dagegen Widder.
Q 09Welcher negativ besetzte Kampfbegriff kritisiert Massentierhaltung und Monokulturen?
Agrarfabrik
Da eine Definition fehlt, werden auch deutsche Familienbetriebe pauschal damit konfrontiert; kritisiert wird vor allem die Größe der Ställe in der Schweine- und Geflügelproduktion.
Q 10Wie werden baulich erhaltene Bauernhöfe ohne Äcker und Landwirtschaft genannt?
Resthöfe
Die wenigen verbliebenen Vollerwerbsbetriebe in eng bebauten Dörfern ziehen dagegen nicht selten in Aussiedlerhöfe außerhalb des Ortes um.
Q 11Wo fand die Domestizierung des Schafes höchstwahrscheinlich statt?
In Anatolien
Das geschah schätzungsweise zwischen 8200 und 7500 v. Chr.; Schafe zählen damit wie Hunde, Rinder und Ziegen zu den ältesten Haustieren.
Q 12Wie nennt man einen Hof, dessen Gebäude unregelmäßig angeordnet sind?
Haufenhof
Diese Anordnung gilt als die urtümlichste Hofform; in der Steiermark ist sie als Steirischer Haufenhof regionaltypisch.
Q 13Wo lebten 2018 mit zirka 33 Millionen Tieren die meisten Schafe Europas?
In Großbritannien
Deutschland spielte im selben Jahr mit 1,6 Millionen Tieren eine geringere Rolle; die Bestände in der EU sinken seit Jahren stetig.
Q 21Wie heißt in den USA eine Anlage, in der Rinder in Gehegen schlachtreif gemästet werden?
Feedlot
Feedlots (auch Feedyards) sind Mastanlagen der Massentierhaltung, vor allem auf den Great Plains: Tausende Rinder werden dort in wenigen Monaten schlachtreif gemästet. Große Weidebetriebe ohne Stallungen heißen dagegen Ranches.
Q 22Von welcher Wildform stammen nach heutiger Auffassung alle Hausschafrassen ab?
Armenischer Mufflon
Früher nahm man an, kurzschwänzige Rassen wie die Heidschnucke stammten vom Europäischen Mufflon und langschwänzige wie das Merinoschaf vom Urial ab.
Q 23In wie viele Schiffe teilen die Ständerreihen den Grundriss des niederdeutschen Hallenhauses?
Drei
Q 14Wie nennt man in Australien einen auf Rinderzucht spezialisierten Agrarbetrieb?
Cattle Station
Die Betriebe sind so großflächig, dass für den Viehtrieb oft Hubschrauber und Motorräder zum Einsatz kommen.
Q 15Wie viele Schafe gab es 2018 weltweit?
1,2 Mrd.
Rund die Hälfte davon lebte in Asien, etwa 30 Prozent in Afrika und ungefähr 10 Prozent in Europa; der Rest verteilte sich auf Ozeanien und Amerika.
Q 16Wie wird der Verwalter eines Gutshofs traditionell genannt?
Meier
Auf Gutshöfen erledigen überwiegend Landarbeiter die praktische Arbeit; in Ostdeutschland führen heute oft Genossenschaften als Nachfolger der LPG ehemalige Güter.
Q 17Betriebe ab welcher Größe bewirtschaften über die Hälfte der deutschen Agrarfläche?
100 Hektar
Die Zahl der Höfe sinkt seit Jahrzehnten, während die durchschnittlich je Betrieb bewirtschaftete Fläche stetig wächst.
Q 18Ab wie vielen Tieren spricht man von einer Schafherde?
Sieben
Das männliche Tier heißt Bock oder Widder; Jungschafe werden nicht nur Lamm, sondern auch Jährling oder Zutreter genannt.
Q 19Was bedeutet das Wort „Station“ im Namen australischer Sheep Stations eigentlich?
Bahnhof
Die Tiere werden an einem festen Punkt zusammengetrieben, um sie zu verladen; die Betriebe selbst erstrecken sich über riesige Flächen.
Q 20Was bezeichnete das englische Wort „Farm“ ursprünglich?
Gepachtetes Land eines landlosen Bauern
Im deutschsprachigen Raum werden nur spezialisierte Tierzuchtbetriebe wie eine Hühnerfarm so genannt, die rein industrielle Strukturen aufweisen.
Dieser Haustyp ist nördlich der Mittelgebirge von den Niederlanden bis Ostpreußen verbreitet; Wohn- und Wirtschaftsbereich gingen ursprünglich fließend ineinander über.
Q 24Wie viele landwirtschaftliche Betriebe gab es 2007 in Deutschland?
288.633
Bis 2010 sank die Zahl auf 271.783 Betriebe, während die je Hof bewirtschaftete Fläche von 58,0 auf 61,3 Hektar wuchs.
Q 25Bei welchem Einhaus-Typ liegt die Tenne zwischen Wohntrakt und Stall?
Mittertennhaus
Beim gestelzten Haus befindet sich der Wohnbereich oberhalb der Tiere; in abschüssigem Gelände wird das Getreide nicht selten über dem Vieh gedroschen.
Q 26Wie viele Geschosse können Einhäuser in eng bebauten Dörfern des Mittelmeerraums erreichen?
Fünf
Südliche Einhäuser sind vertikal gegliedert: unten Stall und Wagenschuppen, darüber die Wohnräume und ganz oben der Speicher.
Q 27Wo teilen sich traditionell Nachbarbauern eine Scheune mit Trennwand unter dem First?
Oberwallis
In einzelnen niedersächsischen Dörfern wurde im 18. Jahrhundert aus Feuerschutzgründen ein eigenes Scheunenviertel am Ortsrand angelegt.
Q 28Wie wird ein weibliches Zuchtschaf im nord- und mitteldeutschen Raum auch genannt?
Zibbe
Weitere Namen für das Mutterschaf sind Au oder Aue; mit „Schaf“ ist meist das zur Zucht eingesetzte Muttertier gemeint.
Q 29Welche Dachform weisen Paarhöfe im Westen ihres Verbreitungsgebiets meist auf?
Flaches Legschindeldach
Der Paarhof ist von Vorarlberg bis zum östlichen Alpenrand verbreitet; je nach Gelände stehen die beiden Gebäude auch hintereinander oder quer zueinander.
Q 30Aus welcher Sprache stammt die Hofbezeichnung „Musha“ einiger Bantuvölker?
Schona
Bei der Musha in Simbabwe ist sogar der Wohnraum auf mehrere Gebäude verteilt: getrennte Hütten als Schlafräume der Generationen und eine eigene Küchenhütte.