Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Der Große Panda ist das wohl berühmteste Tier des Artenschutzes: Symbol des WWF, Publikumsliebling in Zoos von Wien bis Berlin und zugleich ein Bär, der fast nur Bambus frisst. Sein kleiner Namensvetter, der Kleine oder Rote Panda aus dem Himalaja, ist mit ihm allerdings nur entfernt verwandt. Dieses Quiz fragt nach Anatomie, Ernährung und Fortpflanzung der Großen Pandas, nach ihrem Lebensraum in Sichuan, Gansu und Shaanxi, nach Schutzgebieten und Auswilderungen sowie nach den Pandas in europäischen Zoos. Dazu kommen Fragen zum Westlichen Kleinen Panda: seine Entdeckung, seine Familie und sein Verbreitungsgebiet zwischen Nepal und Tibet.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Zu welcher Familie der Raubtiere zählt der Große Panda?
Bären (Ursidae)
In älterer deutscher Literatur hieß der Große Panda auch Bambusbär oder Prankenbär; als Symbol des WWF wurde er trotz seines winzigen Verbreitungsgebiets weltbekannt.
Q 02Zu welchem Anteil besteht die Nahrung Großer Pandas aus Bambus?
99 %
Bevorzugt werden junge Blätter und Sprossen. In Gefangenschaft kommen die Tiere aber auch mit Honig, Eiern, Fisch, Melonen, Bananen und Süßkartoffeln zurecht.
Q 03In welchen drei chinesischen Provinzen leben wild lebende Große Pandas?
Sichuan, Gansu und Shaanxi
Ursprünglich reichte das Verbreitungsgebiet über weite Teile Ostchinas bis nach Myanmar; der Rückgang begann bereits im späten Pleistozän.
Q 04Wie verbringen Große Pandas die kalte Jahreszeit?
Sie wandern in tiefer gelegene Regionen
Im Sommer leben die Tiere in Höhen von 2700 bis 4000 Metern, im Winter steigen sie oft bis auf rund 800 Meter ab. Das Klima ihres Lebensraums ist feucht und niederschlagsreich.
Q 05Welcher Knochen bildet den „Pseudodaumen“ des Großen Pandas?
Ein verlängerter Handwurzelknochen
Auch der massige Kopf ist eine Anpassung an die Ernährung: verlängerte Jochbeinbögen und kräftige Kaumuskeln helfen beim Zermahlen von Bambus.
Q 06Welche Fellfarbe hat die Panda-Population im Qinling-Gebirge?
braun-weiß
Diese Population wurde erst 1985 entdeckt und 2005 als erste offizielle Unterart anerkannt. Warum Pandas überhaupt so auffällig gefärbt sind, ist bis heute nicht geklärt.
Q 07Wie schwer werden erwachsene Große Pandas?
75 bis 160 kg
Die Kopfrumpflänge liegt bei 120 bis 150 Zentimetern; der Schwanz ist wie bei allen Bären nur ein Stummel von rund 12 Zentimetern.
Q 08Wie viel wiegt ein neugeborener Großer Panda?
80 bis 200 Gramm
Die Mutter wiegt etwa tausendmal so viel wie ihr Wurf. Einen größeren relativen Gewichtsunterschied gibt es unter den Säugetieren nur bei einigen Beuteltieren.
Q 09Welchen Gefährdungsstatus erhielt der Große Panda 2016 von der IUCN?
Gefährdet (vulnerable)
Grund für die Herabstufung waren leicht erholte Bestände. In China stehen Wilderei und Pelzhandel unter drakonischen Strafen; es gab wegen dieser Delikte sogar Todesurteile.
Q 10Was bedeutet die chinesische Bezeichnung dà xióngmāo wörtlich?
große Bären-Katze
Die Kurzform xióngmāo (熊貓) wird ebenfalls verwendet. Der westliche Name „Panda“ bezeichnete ursprünglich nur den Kleinen Panda und kam über das Nepalesische nach Europa.
Q 11In welche Monate fällt die Paarungszeit der Großen Pandas?
März bis Mai
Nur in dieser Zeit finden die sonst einzelgängerischen Tiere zu Paaren zusammen; zwischen den Männchen kann es dabei zu Kämpfen um das Paarungsvorrecht kommen.
Q 12Wie viel Bambus frisst ein Großer Panda täglich?
10 bis 40 kg
Die Verdauung ist auf Pflanzenkost nur mäßig eingestellt: Die Speiseröhre trägt eine Hornschicht, der Dickdarm ist vergrößert, ein Blinddarm fehlt ganz.
Q 13Unter welchem anderen Namen ist der Westliche Kleine Panda bekannt?
Himalaja-Katzenbär
Das Rückenfell dieser Tiere ist kastanienbraun, Bauch und Beine sind schwarz, und sogar die Sohlen der Pfoten sind behaart.
Q 21Wo lebte Jia Jia, die mit 38 Jahren älteste Pandabärin im Guinness-Buch der Rekorde?
Ocean Park Hong Kong
In freier Wildbahn werden Große Pandas etwa 20 Jahre alt; in Gefangenschaft erreichten das Berliner Männchen Bao Bao und ein Tier in San Diego rund 34 Jahre.
Q 22An welches Organ erinnert der dickwandige Magen des Großen Pandas?
An den Muskelmagen der Vögel
Ob Bambus schon immer die Hauptnahrung war, ist unklar: Isotopenanalysen deuten auf ein deutlich abwechslungsreicheres Nahrungsspektrum noch vor 5000 Jahren hin.
Q 23Wie viele Große Pandas wurden bei der Zählung von 2011 bis 2014 in freier Wildbahn erfasst?
1.864
Q 14In welchen Monaten kommen die meisten Pandajungen zur Welt?
August oder September
Neugeborene sind fast nackt, blind und haben noch einen Schwanz, der rund ein Drittel der Körperlänge ausmacht. Bei Mehrlingen überlebt in der Natur meist nur das Erstgeborene.
Q 15In welchem Alter werden Große Pandas geschlechtsreif?
5 bis 7 Jahren
Der Ruf, wenig fortpflanzungsfreudig zu sein, ließ sich teilweise auf schlechte Haltungsbedingungen zurückführen; in der Natur ziehen Weibchen sechs oder mehr Junge im Leben groß.
Q 16Aus welcher Sprache stammt das Wort „Panda“ ursprünglich?
Nepali
In westlichen Quellen wurde der Name zunächst nur für den Kleinen Panda verwendet; erst später übertrug man ihn auf den schwarz-weißen Bären aus China.
Q 17Welcher französische Missionar beschrieb 1869 als erster Westler den Großen Panda?
Armand David
Die Beschreibung entstand in Dengchigou im heutigen Kreis Baoxing in Sichuan; der erste wissenschaftliche Name lautete Ursus melanoleucus, „schwarz-weißer Bär“.
Q 18Wie lange ist ein Pandaweibchen pro Jahr höchstens empfängnisbereit?
Zwischen 24 Stunden und 3 Tagen
Nach der Paarung verlässt das Männchen das trächtige Weibchen stets; die Aufzucht der Jungen übernimmt die Mutter allein.
Q 19Was bedeutet der Gattungsname „Ailuropoda“ wörtlich übersetzt?
Katzenfuß
Die griechischen Wurzeln lauten „aílouros“ für Katze und „poús“ für Fuß. In chinesischen Quellen gibt es rund 20 Bezeichnungen für das Tier, keine ähnelt dem Wort Panda.
Q 20Was bedeutet „Ponja“, das nepalesische Wort, von dem „Panda“ abgeleitet wurde?
Bambusfresser
Der Name passt: Bambus ist nährstoffarm, deshalb verbringen die Tiere den größten Teil des Tages mit Fressen und nehmen daneben nur Enziane, Schwertlilien, Krokusse oder gelegentlich Raupen zu sich.
Seit 2011 sind die Provinzen mit Pandavorkommen verpflichtet, alle zehn Jahre einen „Panda Census“ durchzuführen. Die aktuellen Schätzungen gehen von über 2000 wilden Tieren aus.
Q 24Welcher Parasit ist heute die häufigste Todesursache wild lebender Großer Pandas?
Der Wurm Baylisascaris schroederi
Der Befall nahm dramatisch zu: 1990 trugen 10 Prozent der Tiere den Parasiten, in den 2010er Jahren die Hälfte. Er verursacht schwere Blutungen in Leber, Lunge und Darm.
Q 25Als einziger lebender Vertreter welcher Unterfamilie gilt der Große Panda?
Ailuropodinae
Die ältere Einordnung in eine Familie der „Katzenbären“ beruhte auf Merkmalen wie Mahlzähnen und Pseudodaumen, die sich beim Kleinen Panda unabhängig durch konvergente Evolution entwickelten.
Q 26Wie hoch ist die Stoffwechselrate Großer Pandas im Vergleich zu gleich großen Landsäugern?
38 %
Trotz der Pflanzenkost beziehen die Tiere wie andere Bären viel Energie aus Proteinen: Neueren Studien zufolge stammen 50 bis 60 Prozent des Energiebedarfs aus Bambusprotein.
Q 27In welchem indischen Nationalpark sind Kleine Pandas zwischen 2.800 und 3.600 m besonders zahlreich?
Singalila-Nationalpark
Dort gibt es dichte Bambusbestände unter einem geschlossenen Blätterdach hoher Bäume. Zu den Nachbarn zählen Kragenbär, Leopard, Rothund und das Himalaya-Moschustier.
Q 28Welcher nepalesische Distrikt ist das westlichste Verbreitungsgebiet des Kleinen Pandas?
Mugu
Nach Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis zum Westufer des Brahmaputra oder des Saluen; einer dieser Flüsse bildet vermutlich die Grenze zu Styans Kleinem Panda.
Q 29Welches Gen verursacht die braune Fellfarbe der sogenannten „Kakao-Pandas“?
Bace2
Die Qinling-Unterart ist etwas kleiner als die Nominatform, hat einen kleineren Schädel, aber größere Molaren; ihre Brust ist dunkelbraun, der Bauch braun.
Q 30Wie viele Zähne hat ein Großer Panda?
42
Der Kopf des Großen Pandas wirkt massiger als der anderer Bären – wegen der verlängerten Jochbeinbögen und der stärkeren Kaumuskeln.