Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Ein Tornado ist ein kleinräumiger Luftwirbel mit nahezu senkrechter Drehachse, der sich vom Boden bis zur Wolkenuntergrenze erstreckt – eine Definition, die schon über hundert Jahre alt ist. Dieses Quiz fragt nach Entstehung und Typen, nach Drehrichtung und Durchmesser, nach der Fujita-Skala und ihrer Weiterentwicklung, nach Rekorden aus den USA und nach der Tornadoforschung in Deutschland und Österreich. Von leichten Einstiegsfragen bis zu Details für Wetterkenner ist alles dabei.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welche Region steht in der Häufigkeit von Tornados weltweit an erster Stelle?
der Mittlere Westen der USA
Dort treffen trockene, kühle Höhenluft von den Rocky Mountains und feuchtwarme Luft vom Golf von Mexiko aufeinander – ideale Zutaten für schwere Gewitter.
Q 02Aus welcher Sprache stammt das Wort „Tornado“ mit der Bedeutung „umkehren, drehen“?
Spanisch
Das Verb tornar geht auf das lateinische tornare zurück; im Deutschen heißt das Phänomen auch Großtrombe, Wind- oder Wasserhose.
Q 03In welche Richtung drehen sich mesozyklonale Tornados auf der Nordhalbkugel überwiegend?
gegen den Uhrzeigersinn
Auf der Südhalbkugel ergibt sich ebenfalls zyklonale Rotation, dort aber im Uhrzeigersinn; gelegentlich bildet sich daneben ein antizyklonal rotierender Zwilling.
Q 04Wie heißen Gewitterzellen mit rotierendem Aufwind, die mehrere Stunden bestehen können?
Superzellen
Typische Begleiterscheinungen sind großer Hagel, Sturzregen und Gewitterfallböen mit über 200 km/h.
Q 05Wie lange dauert ein Tornado im Durchschnitt?
unter zehn Minuten
Die Spanne reicht von wenigen Sekunden bis zu mehr als einer Stunde; die Tornadospur verläuft dabei im Wesentlichen linear.
Q 06Zu welcher Jahreszeit entstehen Tornados über Land am häufigsten?
Frühsommer
Über Wasser liegt das Maximum später im Jahr, weil dann die Wassertemperatur und damit die Labilität am höchsten ist.
Q 07Mit welchen Wolkentypen hängt ein Tornado zusammen, was ihn von Staubteufeln unterscheidet?
Cumulus und Cumulonimbus
Der Wirbel reicht durchgehend vom Boden bis zur Wolkenuntergrenze, muss dabei aber nicht überall kondensiert sein.
Q 08Wie heißt ein Tornado, bei dem mehrere Wirbel um ein gemeinsames Zentrum kreisen?
Multivortex-Tornado
Staub, Trümmer und kondensiertes Wasser verhindern mitunter, dass die Einzelwirbel sichtbar sind und der Typ erkannt wird.
Q 09Wie viele Tornados werden in den USA jährlich etwa registriert?
1.200
Die meisten davon entstehen in Texas, Oklahoma, Kansas und Nebraska; regionale Häufungen gibt es auch in Neuengland und Zentral-Florida.
Q 10Welchen Durchmesser kann ein Tornado im Extremfall erreichen?
über 1 km
Die Gestalt reicht von dünnen schlauchartigen Formen bis zu einem breiten, sich nach oben erweiternden Trichter.
Q 11Mit welcher Geschwindigkeit bewegt sich ein Tornado im Schnitt vorwärts?
50 km/h
Wasserhosen sind nicht selten praktisch stationär, bei starker Höhenströmung sind dagegen über 100 km/h möglich.
Q 12Auf welchen Forscher geht die bis heute anerkannte Tornado-Definition von 1917 zurück?
Alfred Wegener
Derselbe Forscher beschrieb schon damals in einer Arbeit zur Tornadoklimatologie Europas zwei verheerende F5-Ereignisse aus Deutschland.
Q 13Zu welcher Tageszeit treten Wasserhosen am häufigsten auf?
in den Morgenstunden
Über Land ist dagegen der frühe Abend die wahrscheinlichste Zeit – auch im Jahresgang verschiebt sich das Maximum über Wasser nach hinten.
Q 21Ab welcher Windgeschwindigkeit spricht man auf der EF-Skala von einem EF5-Tornado?
322 km/h
Kritiker wie Bernold Feuerstein meinen, dass sich auch oberhalb von 320 km/h anhand der Schäden noch differenzieren lasse.
Q 22Ab welcher Windgeschwindigkeit nehmen indirekte Schäden durch umherfliegende Trümmer stark zu?
300 km/h
Die frühere Annahme, der Unterdruck im Tornado lasse Gebäude gleichsam explodieren, gilt heute als nicht mehr haltbar.
Q 23Wo ist das Tornadorisiko in Deutschland am höchsten?
im Westen der Norddeutschen Tiefebene
Q 14Welche in Europa gebräuchliche Skala ist doppelt so fein wie die Fujita-Skala?
TORRO-Skala
In Europa ist die Fujita-Skala nicht offiziell anerkannt; eine europäische Variante berücksichtigt zusätzlich Vegetationsschäden.
Q 15In welchem Jahr entwickelte Tetsuya Theodore Fujita seine Skala zur Schadensklassifikation?
1971
Die Skala dient neben Tornados auch der Schadensklassifikation von Downbursts und umfasst mathematisch 13 Stufen.
Q 16Welcher Verband ehrenamtlicher Spotter wurde 2003 im deutschsprachigen Raum gegründet?
Skywarn
Die Spotter speisen Warnmeldungen über Tornados, Gewitterfallböen, Hagel und Sturzfluten in das Kurzfrist-Warnsystem ein.
Q 17Wie heißt die Absenkung der rotierenden Wolkenbasis, die oft vor einem Tornado zu sehen ist?
Wallcloud
Auf Deutsch heißt sie Mauerwolke; durch den Pirouetteneffekt nimmt die Windgeschwindigkeit zur Drehachse hin enorm zu.
Q 18Wie werden nicht-mesozyklonale Tornados über Land im Englischen genannt?
Landspout
Zu diesem schwächeren Typ zählen auch die meisten Wasserhosen; seine Intensität geht kaum über F2 hinaus.
Q 19Wo wurde 1999 die höchste je in einem Tornado gemessene Windgeschwindigkeit registriert?
Bridge Creek, Oklahoma
Gemessen wurde mit einem Doppler-Radar; nur Jetstreams in hohen Atmosphärenschichten erreichen noch höhere Windgeschwindigkeiten.
Q 20Welcher Anteil der in den USA beobachteten Tornados ist schwach (F0, F1)?
88 %
Nur etwa 11 % gelten als stark und unter 1 % als verheerend – eine Verteilung, die weltweit sehr ähnlich aussieht.
Die Region Nordfrankreich/Benelux/Nordwestdeutschland gilt als europäische Tornado Alley – 1925, 1927 und 1967 gab es dort große Ausbrüche.
Q 24Welche Stufe gilt aus energetischen Gründen als physikalische Obergrenze der Fujita-Skala?
F6
In der Realität wurden bislang nur die Stärken F0 bis F5 beobachtet; die Skala wird mangels Messungen meist anhand der Schäden geschätzt.
Q 25Welche Rekord-Windgeschwindigkeit wurde 1999 in einem Tornado per Doppler-Radar bestimmt?
496 km/h
In der offiziellen Statistik wird dieser Tornado mit Rücksicht auf die Messunsicherheit als F5 geführt, obwohl die obere Fehlergrenze darüber hinausreicht.
Q 26Anhand wie vieler Schadensindikatoren klassifiziert die EF-Skala Tornados?
28
Die EF-Skala reicht von EF0 bis EF5; außerhalb der USA ist sie nicht anerkannt, weil sie sich zu sehr auf die amerikanische Bauweise stützt.
Q 27Wo ereignete sich im November 1981 mit 105 Tornados der zahlenmäßig größte Ausbruch Europas?
auf den Britischen Inseln
Die Tornados erreichten höchstens F2; solche Häufungen innerhalb eines Tages heißen Ausbruch oder englisch Outbreak.
Q 28Wie werden Tornados klassifiziert, die keine Schäden verursachen und unter F0 liegen?
mit negativen Werten wie F-1
Solche subkritischen Wirbel gelten als Tornados, bleiben aber unterhalb jeder Schadensstufe – ein Problem für jede schadensbasierte Einstufung.
Q 29Welcher Flug geriet am 6. Oktober 1981 in einen Tornado und stürzte nach Tragflächenabriss ab?
NLM-Cityhopper-Flug 431
Alle 17 Personen an Bord starben; wegen der Kleinräumigkeit von Tornados sind solche Unfälle im Flugverkehr aber selten.
Q 30Welcher fast vergessene Meteorologe erforschte in den 1930er Jahren Tornados in Deutschland?
Johannes Peter Letzmann
Seine Arbeit wurde durch den Zweiten Weltkrieg abgebrochen; danach sank das Interesse an Tornados fast zur Bedeutungslosigkeit herab.