Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Camping ist längst mehr als ein Zelt auf der Wiese: Über 40 Millionen Übernachtungen zählen deutsche Campingplätze inzwischen pro Jahr, und vom Dachzelt bis zum Glamping-Resort gibt es für jeden Geschmack eine Variante. Dieses Quiz fragt nach den Anfängen in den Goldenen Zwanzigern, nach Faltbootpionieren und Wohnwagen, nach den oft überraschenden Regeln fürs Wildcampen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Skandinavien. Dazu kommen Zelttypen, Materialien und Fachbegriffe, die jeder kennen sollte, der schon einmal bei Regen ein Außenzelt abgespannt hat.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Wie nennt man es, wenn ein Wohnwagen langfristig auf demselben Campingplatz bleibt?
Dauercampen
Dauercamper haben sich mit ihrem Wohnwagen dauerhaft auf einem Campingplatz niedergelassen und verbringen dort meist mehrmals im Jahr längere Zeit – anders als Urlaubscamper, die nur für eine Reise anreisen.
Q 02Was bedeutet das lateinische Wort „campus“, von dem sich „Camping“ ableitet?
Feld
Wer ausschließlich im Zelt übernachtet, spricht im Deutschen schlicht vom Zelten; Camper reisen aber ebenso mit Wohnwagen, Wohnmobil, Dachzelt oder ausgebautem Van.
Q 03Welches Fahrzeug wurde in den 1960er Jahren eigens für das Camping umgebaut?
Der VW-Bus
Das Camping wurde damals technisiert und durch Neuerungen wie die Bordtoilette komfortabler.
Q 04In welchem Land wurde der Begriff „Vanlife“ für das Leben im Freizeitfahrzeug geprägt?
In den USA
Gemeint ist das Wohnen und Reisen im Wohnmobil bei Aufgabe eines festen Wohnsitzes – aus Abenteuerlust, aber auch aus Wohnungsnot.
Q 05In welchem Bundesland gibt es die meisten Campingplätze Deutschlands?
Bayern
Deutschlandweit sind es mehr als 3.100 Plätze; in Frankreich ist die Auswahl mit rund 11.000 Campingplätzen noch deutlich größer.
Q 06Wie nennt man ein Zelt, das zwischen Bäumen hängend aufgespannt wird?
Baumzelt
Die vergleichsweise neue Zeltform kombiniert Zelt und Hängematte und ist daher unabhängig vom Untergrund.
Q 07Aus welchem Land kam 2020 etwa jeder zweite ausländische Gast auf deutschen Campingplätzen?
Aus den Niederlanden
Insgesamt zählte das Statistische Bundesamt im Corona-Jahr rund 733.000 Ankünfte aus dem Ausland – Inlandsgäste stellten 92 Prozent aller Ankünfte.
Q 08Wie heißt ein dachähnliches Zelt aus einer Plane, die zwischen zwei Bäume gespannt wird?
Tarp
Meist ist es rechteckig oder trapezförmig und hängt über einer Schnur zwischen zwei Bäumen; Kajakfahrer nutzen auch Paddel als Stangen.
Q 09In welchem Land kam der Begriff „Glamping“ um das Jahr 2005 auf?
Großbritannien
Das Wort ist ein Kofferwort aus englisch „glamourous camping“ und bezeichnet luxuriöse Formen des Zelt-Campings.
Q 10In welchem nordischen Land gilt das Jedermannsrecht zum Campen auf freiem Land nicht?
Dänemark
Auch Schottland kennt dieses Nutzungsrecht; Voraussetzung ist überall, dass nichts beschädigt wird und kein Abfall zurückbleibt.
Q 11Aus welchem Material bestehen die Gestänge von Campingstühlen meist, damit sie leicht sind?
Aluminium
Die Tischplatten von Campingtischen sind üblicherweise aus Kunststoff; Stühle und Tische lassen sich zusammenfalten, damit sie wenig Stauraum beanspruchen.
Q 12Wie viele Tage darf ein Wohnwagen in Deutschland höchstens auf öffentlichem Grund stehen?
14 Tage
Danach muss er wie jeder normale Pkw-Anhänger nach § 12 Absatz 3b der Straßenverkehrsordnung entfernt werden.
Q 13Welcher Zelttyp bietet durchgängig Stehhöhe und eignet sich für längere Urlaube?
Steilwandzelt
Eingehängte Innenzelte dienen als separate Schlafkabinen, das Dach ist häufig mit PVC beschichtet, und das Gewicht liegt bei 13 bis 45 Kilogramm.
Q 21Wie heißt der überdachte Raum außerhalb des Innenzelts, in dem Ausrüstung gelagert werden kann?
Apsis
Dort lässt sich auch wettergeschützt kochen; Trekkingzelte mit Innen- und Außenzelt verbessern zudem das Zeltklima und reduzieren Kondenswasser.
Q 22Wofür allein darf man in Deutschland außerhalb von Stellplätzen im Wohnmobil übernachten?
Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit
Dabei dürfen weder Trittstufen, Stühle, Tische oder ein Grill aufgebaut noch Markisen ausgefahren werden.
Q 23Ab welcher Wassersäule gilt ein Zelt nach DIN als wasserdicht?
1.500 mm
Q 14Wie heißen die legalen Übernachtungsplätze mitten in der Natur, die Tourismusverbände anbieten?
Trekkingplätze
Je nach Bundesland gibt es dort Bänke oder Baumstämme als Sitzgelegenheit, manchmal auch Wasser- und Feuerstellen sowie eine Komposttoilette.
Q 15In welchem Jahr wurde der Wohnwagen erfunden?
1931
Seinen Siegeszug trat er erst nach dem Zweiten Weltkrieg an, als sich mit dem Wirtschaftswunder die breite Masse wieder Urlaub leisten konnte.
Q 16Welches Gesetz verbietet in Österreich das Nächtigen im Wald ohne Zustimmung des Eigentümers?
Das Forstgesetz
Das Verbot nach § 33 gilt für sämtliche Waldflächen im Bundesgebiet, Forststraßen eingeschlossen.
Q 17Was nennen 79 % der Camper in Österreich als Hauptgrund für ihren Urlaub?
Die Mobilität
Fast die Hälfte aller österreichischen Camper verbringt mehr als 21 Nächte pro Jahr auf dem Platz.
Q 18Wie hieß die Bewegung, aus der in den Goldenen Zwanzigern das Camping in Deutschland entstand?
Wochenendbewegung
Erstmals konnte sich der Normalverbraucher Urlaub leisten – zuvor hatten Arbeitnehmer keinen gesetzlichen Urlaubsanspruch, und die freie Natur war die günstigste Erholung.
Q 19Was zählt in Wien nach der Kampierverordnung bereits als wildes Campieren?
Das bloße Auflegen eines Schlafsacks
Die Verordnung stammt aus dem Jahr 1985; als Strafe kann die Behörde auch die dafür verwendeten Gegenstände abnehmen.
Q 20Welche Hersteller entwickelten in den 1920er Jahren die Ausrüstung für das junge Camping?
Faltbootfirmen
Ihre Zelte bauten sie wie die Häute ihrer Boote: oben aus dichtgewebter Baumwolle, unten mit einem wasserdichten Boden.
Der Zeltboden ist mit bis zu 10.000 Millimetern deutlich dichter ausgelegt, damit er auch bei punktueller Belastung dicht bleibt.
Q 24Welcher scherzhafte Begriff entstand in der Nachkriegszeit neben der „Stoffvilla“?
Haus am Haken
In dieser Zeit wurden erstmals Pkws umgebaut und mit Campingutensilien ausgestattet; in den 1960ern folgte eine eigene Campingindustrie.
Q 25Welcher Architekt wurde durch Seilnetz-Zeltdächer wie auf dem Münchner Olympiagelände bekannt?
Frei Otto
Statt flächiger Zeltbahnen verwendete er Seilnetze, die mit Kunststoffelementen gefüllt werden – eine Form moderner Dachkonstruktion.
Q 26Welches Zubehör erfand der Faltbootpionier Carl Joseph Luther?
Den Daunenschlafsack
Sein Mitstreiter Hans Berger von der Firma Sport Berger steuerte die Luftmatratze bei – beide waren auf Zelte angewiesen, weil Flüsse und Seen meist fern jeder Unterkunft lagen.
Q 27Welches Bundesland erlaubt Wanderern eine Nacht im Zelt in freier Landschaft?
Brandenburg
Das Recht gilt nur für nicht motorisierte Reisende wie Wanderer, Radwanderer, Kanuten und Reiter – und nur, wenn der Grundstückseigentümer zustimmt.
Q 28In welchem Bundesland Österreichs kann selbst der Grundbesitzer kein Campieren erlauben?
Tirol
Wer dort Gäste campieren lassen will, muss nach dem Campinggesetz von 2001 zuerst einen Campingplatz einrichten; schon das reine Nächtigen zählt als Campieren.
Q 29In welchem Kanton übernachteten 2010 die meisten Campinggäste der Schweiz?
Tessin
Dort blieben die Gäste auch am längsten: durchschnittlich 4,5 Tage, gegenüber nur 2,4 Tagen in der Zentralschweiz.
Q 30Wie viele Zeltplätze gab es Ende der 1980er Jahre in der DDR?
529
Auf ihnen wurden 20 Millionen Übernachtungen gezählt – Camping war in der DDR auch wegen des Mangels an offiziellen Ferienplätzen beliebt.