Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Ob Margarita, Mojito oder Old Fashioned: Cocktails haben eine erstaunlich lange und verwickelte Geschichte. Das Wort tauchte um 1800 auf, und bis heute streiten sich Historiker, ob ein Hahnenschwanz, ein Eierbecher oder ein Pferd dahintersteckt. Dieses Quiz fragt nach der Wortherkunft, nach Barkeeper-Legenden wie Jerry Thomas und Harry Craddock, nach Drinkgruppen wie Sours und Highballs sowie nach Barmaßen, Eisarten und Zubereitungstechniken. Dazu kommt ein eigener Block zur Margarita, vom Tequila Daisy bis zur Tommy’s Margarita. Für Gelegenheitstrinker und Hobby-Mixologen gleichermaßen geeignet.
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welcher Shortdrink gilt als bekanntestes Beispiel für einen Before-Dinner-Drink?
Martini
Aperitifs sind klein, appetitanregend, alkoholstark und meist herb; sättigende oder zu süße Zutaten haben darin nichts verloren.
Q 02Welche Cocktailgruppe folgt der Grundformel Spirituose, Zitrussaft und Zuckerquelle?
Sours
Whiskey Sour und Daiquiri gelten als „reine“ Vertreter; wird der Zucker durch einen Likör ersetzt, sprach Gary Regan von einem International Sour.
Q 03Welcher Drink führte 2013 eine Umfrage zu den meistbestellten Getränken in Hotelbars weltweit an?
Mojito
Befragt wurden 500 Hotels; auf den Plätzen zwei und drei folgten Spritz und Gin Tonic, und auch Bier schaffte es als einziger Nicht-Cocktail in die Top Ten.
Q 04Unter welchem Alkoholgehalt gilt ein Getränk nach deutschem Lebensmittelrecht als alkoholfrei?
0,5 %
Alkoholfreie Varianten bekannter Cocktails lassen meist nur die Spirituose weg; Liköre werden durch ähnlich schmeckende Sirups oder Fruchtsäfte ersetzt.
Q 05Wie heißt ein mit Sodawasser „aufgespritzter“ Sour?
Fizz
Collinses wie der Tom Collins sind ebenfalls mit Sodawasser verlängerte Sours, jedoch größer und stets auf Eiswürfeln serviert.
Q 06Bis zu welcher Flüssigkeitsmenge gilt ein Mixgetränk üblicherweise als Shortdrink?
10 cl
Shortdrinks haben meist einen hohen Alkoholanteil und werden „straight up“, also ohne Eis, in Cocktailschalen mit Stiel serviert.
Q 07Welcher Sänger machte die Margarita 1977 mit seinem Hit „Margaritaville“ zusätzlich populär?
Jimmy Buffett
Schon 1953 hatte die Zeitschrift Esquire den Drink zum „Drink des Monats“ gekürt: „Sie ist aus Mexiko, Señores, und sie ist hübsch anzusehen, aufregend und provokant.“
Q 08Wer veröffentlichte 1862 die legendäre Rezeptsammlung „How to Mix Drinks“?
Jerry Thomas
Das Buch verbreitete sich in mehreren Auflagen und zahlreichen, teilweise nicht autorisierten Nachdrucken rasend schnell, sogar bis zurück nach Europa.
Q 09Welche Blume heißt auf Spanisch „margarita“?
Gänseblümchen
Die englische Entsprechung „Daisy“ war seit dem 19. Jahrhundert eine übliche Bezeichnung für Sour-Cocktails; 1936 trank man in den USA bereits Tequila Daisy.
Q 10Welche wichtige Cocktail-Zutat entstand im 18. Jahrhundert in Italien aus aromatisierten Weinen?
Wermut
Der Import aus Italien in die Vereinigten Staaten ist seit den 1840er Jahren belegt und wurde später die Grundlage für Klassiker wie Manhattan und Martinez.
Q 11In welchem Gefäß soll der Apotheker Antoine Peychaud in New Orleans seine Mixturen serviert haben?
Eierbecher
Die Theorie hat ein Zeitproblem: Peychaud stellte seinen Bitter wahrscheinlich erst ab 1830 her, als das Wort „Cocktail“ längst verbreitet war.
Q 12Von welchem Cocktail servieren manche Bars pro Gast und Abend höchstens zwei oder drei?
Zombie
Der Tiki-Klassiker wird aus mehreren Rumsorten, Fruchtlikören und Fruchtsäften gemixt und zählt zu den alkoholstärksten Drinks auf einer Barkarte.
Q 13Welcher Drink kombiniert Wodka mit Rinderbouillon?
Bull Shot
Solche würzigen Drinks gelten als „Corpse Reviver“ oder Katerkiller, die nach einem langen Barabend wieder aufbauen und kräftigen sollen.
Q 21Welcher Tequila-Hersteller warb bereits 1945 mit einem Drink namens Margarita?
José Cuervo
Auch der Club Kentucky in der Grenzstadt Ciudad Juárez nimmt die Erfindung des Drinks für sich in Anspruch – einer von vielen Ursprungsmythen.
Q 22In welcher IBA-Kategorie wird die Margarita geführt?
Contemporary Classics
Die Margarita ist seit den 1950er Jahren in Bars weltweit zu Hause; das Rezept der IBA reduziert im Vergleich zu vielen anderen die Menge des Zitrussaftes.
Q 23Auf welchem Rang landete die Margarita bei einer Umfrage zu den meistbestellten Drinks in Hotelbars?
Platz 8
Q 14In welcher mexikanischen Stadt soll Carlos Herrera 1938 die Margarita gemixt haben?
Tijuana
Benannt haben soll er den Drink nach dem Revuegirl Marjorie King; eine andere Legende nennt ein Showgirl namens Margarita de la Rosa als Namensgeberin.
Q 15Wie hieß um 1800 eine mit Wasser verdünnte und mit Zucker gesüßte Spirituose?
Sling
Die damaligen Brände kamen sehr rau und hochprozentig aus dem Fass und waren unverdünnt kaum zu genießen; Kräuterbitter machten daraus den ersten Cocktail.
Q 16Von welchem Cocktail unterscheidet sich die Margarita nur durch Tequila statt Weinbrand als Basis?
Sidecar
Schon 1944 ist die Tequila-Abwandlung in den Vereinigten Staaten unter dem Namen Tequila Sidecar belegt; das Rezept erschien aber bereits 1937 in einer Londoner Sammlung.
Q 17Welche Spirituose gewannen Siedler in Neuengland, indem sie vergorenen Apfelmost gefrieren ließen?
Applejack
Gesund war das nicht: Auch unerwünschte Nebenprodukte der Gärung konzentrierten sich im Getränk. Heute wird der Apfelbrand durch Destillation hergestellt.
Q 18In welchem Jahr wurde der „cock tail“ erstmals schriftlich als Getränk definiert?
1806
Die Definition lautete: stimulierendes Getränk aus Spirituosen aller Art, Zucker, Wasser und Bitters – im Grunde ein gewürzter Sling, der etwa dem heutigen Old Fashioned entspricht.
Q 19Welche Margarita-Variante ersetzt den Triple Sec durch Agavensirup und verzichtet auf den Salzrand?
Tommy’s Margarita
Der Drink ist nach dem 1965 gegründeten Tommy’s Restaurant in San Francisco benannt, geht auf Julio Bermejo zurück und steht bei der IBA unter den New Era Drinks.
Q 20Welcher Barkeeper veröffentlichte 1930 das „Savoy Cocktail Book“?
Harry Craddock
Er erzählte augenzwinkernd, der Cocktail sei nach „Coctel“ benannt, der Tochter eines mexikanischen Königs Axolotl VIII. – ohne die kleinste schriftliche Unterlage dazu.
Seit den 1950er Jahren wird der Tequila-Klassiker in Bars weltweit serviert und gehört neben dem Tequila Sunrise zu den bekanntesten Tequila-Drinks.
Q 24Für welches nicht reinrassige Tier war „cocktail“ im 18. Jahrhundert eine gängige Bezeichnung?
Pferd
Zugtieren wurde der Schwanz gestutzt, damit er sich nicht im Geschirr verfing; laut David Wondrich war es von da nicht weit zum „mixed-breed drink“.
Q 25Auf welchen Autor geht die Legende von der Wirtin Betty Flanagan und dem ersten Cocktail zurück?
James Fenimore Cooper
Die Figur stammt aus der 1821 erschienenen Erzählung „The Spy“; als mögliches reales Vorbild gilt eine Wirtin namens Catherine „Kitty“ Hustler aus dem heutigen Elmsford.
Q 26Welche vergorene Flüssigkeit ließen die Mongolen gefrieren, um den Alkoholgehalt zu steigern?
Eselsmilch
Durch wiederholtes Abtrennen des Eises stieg der Alkoholgehalt bis auf 30 % Vol., was das Getränk über Monate hinweg haltbar machte.
Q 27Wer ordnete 2003 im Buch „The Joy of Mixology“ die bekanntesten Cocktails in „Familien“?
Gary Regan
Er selbst relativierte sein System mit der obersten Regel des Barkeepers: „Nothing Is Written in Stone“ – nichts ist in Stein gemeißelt.
Q 28Seit welchem Jahr ordnet die IBA ihre offiziellen Cocktails nur noch grob nach Entstehungszeit?
2011
Zuvor hatte der Berufsverband eher willkürlich nach Pre-Dinner, After-Dinner, Long Drink Style und Popular Cocktails sortiert – plus einem einzigen Special Cocktail.
Q 29Wer prägte um 1250 den Ausdruck „eau de vie“ für destillierten Trinkalkohol?
Arnaldus de Villanova
Das Destillationswissen war um 1140 über Übersetzungen arabischer Texte nach Spanien gelangt; etwa zur selben Zeit taufte Ramon Llull die Substanz „Alkohol“.
Q 30Wie viele „key cocktails“ identifizierten die Autoren des Standardwerks „Cocktailian“?
13
Die Schlüsselrezepte wurden auf einem Koordinatensystem mit den Achsen salzig–bitter und süß–sauer verortet; der Rest landete unter „Paradiesvögel und Grenzgänger“.