Mit KI aus unserem englischen Quiz auf Deutsch erstellt; die Quellen verweisen auf die deutsche Wikipedia.
Welche Speisen verboten sind, entscheidet seit Jahrtausenden die Religion: Die jüdischen Speisegesetze unterscheiden koschere von treifen Tieren, trennen Fleischiges von Milchigem und verbannen an Pessach alles Gesäuerte vom Tisch. Daneben gibt es moderne Verbote aus Tierschutzgründen – etwa die Stopfmast für Foie gras, die in der EU seit 1999 untersagt ist. Dieses Quiz fragt nach den Regeln, ihren Begründungen und kuriosen Details: Warum ist Honig koscher, wie viele Matzen liegen am Sederabend bereit, und seit wann gibt es koschere Gummibären?
Alle 30 Fragen mit Antworten und Erklärungen. Quiz spielen
Q 01Welche zwei Merkmale machen ein im Wasser lebendes Tier koscher?
Flossen und Schuppen
Die Schuppen müssen mit bloßem Auge erkennbar und leicht von der Haut zu lösen sein; Krebstiere, Muscheln und Tintenfische sind tabu.
Q 02Welche zwei Eigenschaften muss ein Landtier haben, um koscher zu sein?
Gespaltene Hufe und Wiederkäuer
Rinder, Schafe, Ziegen und Damwild erfüllen beides; Pferde, Hasen, Kaninchen und alle Wildtiere fallen in die Rubrik der verbotenen Tiere.
Q 03Welches Tierprodukt gilt als koscher, obwohl es von einem nichtkoscheren Tier stammt?
Honig
Er gilt nicht als Ausscheidung, sondern als Sammelprodukt der Biene; an Rosch ha-Schana wird die Challa darin getaucht statt gesalzen.
Q 04Wie heißen Lebensmittel, die nach den jüdischen Speisegesetzen nicht erlaubt sind?
Treife
Das Wort geht auf ein hebräisches Verb für „zerreißen“ zurück und meinte ursprünglich nur ein Tier, das von einem anderen Tier gerissen wurde.
Q 05Wie heißen im Judentum „neutrale“ Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Eier?
Parve
Auch Fisch zählt dazu, darf aber nicht zusammen mit Fleischigem zubereitet oder verzehrt werden; Agar und Carrageen sind von Natur aus neutral.
Q 06Was bedeutet das hebräische Wort „kascher“, von dem „koscher“ abgeleitet ist, wörtlich?
Tauglich
Die Regeln stammen aus der Tora und wurden im Talmud ausgelegt; Bräuche und Traditionen fasst der Schulchan Aruch zusammen.
Q 07Welcher dieser Fische ist mangels Schuppen nicht koscher?
Aal
Ebenfalls verboten sind Hai, Schwertfisch, Pangasius und Wels sowie Meeressäuger wie Wale, Delfine und Robben.
Q 08Warum ist Gänsestopfleber nach den jüdischen Speisegesetzen verboten?
Wegen der gewaltsamen Fütterung
Aus demselben Tierschutzgedanken sind auch Massentierhaltung, lange Tiertransporte und blutarmes Kalbfleisch aus dunklen Ställen verboten.
Q 09Wie heißt das Zertifikat, das ein Produkt als koscher ausweist?
Hechscher
In Israel und den USA prangt es als Siegel auf der Verpackung; Fleisch erhält eine Plombe. Der Zusatz „le’mehadrin“ steht für besonders strenge Auslegung.
Q 10Welches wiederkäuende Tier ist nicht koscher, weil seine Hufe nicht vollständig gespalten sind?
Kamel
Rehe und Hirsche sind dagegen erlaubt – allerdings nur, wenn sie geschächtet und nicht auf der Jagd erlegt wurden.
Q 11An welchem jüdischen Fest muss man vier Becher Wein trinken und darf sogar angetrunken sein?
Purim
Nur die Tempelpriester durften keinen Wein trinken; während der sieben Trauertage nach dem Tod eines Verwandten ist er ebenfalls tabu.
Q 12Aus welchem Gebot leitet sich die Trennung von fleischigen und milchigen Speisen ab?
Ein Zicklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen
Philon von Alexandria sah darin einen Schutz der „Quelle des Lebens“; nach einem Fleischgericht gibt es daher Obstsalat statt Käsekuchen.
Q 13Welches Insekt war nach der Tora ursprünglich erlaubt, wurde aber später rabbinisch verboten?
Q 21Wie heißt der „Beobachter“, der die Einhaltung der Speisegesetze bei der Herstellung überwacht?
Maschgiach
Verantwortet wird die Aufsicht von einem Rabbinat; ein Mefakeach kann wiederum kontrollieren, ob die Prüfung korrekt durchgeführt wurde.
Q 22Wie lange bleibt eingesalzenes Fleisch zum Abtropfen liegen – die Dauer einer „biblischen Meile“?
18–24 Minuten
Das Salzen mit grobem Salz soll das restliche Blut entziehen; Leber und Herz werden stattdessen aufgeschnitten und durch Braten „gekoschert“.
Q 23Welches Merkmal zählt zu den drei anatomischen Eigenschaften koscherer Vögel?
Ein Kropf
Heuschrecken
Die vier ursprünglich erlaubten Arten ließen sich nicht mehr sicher bestimmen; bei Sepharden sind bestimmte Arten weiterhin erlaubt.
Q 14Welches Tier war die wichtigste Milchquelle der Israeliten in biblischer Zeit?
Ziege
Diese Milch gab es nur fünf Monate im Jahr, Schafsmilch sogar nur drei – Lebensmittel waren streng saisonabhängig.
Q 15Wie lange muss man je nach Tradition nach einer Fleischspeise warten, bis Milchiges erlaubt ist?
Drei bis sechs Stunden
In umgekehrter Reihenfolge genügt meist eine Stunde – offenbar, weil milchige Speisen schneller verdaut werden.
Q 16Über welchen Vogel wurde lange rabbinisch diskutiert, bevor er allgemein als koscher galt?
Truthahn
Sein geräuchertes Fleisch dient heute als fettarmes Speckimitat; Straußenvögel, Kraniche und Störche bleiben verboten.
Q 17Wie muss ein Fisch gefangen werden, damit er koscher ist?
Mit dem Netz
Speer- und Sportfischen gelten als grausam; geschächtet werden muss ein Fisch nicht – aus dem Wasser gezogen gilt er als geschächtet.
Q 18Welcher Anteil der Restaurants in Jerusalem ist koscher?
90 Prozent
In Tel Aviv sind es deutlich weniger; in Israel müssen alle 5-Sterne-Hotels eine koschere Küche haben – sonst gäbe es den fünften Stern nicht.
Q 19Auf welches Organ des geschlachteten Tieres bezieht sich die Bezeichnung „glatt koscher“?
Auf die Lunge
Eine Steigerungsform von „koscher“ gibt es eigentlich nicht; bei Sepharden heißt die strikte Variante Chalak Bet Josef nach Josef Karo.
Q 20Wie wird milchiges Besteck in einer koscheren Küche üblicherweise gekennzeichnet?
Mit einem Loch am Stiel
Observante Haushalte besitzen oft vierfaches Geschirr – je eines für Milchiges und Fleischiges sowie zwei weitere Sätze für Pessach.
Hinzu kommen ein Muskelmagen und ein zusätzlicher hinterer Zeh, der nicht mit den anderen Zehen verbunden ist.
Q 24Was zeichnet koscheren Wein der Kategorie „jajin mevuschal“ aus?
Er wurde kurz pasteurisiert
Nur so etikettierte Flaschen dürfen nichtjüdische Kellner öffnen und einschenken; heute erhitzt man meist nur wenige Sekunden auf 71,5 bis 74 Grad.
Q 25Welcher Kirchenvater erklärte im 4. Jahrhundert das Bluttabu für Christen als nicht mehr bindend?
Augustinus von Hippo
Er deutete das Apostolische Dekret als vorübergehende Maßnahme, um jüdische und nichtjüdische Mitglieder der jungen Gemeinde zu versöhnen.
Q 26Um wie viel „schlimmer“ als eine Schweinshaxe gilt der Verzehr von Weinbergschnecken?
Sechsmal
Die Tora verbietet Schnecken an ebenso vielen Stellen; kleine Kriechtiere zu essen ist ein weit schwererer Verstoß als Schweinefleisch.
Q 27Ab welchem Anteil macht eine Spur unkoscherer Substanz die gesamte Speise unkoscher?
Ein Sechzigstel
Umgekehrt gilt: Das Volumen einer Olive Milch in 60 Teilen Fleisch gilt als nichtig – durch Verdünnen kann eine Speise wieder koscher werden.
Q 28In welcher englischen Stadt kam 1144 die antijüdische Ritualmordlegende erstmals auf?
Norwich
Die Legende widerspricht dem strikten Blutverbot des Judentums, kostete Tausende das Leben und hielt sich bis ins 20. Jahrhundert.
Q 29Wie viel Regenwasser muss ein Gewässer mindestens enthalten, um als koschere Mikwe zu dienen?
360 Liter
Neues Geschirr aus Metall und Glas wird darin untergetaucht – sogar Toaster, Fritteusen und Wasserkocher, die das Essen berühren.
Q 30Auf wie viele Erkrankungen, die ein Tier unkoscher machen, erweiterte Maimonides die Liste?
70
Der Talmud nannte ursprünglich acht Anomalien, die Mischna ergänzte 18; häufigster Makel beim Rind ist ein Loch in der Lunge.